Skip to main content

Suche

30 Oktober, 2017 - 09:15
 

40 Erinnerungen an das Leben vor den Kindern

Den meisten Eltern kommt die Zeit vor den Kindern in etwa so weit entfernt vor wie die vor dem Smartphone oder dem mobilen Internet. Man erinnert sich, dass es sie gab, aber man vergisst, wie es damals war. Die Erinnerungen verschwimmen mit der Zeit. Aus diesem Grund haben wir 40 Erinnerungen an die Zeit vor den Kindern zusammengetragen, die fast alle Eltern teilen.

© khosrork - Fotolia.com

Wenn Eltern erschöpft zusammensitzen, kommen ab und zu Erinnerungen an die Zeit „vor den Kindern“ hoch – als ob mit den Kids eine andere Zeitrechnung begonnen hat. Und das ist ja auch tatsächlich so.

Wir haben uns bemüht, unsere Erinnerungen an die Zeit vor Kindern einmal zusammenzutragen, damit sie nicht ganz in Vergessenheit geraten. Wir sind auf über 40 Punkte gekommen, in denen das Leben schon sehr viel anders war. Ein bisschen Wehmut kam dabei hoch, aber das ist auch okay, finden wir.


Als man noch keine Kinder hatte …

Konnte man selbst entscheiden, wann man am Wochenende aufstand – und fand das ganz normal.

Weihnachten war oft langweilig.

Man hatte man zum Rest der Familie viel weniger Kontakt. Familientreffen empfand man oft als nervig bis überflüssig.

Man ging man am Wochenende abends weg und hat gefeiert, ohne an den nächsten Tag zu denken.

Man hatte nur Verantwortung für sich selbst.

Wenn man mit der Partnerin (bzw. dem Partner) Stress hatte, dann ging man sich eine Weile aus dem Weg und sprach auch nicht mehr miteinander (als Eltern wirklich keine gute Idee).

Im schlimmsten Fall trennte man sich voneinander. Das sorgte zwar für etwas Liebeskummer, aber das war in den meisten Fällen das größte Problem.

Man hatte am Wochenende Zeit zum totschlagen – nur für sich selbst.

Samstags ging man häufig mal shoppen, weil man da in Ruhe Zeit hatte (das Gedränge in der Innenstadt lassen wir mal außen vor).

Man hatte genügend Geld, um sich – ja, sich selbst – etwas zu kaufen.

Der Nachtschlaf war planbar.

Zumindest am Wochende konnte man auch entscheiden, wann man aufstand.


Ohne Kinder war man für den Dreck in seiner Wohnung selbst verantwortlich.


Man konnte Sachen in der Wohnung liegenlassen – egal, ob potentiell gefährlich oder moralisch bedenklich.

Irgendwie ging weniger kaputt.

Die Kleidung blieb meistens einen ganzen Tag lang sauber.

Mikrowelle, Waschmaschine, Trockner und Geschirrspülmaschine waren einfach nur Haushaltsgeräte und kein elementarer Fixpunkt des Familienlebens.

Man hatte noch keine Rückenschmerzen vom Tragen des Kindes und noch keine trockenen Hände vom vielen Händewaschen.

Das Smartphone und den Fernseher musste man nicht mit anderen teilen.

Die Partnerin bzw. den Partner auch nicht.

Man konnte Sex haben, wann man wollte und wo man es in der Wohnung wollte – ohne Rücksicht auf Dritte.

Im Urlaub fuhr man dorthin, wo man selbst hinwollte – und nicht dahin, wo es mit den Kindern passt.

Dabei plante man oft nicht viele Monate im Voraus.

Man reiste auch mal in Blaue hinein und entschied spontan.

Der Urlaub war Erholung.


Unter Wellness verstand man einen Gang in die Sauna, zur Kosmetikerin oder ins Wellnesshotel und nicht, 20 Minuten im Bad seine Ruhe zu haben.

Man hatte ZEIT für sich – für Sport und Freunde, einen Besuch im Kino oder ein Buch, aber auch für unnütze Gedanken und überflüssige Sorgen..

Ein Abend auswärts musste nicht generalstabsmäßig geplant werden.

Man bekam die Geschlechtsteile des Partners häufiger zu Gesicht als die von ein paar Kindern.

Beim Kauf eines Autos war der Spaßfaktor wichtiger als die Größe des Kofferraums.

Gefährliche Hobbies waren noch kein Problem.

Man verbrachte viel mehr Zeit mit Menschen, die keine Kinder hatten.

Man wusste genau, welche Songs angesagt waren und welche Filme im Kino liefen.

Am Ende des Jahres hatte man häufig noch Urlaub übrig, den man nicht verbraucht hatte.

Man war nicht ständig krank oder zumindest viel seltener beim Arzt.

Man konnte sich zu Hause benehmen wie man wollte und musste sich höchstens vor der Partnerin rechtfertigen.

Es war einem nicht bewusst, dass Dinge wie KiTa-Mangel, Sprengel, U-Untersuchungen oder Hand-Mund-Fuß überhaupt existieren.

Der persönliche Planungshorizont reichte meist nur bis zum nächsten Urlaub.

Man hatte keine Ahnung, wie nah es einem geht, wenn das eigene Kind vor Schmerzen schreit.

Man hatte keine Ahnung, wie gut es sich anfühlt, wenn man vom eigenen Kind angelächelt wird.

Man hatte noch keine Vorstellung davon, wie tief und selbstlos die eigene Liebe sein kann.

Und schließlich: Man hatte den Sinn, wofür das alles gut sein soll, noch nicht gefunden.


Zusammengefasst: man hatte früher eine ganze Menge Freiheiten, die man gar nicht so zu schätzen wusste. Darüber hinaus war man nur für sich selbst verantwortlich – und dadurch auch ab und zu etwas verantwortungslos. Damals war das auch okay so.

Unter uns – das Ganze hatte seine schönen Seiten, war aber doch irgendwie langweilig, oder?

Wir im Club der Väter und Mütter haben doch ein Kapitel in unserem Leben aufgeschlagen, das Kinderlose so gar nicht kennen. Die wissen ja gar nicht, welche Achterbahnfahrt der Gefühle sie verpassen, findet Ihr nicht?

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de