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8 Januar, 2015 - 09:53
 

Das Baby ist da – Harte Zeiten für Eltern

Endlich ist es da. Die Geburt des Babys wurde lange Zeit ersehnt und zum Ende hin konnte man den Entbindungstermin kaum mehr erwarten. Nach der ersten Euphorie kehrt wieder Alltag ein und damit meist auch großer Stress. Die Nerven liegen blank – Vaterfreuden gibt Tipps für diese aufregende Zeit.

© klickerminth - Fotolia.com

In einer Umfrage, die die Zeitschrift „Baby und Familie“ in Auftrag gegeben hat, geben knapp 32% der Eltern (Väter und Mütter) an, sie wären im ersten Jahr nach der Geburt extrem gestresst gewesen und hätten häufig gestritten. In einigen Fällen war der Familienzuwachs sogar das aus für die Beziehung. Dieser kräftezehrenden und negativen Entwicklung lässt sich durch einige Tipps und Tricks vorbeugen.


Achtung Ausnahmezustand

Besonders nach der Geburt des ersten Kindes befindet sich die junge Familie im totalen Ausnahmezustand. Auf einmal ändert sich alles und das in vielen Bereichen nicht zum Positiven. Schlaflose Nächte und stundenlanges Babygeschrei zehren an den Nerven, eine überforderte und vielleicht sogar depressive Partnerin macht vielen Männern jetzt zusätzlich Sorgen. Was einmal eine glückliche Partnerschaft war, scheint in den ersten Monaten mit dem Baby zur reinen Elternschaft zu verkümmern. Die Zeit zu zweit bleibt auf der Strecke. Um diese Zeit zu überstehen, ist es hilfreich, sich zum einen auf das Nötigste zu beschränken, zum anderen aber auch möglichst bald eine Struktur in den Alltag zu bringen. Für die jungen Mütter bedeutet das, ihre Prioritäten auf das Baby und die Haushaltung mit den eigenen Kräften zu konzentrieren. Um den Haushalt und die Wäsche sollen sich andere kümmern – zum Beispiel der Partner – Mütter sollten lieber die Pausen, die das Baby macht nutzen, um sich selbst auszuruhen. Für Sie als Vater bestehen die Aufgaben darin, Ihrer Partnerin so viel wie möglich abzunehmen, auch dann, wenn Sie selbst berufstätig sind. Besonders wichtig ist jetzt, ihr keine Vorwürfe zu machen und die eigenen Erwartungen herunterzuschrauben.


Herausforderung für die Partnerschaft

Ein Baby ist eine Prüfung für jede Ehe und Beziehung. Gerade durch die so wichtige Rücksichtnahme in den ersten Wochen kommt beim Mann irgendwann Frust, mitunter sogar Eifersucht auf. Wenn sich diese Gefühle einstellen, ist es höchste Zeit, sich auch wieder um die Partnerschaft zu kümmern. Dazu gehört vor allem auch, dass Ihre Partnerin sich wieder als Frau und nicht nur als Mutter fühlen kann. Verschaffen Sie ihr einen Nachmittag im Café mit der besten Freundin oder einen Wellnesstag. Und planen Sie so bald wie möglich wieder Zeit zu zweit ein. Die Großeltern oder ein engagierter Babysitter können sich in der Zeit um das Baby kümmern. Bei diesen Auszeiten von der Elternschaft sollten Sie aber nicht zu hohe Erwartungen haben. Anfangs geht es vielleicht einfach nur darum, die Zeit ohne Baby als Erholungszeit zu genießen und einfach abzuhängen. Action, Spaß und vor allem Sex sind oft erst etwas später dran, wenn sich die Erschöpfung der ersten Monate mit Kind gelegt hat.


Besonders wichtig: Die Arbeitsteilung

Schon vor der Geburt sollten Sie mit Ihrer Partnerin die Arbeitsteilung besprechen. In der Regel ist die Frau zuhause, der Mann geht gleich oder nach kurzer Zeit wieder arbeiten. Auch das bedeutet Stress - das sollte Ihre Partnerin unbedingt anerkennen. In Zeiten großer Belastung neigt man dazu, zu vergessen, dass andere Menschen auch ihre Last zu tragen haben. Besprechen Sie das möglichst vorher und klären Sie so realistisch wie möglich, was für Sie jeweils machbar ist, wenn das Baby da ist. Aufgaben, die sich nicht vernünftig verteilen lassen, wie den Wagen waschen, Fenster putzen oder die nächste Steuererklärung sollten Sie, wenn möglich einfach verschieben oder von jemand anderem erledigen lassen.


Holen Sie sich Hilfe!

Wenn sich herausstellt, dass Sie die Situation zu zweit einfach nicht packen, sollten Sie nicht zögern, sich Hilfe zu holen. Um einen Babysitter zu finden, ist zum Beispiel die Hebamme eine perfekte Ansprechpartnerin. Caritative Einrichtungen oder das Jugendamt können ebenfalls geeignete Personen vermitteln. Wenn der Haushalt allzu sehr auf der Strecke bleibt, denken Sie über eine Haushaltshilfe nach und wenn Ihre Beziehung unter der Situation wirklich leidet, empfiehlt sich eine frühzeitige Paarberatung. Für die Frauen ist eine Vernetzung in dieser Zeit besonders hilfreich. Animieren Sie Ihre Partnerin dazu, mit anderen Müttern Verbindung aufzunehmen. Dort findet sie Verständnis und Rat bei Problemen, bei denen Sie nicht weiterhelfen können.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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