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3 November, 2012 - 11:31
 

Ohne Angst zum Doktor – entspannte Arztbesuche mit Kindern

Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, ein Loch im Zahn und der ein oder andere Notfall: Arztbesuche gehören zum Kinderalltag. Eltern und auch Ärzte können einiges dafür tun, dass der Gang zum Arzt entspannt bleibt und sich für die Kinder nicht zum Horrortrip entwickelt.

© Dan Race - Fotolia.com

Eltern sollten immer bedenken, dass ein Kind sich in unbekannten Situationen an der Gefühlswelt seiner Bezugspersonen orientiert. Gehen die Eltern angstvoll zum Arzt, dann bekommt auch das Kind Angst. Versuchen Sie also, sich möglichst unbeschwert oder zumindest neutral zu fühlen, wenn Sie mit dem Kind zum Arzt gehen. Dies ist beim Kinderarzt wahrscheinlich noch eine leichte Übung, kann aber beim Zahnarztbesuch zur echten Herausforderung werden. Trotzdem gilt: je positiver Sie dem Arztbesuch gegenüber stehen, desto weniger Angst und Unbehagen empfindet Ihr Kind.


Auswahl des Arztes

Egal ob Zahn- oder Kinderarzt, sowohl Sie als auch Ihr Kind sollten sich beim Mediziner Ihrer Wahl gut aufgehoben fühlen. Als Anhaltspunkte können folgende Fragen dienen:

  • Nimmt der Arzt sich Zeit für ein ausführliches Vorgespräch, hört er zu und nimmt Ihre Befürchtungen ernst?
  • Spricht er Fachchinesisch oder erklärt er medizinische Dinge so, dass sie auch für Laien verständlich sind?
  • Wie geht er auf Ihr Kind ein? Behandelt er es respektvoll und fragt es auch selbst nach seinen Beschwerden?
  • Ist die Praxis kinderfreundlich gestaltet?
  • Wie lange sind die Wartezeiten, wie gut sind Termine organisiert?
  • Macht der Arzt notfalls auch Hausbesuche?

Meist stehen in der Umgebung mehrere Ärzte zur Auswahl und da ein Besuch beim Arzt nur erfolgreich sein kann, wenn das Kind sich wohl fühlt und kooperiert, lohnt es sich, eine Weile nach dem passenden Arzt zu suchen.


Das sollten Sie immer dabei haben

Bei jedem Arztbesuch müssen folgende Unterlagen mitgebracht werden:

  • Krankenversicherungskarte
  • U-Untersuchungsheft
  • Impfpass

Für die Wartezeiten und eventuell zur Ablenkung während der Behandlung eignen sich Lieblings-Geschichtenbücher und das Lieblingskuscheltier. Bei kleineren Kindern sollten die Wickelutensilien immer dabei sein und auch etwas zu trinken und zu essen.


Ehrlich währt am längsten – Vorbereitung auf den Ernstfall

Den Besuch beim Kinderarzt kennen die Kleinen von Anfang an. Die Vorsorgeuntersuchungen sind gleichzeitig Übung für den Ernstfall, denn dann kommt das Kind zumindest nicht mehr in eine ganz und gar unvertraute Umgebung. Dasselbe sollten Sie beim Zahnarzt versuchen. Nehmen Sie Ihr Kind zu den eigenen Vorsorgeterminen mit. Anfangs kann es nur zuschauen, irgendwann sollte es sich dann selbst in den Mund sehen lassen.

Gerade bei unangenehmen Behandlungen sollten Sie Ihrem Kind vorher Bescheid sagen, es könnte sich sonst „ausgetrickst“ fühlen und das Vertrauen zu Ihnen verlieren. Erklären Sie dem Kind so genau wie möglich, warum eine eventuell schmerzhafte Behandlung nötig ist. Versichern Sie ihm, dass Sie es nicht allein lassen werden.


Wann man unbedingt zum Arzt gehen sollte

Abgesehen von den regulären Vorsorge-, Kontroll- und Impfterminen ist meist eine Erkrankung oder ein Notfall der Grund für einen Arztbesuch.


In diesen Situationen sollten Sie nicht zögern, den Kinderarzt aufzusuchen:

  • Sie können die Krankheitssymptome nicht deuten.
  • Sie haben ein schlechtes Gefühl.
  • Heftige Beschwerden, wie zum Beispiel hohes Fieber, starke Blutungen oder große Schmerzen.
  • Bei der Verschlimmerung von eigentlich harmlosen Infekten.


Eine positive Grundeinstellung und das entsprechende Einfühlungsvermögen helfen Ihrem Kind, auch beängstigende Arztbesuche gut zu überstehen. Trösten Sie Ihr Kind, wenn es weint, seien Sie ihm ein Rückhalt und natürlich darf nach der Behandlung auch das entsprechende Lob nicht ausbleiben.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de