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28 September, 2016 - 12:34
 

Kinder – ein teurer Spaß

Vater zu werden ist eine großartige Erfahrung. Mit den vielen Freuden des Vaterseins kommen jedoch auch einige neue Herausforderungen, auch finanzielle. Kinder kosten nämlich eine ganze Menge Geld. Laut statistischem Bundesamt wird Ihr Sprössling Sie von Geburt bis zur Volljährigkeit über 121.000,00 € kosten. Dabei sind nicht einmal die Ausbildungskosten bis zur vollständigen Verselbständigung Ihres Kindes eingerechnet.

© Tobias Kaltenbach - Fotolia.com

Wir möchten an dieser Stelle keinesfalls davon abraten, einen Familien- und Kinderwunsch beizulegen, nur weil hohe Kosten in den kommenden Jahren auf Sie zukommen werden. Allerdings möchten wir Ihnen verdeutlichen, wie teuer Ihr Kind durchschnittlich sein kann, so dass Sie selbst planen und sich ggfs. entsprechende Absicherungen schaffen können. Zur Familien- und Kinderplanung gehört nämlich ebenfalls die Finanzplanung der Zukunft.

 

Mit welchen Beträgen müssen Sie rechnen?

 

Babys gehen gewaltig ins Geld:

Bereits vor der Geburt Ihres ersten Kindes werden Sie merken, dass Ihr Kind Sie teuer zu stehen kommt, denn allein die Erstausstattung geht in die hunderte Euro. Sie benötigen neben der Babybekleidung ein Kinderzimmer (zumeist bestehend aus einem Kleiderschrank, einem Baby-Bett und einer Wickelkommode), des Weiteren werden Sie einige Gerätschaften und Ausstattungsgegenstände für den Bereich der Ernährung benötigen und zuletzt sind Sie ab sofort auf Pampers und Co. angewiesen. Sofern Ihre Partnerin nicht stillt, kommen weitere Kosten für Milchnahrung hinzu sowie später auch neben dem Stillen die Nahrungsmittel zur Beifütterung. Ebenfalls sehr wichtig ist ein Kindersitz für das Auto, wobei man nicht auf das billigste Angebot  zurückgreifen sollte. Die monatlichen Ausgaben für Ihren Sprössling werden vom Bundesamt für Statistik auf über 400,00 € geschätzt.

 

Kindergartenkinder werden nicht günstiger:

Auch wenn die Ausgaben sich in der Altersspanne 2 - 6 Jahren transparenter gestalten und eine bessere Kalkulation erfolgen kann, so sind es immer noch über 400,00 €, die man monatlich schätzungsweise einplanen muss. Das Kindergeld in Höhe von 192,00 € für das erste Kind reicht hier vorne und hinten nicht aus. Je nachdem in welchem Bundesland man lebt, fällt eine Pauschalgebühr für den Kindergarten an, gesplittet nach "Kinder unter 3 Jahren" und "Kinder über 3 Jahren". Logischerweise sind Kindergartenplätze für Kinder unter 3 Jahren teurer. In Bundesländern, wo Stundenbuchungen erfolgen müssen, kann eine Durchschnittsfamilie bereits mit 175,00 € Kindertagesstättenbeitrag rechnen (städtischer Kindergarten). Neben den Fixkosten, die monatlich zu bestreiten sind, kommen bereits im Kindergartenalter "Kleinzahlungen" hinzu, die aufgrund von Unternehmungen der Kindereinrichtung oder Getränkebeiträge etc. auftreten. Auch wenn diese Beträge eher gering erscheinen, so summiert sich der Betrag mit der Zeit.

 

Schulkinder stellen Ansprüche:

Endlich ist der Tag gekommen, an dem Ihr Sprössling mit 6 oder 7 Jahren in die Schule kommt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schauen Sie sich die Einschulungs-Zeremonie an, denn ab jetzt werden sich die monatlichen "Fixkosten" auf über 550,00 € (laut Bundesamt für Statistik) erhöhen. Neben der Tatsache, dass viele Hotels, Reisebusse und Co. ab jetzt nicht mehr kostenlos von den Kindern "genutzt" werden dürfen, wachsen auch die persönlichen Wünsche der Kinder. Medien, Spielzeug, coole Zimmerausstattungen, besondere Bekleidung, Unternehmungen und viele Dinge mehr müssen ja schließlich von irgendjemand finanziert werden. Hinzu kommt, dass Sie bereits jetzt beginnen sollten, ein kleines Taschengeld an Ihr Kind auszuzahlen, denn Ihr Kind muss langsam an das Thema Geld herangeführt werden.

Nicht unterschätzen sollte man außerdem, was die Freizeitaktivitäten und Hobbies von Kindern kosten. Von Sportverein über Musikinstrument, Panini-Album bis hin zu Computerspielen kommt einiges an Geld zusammen. Im Schnitt fallen 12-16 Prozent aller Kosten rund ums Kind für die Freizeitgestaltung an.

 

In der Pubertät gibt es neue Bedürfnisse:

Wenn Ihr Sprössling 13 Jahre alt wird, dann haben Sie nicht nur mit der einsetzenden Pubertät zu rechnen, sondern auch mit weiteren Erhöhungen der monatlichen Fixkosten für Ihr Kind. Über 650,00 € wird Sie Ihr Sprössling ab jetzt bis zum 18. Lebensjahr kosten, einbezogen hier Taschengeld, Bekleidungskosten, Wünsche Ihres Kindes, aber auch Handy, Führerschein und Co.

 

Endlich 18 Jahre alt:

Wenn Sie jetzt der Meinung sind, dass Sie "aus der Sache" raus sind, irren Sie gewaltig. Jetzt fängt der Spaß erst so richtig an, denn jetzt möchte Ihr Sprössling vielleicht das Abitur machen und ein Studium aufnehmen, so dass Studiengebühren, Sozialbeiträge und Fahrtkosten wiederum an Ihnen haften bleiben. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, denn die "persönlichen" Ausgaben des Kindes können eingedämmt werden, indem Ihr Kind selbst einen Nebenjob aufnimmt und mit diesem Geld Bekleidung, Freizeit und eventuell auch eine kleine Wohnung oder ein WG-Zimmer finanziert. Dennoch sind Sie zum Unterhalt verpflichtet.

 

Ausführliche Zahlen und Berechnungen finden Sie auf http://www.bz-berlin.de/ratgeber/kinder-sind-teuer-article457324.html und beim Bundesamt für Statistik.

 

Wie können Sie vorsorgen?

Es gibt mehrere Finanzverträge, die Ihnen und Ihrer Familie zugute kämen, daher möchten wir in diesem Zusammenhang nur einige Beispiele benennen und keinem persönlichen Beratungsgespräch bei Ihrem Finanzfachmann vorgreifen:

  • Sparpläne über Banken (kindsbezogen, wenn Ihr Sprössling 18 Jahre alt ist, hat er Zugriff auf die angesparten Gelder)
  • Bildungs- bzw. Ausbildungssparpläne und Versicherungen

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de