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22 Juni, 2010 - 12:08
 

Für später sorgen – sinnvolle Absicherungen für die Zukunft des Kindes

Von der Geburt bis zur Volljährigkeit kostet ein Kind seine Eltern rund 120.000 Euro – und das ohne die Ausbildungskosten. Um dem Kind einen guten Einstieg in eine berufliche Laufbahn zu sichern, sollten Eltern vorsorgen - und das möglichst früh. Die verschiedenen privaten Vorsorgemodelle haben Vor- und Nachteile.

© Ernest Prim - Fotolia.com

Wie viel Eltern für die Ausbildung ihres Kindes zurücklegen können, hängt hauptsächlich von der finanziellen Situation ab. Getreu dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ lohnen sich auch geringe monatliche Summen, vor allem dann, wenn ein günstiges Anlagemodell gewählt wird. Wichtig ist, dass mit dem Sparen so früh wie möglich begonnen wird, am besten schon im ersten Lebensjahr.


Die Ausbildungsversicherung

Das naheliegende Vorsorgekonzept der Ausbildungsversicherung zielt genau auf das ab, was Eltern wollen: Geld wird angespart und verzinst und wenn das Kind mit der Lehre oder dem Studium beginnt, steht eine ansehnliche Geldsumme zur Verfügung. Allerdings sollten Sie eines wissen: Eine Ausbildungsversicherung ist letztendlich eine ganz gewöhnliche Lebensversicherung mit allen Vor- und Nachteilen. Der Versicherte ist nicht das Kind, sondern ein Elternteil. Stirbt der Versicherte während der Laufzeit, dann wird die Beitragszahlung ausgesetzt, das Kind bekommt die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Im Gegensatz dazu sind jedoch die Renditen noch niedriger als bei herkömmlichen Lebensversicherungen.


Tagesgeldkonto für den kleinen Geldbeutel

Gerade Eltern, die monatlich nur kleine Beträge zurücklegen können, profitieren von Tagesgeldkonten. Dort kann bei recht guten Verzinsungen Geld angespart werden, das später zum Beispiel für Sparmodelle mit Mindesteinlagen verwendet wird. Für langfristige Sparanlagen sind Tagesgeldkonten nicht geeignet. In Niedrig-Zins-Phasen eignen sich Tagesgeldkonten als „Parkplatz“ fürs Ersparte, langfristige Geldanlagen machen dann wenig Sinn, da die Renditen schlecht sind. Vergleichen Sie die einzelnen Tageskonten und achten Sie auch auf die Zinsbindung, die in der Regel zwischen drei und sechs Monaten liegt.


Festgeldanlagen

Wer Geld für längere Zeit anlegt, der wird dafür meist mit höheren Zinsen belohnt. Die Anlage lohnt sich allerdings erst ab Einlagebeträgen zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Dieser Betrag kann meist zu guten Konditionen auf einem Tagesgeldkonto angespart werden. Anders als bei Aktien- oder Rentenfonds gibt es beim Festgeld kein Verlustrisiko, auch die Laufzeiten sind deutlich kürzer.


Sparbücher

Hier sind die Renditen deutlich niedriger als bei anderen Sparformen. Dafür ist das Geld jederzeit verfügbar.


Aktien- und Rentenfonds

Wer die Ausbildungsvorsorge über diese Anlageformen vornehmen will, sollte sich im Aktiengeschäft auskennen. Obwohl hier hohe Renditen möglich sind, besteht auch ein großes Risiko bis hin zum Totalverlust der eingezahlten Beträge. Für eine sichere Ausbildungsvorsorge fürs Kind sollten weniger spekulative Anlageformen gewählt werden.


Sparbriefe – rentabel, wenn die Zinsen hoch sind

Sparbriefe können hohe Zinsen bringen, allerdings gibt es unter den Anbietern deutliche Unterschiede. Der Zinssatz wird beim Kauf eines Sparbriefes festgeschrieben und ändert sich auch bei steigenden oder fallenden Zinsen nicht. Durch eine Einlagensicherung sind Verluste nahezu ausgeschlossen. Allerdings ist diese Anlageform unflexibel. Die einmal vereinbarte Laufzeit – die zwischen 1 und 10 Jahren liegen kann, lässt sich im Nachhinein nicht mehr ändern.


Sparen fürs Kind

Wer Geld für die Ausbildung seines Kindes anlegen will, sollte auf Nummer sicher gehen. Bevor Sie eine Anlageform wählen, sollten Sie gründlich vergleichen und die diversen Vergleichsrechner im Internet nutzen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Punkte, die Sie beachten sollten:

  • Geldanlagen fürs Kind sollten niemals beliehen werden.
  • Bei flexiblen Anlagen können Verwandte statt großer Geschenke für kleine Kinder auch Geld schenken, das in die Ausbildungsvorsorge mit einfließt.

Alternativ kann auch über Immobilien als finanzielle Vorsorge nachgedacht werden. Hierfür sollten Sie sich jedoch ausgesprochen gut informieren und eine intensive Beratung in Anspruch nehmen.


Mit der richtigen Geldanlage sichern Sie die Ausbildungsvorsorge für Ihr Kind und verschaffen sich gleichzeitig selbst eine geruhsame und finanziell überschaubare Zeit, wenn Ihr Kind viel Geld benötigt, um seine Wunschausbildung zu absolvieren.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de