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6 Mai, 2014 - 10:40
 

Die Eltern der Freunde meines Kindes – wenn es nicht passt

Spätestens im Kleinkindalter entwickeln unsere Kinder ihre eigenen Vorlieben, was Freundschaften angeht. Allerdings sind die Eltern der Kinderfreunde nicht immer automatisch auch sympathisch. Selbst wenn Sie mit anderen Eltern nicht klar kommen oder keine Lust auf Kontakte haben, können Sie schon mal eins: sich daran gewöhnen.

© Kitty - Fotolia.com

Will man seinen Kindern einen guten Umgang mit Anderen und gute soziale Kontakte vorleben, gehört dazu auch der freundschaftliche oder zumindest kollegiale Umgang mit anderen Eltern. Springen Sie über Ihren eigenen Schatten und geben Sie den anderen eine Chance. Es müssen ja nicht gleich die berüchtigten Busenfreundschaften entstehen. Genauer hinsehen sollten Sie dann, wenn Sie anderen Eltern Ihr Kind „überlassen“.

 

Eltern – Sozialkontakte als Zwangskontakte

Wir suchen uns unsere Freunde gerne selbst aus. Mit Kind sind dem allerdings Grenzen gesetzt, denn gerade bei Kleinkindern sind Eltern und Kind noch ein fest verschweißtes Doppelpack. Will Ihr Kind sich mit seinem Kindergartenfreund zum Spielen verabreden, dann müssen Sie in der Regel also mit. Während die Kleinen selig spielen, sitzen die Erwachsenen am Kaffeetisch und unterhalten sich entspannt. So sieht jedenfalls der Idealfall aus. Wenn Sie die Eltern nicht abkönnen oder umgekehrt, dann sieht das gemütliche Beisammensein weit weniger entspannt aus. Gezwungener Smalltalk oder peinliche Gesprächspausen, die ewig dauern, bestimmen Ihren Nachmittag - zusammen mit dem Gefühl, Zeit zu verschwenden. In den ersten Lebensjahren müssen Sie sich schlichtweg mit solchen Situationen abfinden und können nur hoffen, dass die Freunde Ihrer Kinder auch Ihre Freunde werden.

Allerdings hat in jeder Begegnung mit anderen Menschen jeder seinen Anteil daran, wie diese verläuft. Vielleicht ist es möglich, doch noch gemeinsame Themen zu finden und scheinbare Antipathien in ein tolerantes Nebeneinander zu verwandeln. Oft ist dies über gemeinsame Vorlieben möglich. Versuchen Sie herauszufinden, wo es gleiche Interessen gibt und Sie stellen vielleicht fest, dass Sie sich mit dem anderen Vater bestens über Autos oder Gartenarbeit oder jedes beliebige andere Thema unterhalten können.

 

Thema Nummer eins: Unsere Kinder

Wenn das Kind in den Kindergarten kommt - oft aber bereits schon in der Geburtsvorbereitung -entstehend Kontakte zu anderen Eltern und es gibt ein Hauptthema: Kinder. Frauen lieben alle Themen rund ums Kind in der Regel sehr und können endlos darüber reden, Männer tun sich in dieser Hinsicht oft etwas schwerer. Unter Ihresgleichen sind sie damit in bester Gesellschaft, treffen Sie auf andere Frauen – zum Beispiel in der PEKiP-Gruppe, auf dem Spielplatz oder beim Kinderarzt, dann geht den Männern oft recht schnell der Gesprächsstoff aus und sie verstummen genervt. Aufmerksam werden Männer häufig dann wieder, wenn es um Erfolge geht: Welches Kind kann zuerst und besonders weit laufen, welches hat bereits im zartesten Alter die ersten Wörter gesprochen usw. Dabei sollten Sie sich allerdings nicht mit den Müttern anlegen. Wenn auch nicht ganz so erfolgsorientiert wie die Väter, können sie es doch kaum ertragen, wenn andere Kinder toller sind als ihr eigenes.

 

Wenn die Kinder größer werden

Mit etwa vier bis fünf Jahren können Kinder ihre Freunde meist auch ohne elterliche Begleitung besuchen und die teilweise qualvollen Nachmittage verebben so langsam. Dafür gibt es jetzt andere Schwierigkeiten. Kinder in diesem Alter orientieren sich noch sehr am äußeren Umfeld und können sich kaum schützen. Wenn Sie Ihr Kind anderen Eltern „überlassen“, dann gehört es zur Aufsichtspflicht und Fürsorge, dass Sie auf Nummer sicher gehen. Sie sollten die Eltern kennen und einschätzen können. Besprechen Sie wichtige Regeln, die Ihr Kind kennt und teilen Sie den Eltern seine Besonderheiten mit. Gerade der erste Besuch sollte nicht allzu lange dauern, falls Ihr Kind sich nicht wohlfühlt und natürlich sollten Sie jederzeit und zuverlässig erreichbar sein. Im Anschluss an den Besuch sollten Sie kurz durchsprechen, wie es war und ob es Schwierigkeiten gab.

Falls Sie tatsächlich auf Eltern treffen, zu denen Sie absolut keinen Draht haben, Ihr Kind aber eine tiefe Freundschaft entwickelt, dann beißen Sie in den sauren Apfel. Die Zeiten, in denen Sie Ihrem Kind als Bodyguard bei Besuchen zur Seite stehen müssen, sind absehbar und kommen später niemals wieder. Also bleiben Sie gelassen und gönnen Sie Ihrem Nachwuchs die verspielten Nachmittage, auch wenn diese – scheinbar – auf Ihre Kosten stattfinden.

 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de