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14 August, 2016 - 22:48
 

Expertentipp: Absicherung der Familie – welche Versicherungen brauche ich?

Mit dem Vater-werden kommt auch eine ganze Menge Verantwortung auf Männer zu. Noch immer sind die Väter in den meisten Fällen der Hauptverdiener der Familie und sie sollten für den Fall vorsorgen, wenn sie aus welchen Gründen auch immer ausfallen sollten. Vor allem drei Versicherungen sollte man(n) abschließen – und die sind normalerweise preiswerter als gedacht.

© Liv Friis-larsen - Fotolia.com

Durch ein Kind ändert sich der Absicherungsbedarf einer Familie erheblich. Nicht nur dass für ein Kind auch finanziell Verantwortung getragen werden muss, meist fällt auch während der ersten Jahre ein „Zweitverdiener“ weg, was ebenfalls mitberücksichtigt sein sollte. Drei wesentliche Versicherungen spielen hier eine Rolle:

 

1. Privathaftpflicht

Spätestens jetzt muss die bestehende Haftpflicht in einen „Familientarif“ umgewandelt werden. Ein besonderes Augenmerk ist auf die „Deliktunfähigkeitsklausel“ zu legen. Kleine Kinder sind per Gesetz deliktunfähig, d.h. sie können rechtlich nicht für ihre Taten belangt werden (Erwachsene haften laut BGB unbegrenzt für Schäden an Dritten). Im durch Kinder verursachten Schadensfall wird daher geprüft, ob die Aufsichtspflicht verletzt wurde. In diesem Fall sollten in einer Haftpflichtversicherung die Bedingungen entsprechend festgelegt sein, so dass sie auch solche Schäden mitversichern. Gleiches gilt für das sog. „Tagesmutterrisiko“: Es wird immer wieder vorkommen, dass Eltern auch auf fremde Kinder aufpassen. Auch dies sollte beinhaltet sein. Gute Policen, bei denen beispielsweise auch Gefälligkeitsschäden mitversichert sind, kosten als Familientarif ca. € 90.-/Jahr.       


2. Risikolebensversicherung

Bei der Risikolebensversicherung handelt es sich um eine Risikoversicherung, die nur im Todesfall leistet, es wird kein sonstiges Kapital angespart, dadurch ist diese sehr günstig. Die benötigte Summe hängt von den Verpflichtungen (z.B. Finanzierung von Wohneigentum) und vom finanziellen Background ab. Wenn entsprechende Rücklagen, evtl. auch in der Familie, vorhanden sind, kann die Summe entsprechend niedriger ausfallen. Als Laufzeit sollte zumindest die Volljährigkeit des Kindes festgelegt sein; diese Risikoversicherung kann fast immer kurzfristig reduziert oder gekündigt werden, falls sie nicht mehr benötigt wird. Generell ist zu beachten, dass sie immer „über Kreuz“ abgeschlossen sein sollte, d.h. wenn z.B. der Vater der Haupternährer ist, sollte die Mutter Versicherungsnehmer sein, der Mann versicherte Person und die Frau wiederum Empfänger des Leistung. Nur in dieser Konstellation ist die Auszahlung dann auch komplett steuerfrei. Zusätzlich sollte auch ein Augenmerk auf die Versicherungsbedingungen gelegt werden, hier sind bei weitem nicht alle Anbieter gleich. Als Richtgröße kann bei einem 30-Jährigen Mann als versicherte Person und einem guten Tarif mit jährlicher Neuberechnung bei einer Summe von € 100.000.- von einem Jahresnettobeitrag von ca. € 56.- ausgegangen werden (guter Gesundheitszustand vorausgesetzt; Raucher zahlen fast immer das Doppelte).

 

3.    Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn nicht schon vorher eine Berufsunfähigkeitsversicherung vorhanden war, ist diese Versicherung nun definitiv extrem wichtig. Die Arbeitskraft ist die Grundlage der finanziellen Situation - wenn nun mehrere Personen davon abhängig sind, sollte diese abgesichert sein. Ausschlaggebend bei der Wahl des Tarifes ist hierbei das Bedingungswerk: es sollten keinerlei Verweisklauseln vorhanden sein, weder abstrakt noch konkret (d.h. dass z.B. die Versicherung behaupten kann, man könne ja statt der bisherigen Beschäftigung etwas anderes arbeiten). Als Rentenhöhe sollten mindestens 75% des Nettogehaltes versichert sein. Für die Beitragshöhe ist neben der gewünschten Monatsrente und dem Gesundheitszustand der Beruf ausschlaggebend.

Mit diesen drei Versicherungen können Sie das Grundgerüst einer finanziellen Absicherung für Ihre Familie legen.


 

Rainer Braungart, selbst zweifacher Vater, ist seit 1996 Geschäftsführer der Business Consulting Company (bcc) in München. In dieser Eigenschaft berät er als unabhängiger Versicherungsmittler Unternehmen und Einzelpersonen. Mehr Informationen finden Sie unter www.bcc-muenchen.de



 

 

 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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