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Gastvater
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Verhältnis zu meiner Tochter

Hallo zusammen,

 

ich wende mich heute an das Forum, weil ich gerne Meinung anderer Väter einholen möchte. Ich bin Vater einer 7 jährigen Tochter, die aus einem ONS entsand. Die Mutter ist eine sehr schwierige, negative Frau, die nachtragend und mir nicht wirklich wohlgesonnen ist. Ich habe ihr von Anfang an klargemacht, dass wir kein Paar werden, aber ich zu meiner Vaterschaft stehe, was für mich selbstverständlich ist.

In den ersten Jahren war es bereits so, dass die Mutter (C.), mir immer wieder Vorwürfe gemacht hat, weil ich Dinge nicht so getan habe, wie sie es sich vorgestellt hat. Ich habe nichts zugesagt, und dann nicht eingehalten. Es waren fast immer Sachen, die SIE einfach erwartete, ich aber nicht zugesagt hat. Peu a peu wurde auch meine Tochter (P.) komischer zu mir, obwohl ich bei den Treffen mit ihr immer liebevoll, aufmerksam und vieles mehr war. Ich kann generell gut mit Kinder umgehen und ging in meiner Rolle auf. Teilweise war P. ohne ersichtlichen Grund abweisend zu mir und ich glaube, dass sie mitbekommen hat, wie C. schlecht über mich redete, sei es am Telefon oder wenn sie Besuch hatte. Die ersten Jahre hatte ich P. alle 4 Wochen bei mir für ein Wochenende. Grund war, dass mein Wohnort mehrere hunderte Kilometer von dem meiner Tochter entfernt lag, was seit ca. einem Jahr anders ist, daher sehe ich sie alle 14 Tage.

Ich merke, dass meine Gefühle für meine Tochter, die ein hübsches, aufgwecktes Mädchen ist, nicht so intensiv sind, wie ich sie erwartet habe zu Beginn meines Vaterseins und wie es "sein müsste". Wenn ich weiß, dass wieder ein Va-To Wochenende ansteht, empinde ich nahezu null Freude, sondern eher, dass ich lieber was anderes machen wollen würde. Wenn wir uns dann sehen, gibt es schon auch schöne, lustige, intensive Augeblicke, aber bewirken diese leider nicht, dass sie dauerhaft mein Gefühl ändert, intensiviert. Das ist für mich schon belastend, da ich das Gefühl habe, dass meine Gefühle "früher" mal stärker waren.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Gefühle auch damit zu tun haben, wie ich die Mutter sehe und leider P. nicht autark der Mutter sehen "kann". Ich möchte diese Frau, die teilweise sehr unverschämt ist, am liebsten gar nicht in meinem Leben haben. Sie will teilweise auch bestimmen, bzw., "empfehlen", was wir an unseren Wochenenden machen. Natürlich kann ich mit P. machen, was ich will, würde natürlich niemals was tun, was meiner Tochter auch nur annähernd gefärden könnte, o.ä.

Ich weiß einfach nicht, wie ich mehr Gefühl bekommen kann, ob das überhaupt möglich ist. Ich freue mich (das schon seit Jahren) auf die Zeit, wenn P. so alt ist, dass sie ohne Hilfe der Mutter mich anrufen, besuchen kann und wir einfach mehr miteinander anfangen können, als es jetzt der Fall ist. Ich weiß oft nicht, was ich die ganze Zeit mit mir machen soll. Lasse sie oft Youtube gucken. Ich bin leider ohne Auto und kann daher nicht einfach mit ihr mal ins Schwimmbad fahren oder ähnliches. Bedeutet, dass ich immer auf Leute (mein Vater ist Rentner und macht das generekk gerne) mit Auto angewiesen bin.

Ich muss gestehen, dass ich schon mehr als einmal drüber nachgedacht habe, den Kontakt "einzustellen", was die Mutter glaube ich (sie hat es einige Male schon recht deutlich angedeutet) fast "besser" fänd, als so. Sie sieht vieles einfach viel negativer, als es in Wirklichkeit ist. Sie aalt sich nahezu in Situationen, wenn sie mir was vorwerfen kann, was fast immer total albern ist.

Ich hoffe, dass gut rübergekommen ist, wie sich meine Situation darstellt. Im Endeffekt kann mir keiner helfen, dessen bin ich mir bewusst, aber vielleicht bekomme ich hier neue Denkanstöße.

Liebe Grüße,

Marcus

 

 

 

 

Bild von Redaktion Vaterfreuden.de
Offline
Beigetreten: 2009-10-02
Beiträge: 1795
bleib' am Ball!

Hallo Marcus,

eine wirklich schwierige Situation, die Du da schilderst.

Unser Tipp: bemühe Dich weiter um Deine Tochter. Wenn Du es jetzt nichts tust, dann wird der Kontakt abbrechen und Du wirst sie verlieren. Und - da bin ich mir sehr sicher - Du wirst es irgendwann sehr bedauern!

Ja, die Situation ist nervig und was Du über Deine Frau erzählst können sehr viele Trennungsväter nachvollziehen.

Du solltest versuchen - wenn Dir die Sache wichtig ist - jetzt eine Verbindung zu Deiner Tochter aufzubauen. Wenn ihr am Wochenende nur nebeneinander auf der couch sitzt, dann wird sie spätestens in ein paar Jahren, das Interesse an Dir verlieren.

Habt Ihr gemeinsame Interessen, ein Hobby? Etwas, das euch verbinden könnte? Versuch' einmal, Dir in diese Richtung Gedanken zu machen. Ich weiß nicht, was bei Euch ohne Auto möglich ist. Wenn Du so etwas findest, das Euch verbindet, dann würde Euch das viel für Eure gemeinsamen Wochenenden geben.

Ansonsten wird es auf Dauer für Euch nicht leichter werden, befürchte ich ..

hoffentlich hilft Dir das hier ein klein wenig.

Ich drück Dir die Daumen.

beste Grüße,

Steve (ein Scheidungskind übrigens)

randomness