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17 Mai, 2014 - 09:40
 

Schwimmen lernen

Die meisten Kinder lieben Wasser und sind dort voll in ihrem Element. Umso wichtiger ist es, dass sie frühzeitig schwimmen lernen, damit sie sich dort sicher bewegen können. Die erforderliche Technik lernt Ihr Kind entweder im Schwimmkurs oder bei den Eltern.

© Eric Isselée - Fotolia.com

Schwimmkurse für Kinder gibt es von verschiedenen Anbietern. Damit Ihr Kind wirklich Spaß am Schwimmen lernen hat, sollten Sie, bevor Sie Ihr Kind anmelden, am besten eine Probestunde mitmachen oder einfach einmal bei einer Stunde zuschauen. Denn sowohl Sie als auch Ihr Kind müssen sich in dem Kurs und vor allem auch mit dem Schwimmlehrer wohlfühlen.


Schwimmkurse

Wenn Sie Ihr Kind zu einem Schwimmkurs schicken wollen, ist meist die örtliche Badeanstalt die erste Anlaufstelle. Je nach Jahreszeit werden in Frei- und Hallenbädern Schwimmkurse angeboten, die in der Regel von den dortigen Bademeistern angeboten werden. In größeren Städten gibt es darüber hinaus meist Vereine (zum Beispiel die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft - DLRG) oder privater Schwimmlehrer, die entsprechende Kurse anbieten. Ein guter Schwimmkurs sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Ein Schwimmkurs sollte ein klares Endziel haben. Bei Schwimmanfängern ist dies zum Beispiel das „Seepferdchen“, das erste Schwimmabzeichen.
  • Pro Kurs sollten etwa 10 bis 12 Übungseinheiten angesetzt werden, die einzelne Schwimmstunde sollte etwa 30 Minuten dauern.
  • Pro Gruppe sollten die Kinder etwa gleichaltrig sein, die Gruppenstärke für Nichtschwimmerkurse sollte nicht mehr als acht Personen betragen.
  • Ein Schwimmlehrer sollte über den gesamten Kurs als Bezugsperson anwesend sein, das ist besonders für kleinere Kinder wichtig.
  • Der Schwimmlehrer muss qualifiziert und in der Lage sein, die Kinder zu steuern und fachkundig anzuleiten, Lob und Ermutigung sind die bevorzugten pädagogischen Mittel.
  • Zum Schwimmkurs gehört nicht nur das bloße Schwimmen lernen, auch die wichtigsten Baderegeln müssen vermittel werden.

Das optimale Alter für einen Schwimmkurs ist fünf Jahre. Kleinere Kinder sind meist noch nicht kräftig genug, um sich über Wasser zu halten und haben auch oft noch Probleme mit der motorischen Umsetzung der Schwimmbewegungen. Das Brustschwimmen lernen die Kleinen frühestens mit sechs Jahren. Jüngere Kinder können aber bereits Kraulen oder Rückenschwimmen, die sogenannten Wechselschlagschwimmarten, erlernen.


Schwimmen lernen mit den Eltern

Wenn Sie selbst gut und sicher schwimmen, keine Angst vor dem Wasser haben und die nötige Geduld und Zeit aufbringen, können Sie Ihrem Kind das Schwimmen auch selbst beibringen. Bei den Schwimmübungen müssen Sie darauf achten, dass Sie Ihr Kind in kleinen Schritten ans Schwimmen heranführen und es nicht körperlich oder mental überfordern.

Für den Anfang hilft es Ihrem Kind, wenn es Arm- und Beinbewegungen getrennt üben kann. Hier hilft ein Schwimmbrett, das entweder gehalten wird (das Kind übt die Beinbewegungen) oder die Beine über Wasser hält, so dass Ihr Kind die Armbewegungen üben kann. Als Hilfsmittel können hier auch Schwimmgürtel benutzt werden. Diese sind mit Styroporblöcken bestückt, die nach und nach entfernt werden können.

Meistens geht es allerdings im Schwimmkurs leichter: Autoritätsrangeleien mit den Eltern entfallen dort, der Schwimmlehrer hat die richtige Lernmethode und viel Erfahrung und außerdem macht das Schwimmen lernen in der Gruppe den Kindern in der Regel doppelt Spaß.


Wann können Kinder sicher schwimmen?

Etwa 20 Übungsstunden sind erforderlich, bis Ihr Kind einigermaßen sicher schwimmt. Allerdings ist dies nur der erste Schritt zur Sicherheit im Wasser. Denn wie bei anderen Fertigkeiten auch, hat Ihr Kind nun zwar das technische Handwerkszeug, Kraft und Erfahrung fehlen ihm allerdings noch. Also heißt es für Eltern nachwievor aufpassen, denn auch ein Kind, das bereits schwimmen kann, kann in gefährliche Situationen geraten: Es schwimmt zu weit hinaus und die Kräfte verlassen es oder es bekommt im Wasser einen Krampf und kann sich nicht mehr über Wasser halten.

Daher sollten Sie Ihre Kinder auch weiterhin beaufsichtigen und immer wieder gemeinsam mit ihnen üben.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de