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13 Januar, 2017 - 15:41
 

Ausschlafen am Wochenende – nichts schwieriger als das!

Der Großteil der Eltern kann ein Lied davon singen: Während die Kleinen wochentags morgens nur schwer aus dem Bett zu bringen sind, stehen sie ausgerechnet am Wochenende um sechs Uhr morgens topfit auf der Matte und rufen nach Aufmerksamkeit, Frühstück und Spaß.

© Valua Vitaly - Fotolia.com

Warum dies bei vielen Kindern so ist, ist ein nachwievor ungelöstes Phänomen. Vielleicht liegt es an der Freude, den ganzen Tag mit den Eltern verbringen zu können oder an der ungewohnten morgendlichen Ruhe, die am Wochenende in der Wohnung herrscht. Eine Lösung dafür, dass ein Kind am Wochenende länger schläft, gibt es nicht. Trotzdem gibt es einige Maßnahmen, die den Eltern zumindest noch ein bisschen Ruhe am Morgen gönnen.


Abwechselnd ausschlafen

Dies ist die einfachste Lösung. Wacht das Kind morgens auf, dann kümmert sich Mama um die Versorgung und Bespaßung, während Papa noch ein oder zwei Stunden weiterschlafen darf. Nach der Frühschicht kann sich dann eventuell die erschöpfte Mama noch ein bisschen ausruhen. Am nächsten Wochenende geht es dann andersherum. Diese Lösung praktizieren viele Eltern und sind zufrieden damit. Wenn ein Elternteil sowieso Frühaufsteher ist, erleichtert das die Sache natürlich noch, denn dann fällt das Aufstehen gar nicht so schwer.

Wenn es gar nicht so sehr ums Ausschlafen, sondern mehr darum geht, morgens noch gemütlich im Bett zu bleiben, dann kann das Kind einfach mit hinein kommen. Während Papa vorliest, döst Mama noch ein bisschen vor sich hin und nach der Geschichte stehen dann alle gemeinsam auf.


Spät ins Bett – lange schlafen?

Diese Methode haben die meisten Eltern schon versucht und fast durchweg die gleichen Erfahrungen gemacht. Lässt man ein Kind am Freitag oder Samstagabend extra lange auf in der Hoffnung, dass es am nächsten Morgen mal ausschläft passiert in der Regel folgendes: Das Kind wacht zur gewohnten Zeit, manchmal sogar noch früher, auf und ist den ganzen Tag quengelig und schlecht gelaunt, weil es zu wenig Schlaf bekommen hat. Muss es dann – entgegen seiner Gewohnheit – einen Mittagsschlaf machen, ist es abends wieder nicht ins Bett zu bekommen und der nächste Tag verläuft ähnlich anstrengend. Bei manchen Kindern klappt diese Methode allerdings zum Glück für die Eltern sehr gut.


Beschäftigungen fürs Kind

Etwas größere Kinder beschäftigen sich manchmal schon morgens eine Weile alleine. Vor allem, wenn ein Geschwisterkind da ist, sind den Eltern noch einige Minuten im Bett vergönnt, während die Kinder miteinander spielen. Bei Einzelkindern kann ein Hörspiel die Zeit vertreiben. Vielleicht kann das Kind dabei mit im Bett der Eltern sein. Während eine Geschichte auf dem CD-Player läuft (vielleicht sogar über den Kopfhörer), schlummern die Eltern sanft weiter und das Kind kuschelt sich gemütlich mit ins Bett und ist beschäftigt. In Ausnahmefällen kann ein Kind auch mal einen Film oder das Kinderfernsehprogramm am Morgen sehen. Allerdings sollte dies die Ausnahme bleiben, da der Fernsehkonsum schnell zur Gewohnheit wird. Außerdem können Eltern nicht kontrollieren, was ihr Kind sieht und wie es auf Eindrücke und Informationen reagiert. Dies ist besonders bei Kleinkindern wichtig.


Aufstehregeln am Wochenende

Kinder ab sechs Jahren sollten sich schon eine Zeitlang alleine beschäftigen können. Am Wochenende können Regeln gelten, wann die Eltern geweckt werden dürfen. Leicht ist das, wenn die Kinder die Uhr schon kennen, ansonsten kann man verschiedene Orientierungspunkte vereinbaren:

 

  • Wenn es hell wird (nicht so günstig im Sommer).
  • Wenn die Kirchturmglocken läuten.
  • Wenn der erste Bus an der Haltestelle vor dem Haus hält.

Daran kann man ein Kind gewöhnen und es kann sich auch daran halten. Allerdings nur für eine begrenzte Zeit. Gemeinsam ausschlafen bis zum Mittag bleibt für Eltern kleiner Kinder vorerst ein schöner Traum. Es sei denn, die Kinder haben Freude daran, ab und zu bei den Großeltern zu übernachten…

 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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