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3 Juli, 2012 - 10:06
 

Arbeiten im Home Office – die wichtigsten Regeln

Eine tolle Vorstellung: Papa arbeitet im Home Office und ist für seine Kinder mehr als nur ein Wochenend-Papa. Nicht nur die Vorstellung, auch die Realität kann toll sein – wenn die wichtigsten Grundlagen für die Arbeit im Home Office beachtet und klare Grenzen gesetzt werden.

© nyul - Fotolia.com

Das Home Office ist Verführung und Schrecken zugleich: Sich seine Arbeitszeit frei einteilen zu können, ist für viele ebenso erstrebenswert wie beängstigend, denn nahezu jeder kennt den Gegenspieler von Motivation und Leistungsbereitschaft – den inneren Schweinehund. Wer jedoch mit offenen Augen das Projekt Home Office angeht, der kann nur gewinnen: durch ein selbstbestimmtes Arbeitsleben und die Möglichkeit auch als vielbeschäftigter Papa ausreichend Zeit für die Kinder zu haben.

 

Ordnung im Tagesablauf muss sein

Ganz gleich, ob man als Tele-Arbeiter zu Hause für den Chef oder als Selbstständiger für die eigene Tasche arbeitet, eines muss klar sein: Es gibt auch im Home Office klare Arbeitszeiten und definierte Pausen. Wenn der Schwiegervater mal eben vormittags vorbeikommt, weil er sein neues Laptop nicht in Gang bringt, muss er warten bis nach Feierabend und wenn er noch so sehr das viel strapazierte Argument vorbringt: „Du hast doch Zeit, Du kannst Dir Deine Zeit doch selbst einteilen!“ Der Arbeitstag beginnt und endet zu bestimmten Zeiten. Das müssen Freunde und Verwandte ebenso respektieren wie die eigene Familie, insbesondere die Kinder – und natürlich allen voran Sie selbst. Nur dann, wenn Sie Ihre eigenen Arbeitszeiten konsequent einhalten, dann nimmt auch Ihr Umfeld Sie damit ernst. Und schneit eben plötzlich nicht einfach mal so herein.

 

Leistungsspitzen nutzen

Nicht jeder Mensch hat seine Leistungsspitzen in den üblichen Arbeitszeiten. Dies ist eine große Chance im Home Office: Wer abends, wenn die Kinder schlafen, zu Hochtouren aufläuft, kann sich dann den kniffligen Aufgaben zuwenden und dafür morgens eine Stunde später anfangen oder langweiliges erledigen.

 

Arbeit ist Arbeit – Pause ist Pause

Besonders bei der Arbeit im häuslichen Büro neigt man dazu, Pausen zu vernachlässigen. Da wird das Frühstück vorm PC verspeist und man hält nach Lust und Laune mittendrin ein Nickerchen. Besser ist auch hier, die Pausen klar zu definieren. Am besten dann, wenn sie in den Tagesablauf passen – sowohl in den der Familie als auch in den der Kunden, bzw. des Unternehmens. Wenn Sie von Ihren Kindern etwas haben möchten, sollte die Pause also nicht direkt in der Mittagsschlafzeit liegen. Auch dann, wenn erfahrungsgemäß die meisten Kunden oder Kollegen sich melden, ist die Zeit für eine Arbeitsunterbrechung ungünstig gewählt.

 

Das eigene Büro – Arbeitsbereich Home Office

Wer zu Hause arbeitet, braucht ein eigenes Büro. Wohn- und Arbeitsbereich sollten klar getrennt sein, für die Kinder ist Papas Büro eine Tabuzone, zumindest dann, wenn Papa nicht dabei ist. Während der Arbeitszeit schneit man auch nicht einfach so bei Papa herein – für kleinere und größere Kinder kann hier ein bildhaft deutliches „Bitte nicht stören!“ Schild an der Tür eine deutliche Grenze darstellen.

 

Richtig vernetzen

Kollegen, aber auch andere Kontakte braucht man besonders, wenn man als Telearbeiter oder selbstständig im Home Office arbeitet. Denn es gibt niemanden am Schreibtisch nebenan, den man fragen könnte. Die Verbindungen können per Telefon, leicht aber auch über Skype oder per Mail gehalten werden. Je mehr Kontakte man hat, umso besser.

 

Die Ausstattung im Büro zuhause

Im Büro sollte die Technik auf dem neuesten Stand sein und zuverlässig funktionieren. Wer als Tele-Arbeiter seinen Arbeitsplatz ganz oder teilweise ausgelagert hat, muss das beim Vorgesetzten durchsetzen. Denn nur wer sich nicht mit Pannen am Computer herumschlagen muss, kann effektiv arbeiten.

 

Büro-Outfit auch im Home Office

Eine gute Methode, wie man sich selbst, insbesondere sein Unterbewusstsein auf Arbeit einstellt, ist das Büro Outfit. Betritt man sein Home Office, dann trägt man nicht den schlabbrigen Jogginganzug, sondern ist so gekleidet, dass man auch tatsächlich mit dem Chef ein Meeting abhalten könnte.

 

Anspruch und Realität

So sinnvoll und hilfreich die genannten Tipps sind, so sieht die Realität oftmals anders aus. Dennoch sollte man als Home-Office-Worker immer versuchen, sich gut zu strukturieren, sowohl was die Arbeit selbst, als auch die Arbeitszeiten angeht. Generell würden die meisten Menschen, die sich einmal fürs Home Office entschieden haben, nicht mehr tauschen wollen: Denn die Freiheit, seine Zeit selbst einzuteilen und dafür niemandem Rechenschaft schuldig zu sein außer sich selbst ist unbezahlbar.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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