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23 Februar, 2013 - 20:19
 

Großeltern – Große Hilfe oder großer Nervfaktor?

Wer freut sich eigentlich mehr, wenn das Baby zur Welt kommt: Mama und Papa, oder Oma und Opa? Eines ist jedenfalls klar: Wenn aus Eltern Großeltern werden, rutscht die Verantwortung automatisch eine Generation nach hinten. Die Großeltern können sich nun mit Wohlwollen zurücklehnen und die Sahne vom Oma-und-Opa-sein abschöpfen: Wenn die Kinder mit dem Kindeskindern kommen, heißt es, das Leben mit dem Kleinen zu genießen und nach ein paar Stunden wieder Ruhe zu haben. Großeltern sein, muss großartig sein!

© Stefan Körber - Fotolia.com

Wir wohnen nicht allzu nah dran, an Oma und Opa und Oma und Opa 2. Deswegen bekommen die vier auch leider nicht allzu viel mit, von den gewaltigen Wachstumssprüngen, die ihr 7-monatiger Enkel momentan macht. Nachdem meine Mutter das letzte Mal bei uns war, lernt unser Sohn dieser Tage Krabbeln und Brabbeln, dreht sich um diverse eigene Achsen wie ein Weltmeister, hat das Stillen durch das Essen ersetzt, trinkt aus einem Glas, schläft durch, und vieles mehr. All das können unsere Großeltern väterlicherseits oft nur als Telefonbericht miterleben, was sehr schade ist – auch für das Kind.

 

Oma und Opa sind die größten…

Denn Großeltern sind gut für das Kind. Schon wir Eltern wollen ja nur das Beste für unsere Kinder, aber Großeltern sind für die Kleinen das Allergrößte: Von Oma und Opa gibt es Geschenke, Süßigkeiten und immer gute Laune. Großeltern und Enkel haben ein ganz besonderes Verhältnis und freuen sich immer aufeinander wie Schneekönige. Kein Wunder: Großeltern haben ja auch nicht mehr den Stress, den Kinder gerne mit sich bringen. Sie müssen nicht die Windel wechseln, Zimmer aufräumen, nicht bei den Hausaufgaben helfen, niemanden zum Sport bringen oder sich um das Taschengeld streiten. Spätestens, wenn die Enkel Jugendliche sind, sind Großeltern Rentner, haben viel Zeit, immer etwas Geld und viel Geduld für ihre Enkel übrig.
Die Enkel kennen von den Großeltern keine Hektik, keine Zankereien oder Ermahnungen, sondern verbinden mit ihnen wohlwollende Gelassenheit, Fürsorge und Spendierhosen.

Für die Eltern dagegen gibt es von den „Alten“ Vorwürfe, die als gut gemeinte Ratschläge getarnt sind oder immer diese Fragen, „warum kommt ihr so selten?“, „ihr besucht die anderen Großeltern viel öfter als uns!“, Generationenkonflikte „wie könnt ihr sie nur so rumlaufen lassen?!“, „ich will ihm aber die 20€ geben dürfen, wenn ich das will!“. Gerade, wenn Oma und Opa keine weiteren Enkel haben, konzentriert sich das besonders auf ein Elternpaar.
Von den Kindern haben die armen Eltern dabei natürlich keine Unterstützung zu erwarten. Das Verhältnis zwischen Jugend und Mittelalter ist zu sehr vom Familienalltag geprägt, um eine Front gegen Oma und Opa zu bilden.
Manchmal ist es für die Eltern dann fast, als würden die beiden Generationen neben ihnen unter einer Decke stecken! Sie verstehen sich so gut, dass es manchmal fast schon verdächtig scheint. Da ist es mitunter schwierig für die Eltern, nicht vor lauter Stress von beiden Seiten schreiend davon zu laufen.


…auch für Mama und Papa

Aber Eltern und Großeltern können auch an einem Strang ziehen. Denn Großeltern können durchaus auch eine große Hilfe sein, nicht nur für die Kinder, als Geschenkelieferanten, sondern auch als Unterstützung für die gestressten Eltern. Sie können ein Segen sein, wenn man abends auch mal wieder etwas als Paar unternehmen will. Dann freut man sich, wenn man die eigenen Eltern in der Nähe hat. Denn wem gibt man sein Kind lieber, als den eigenen Verwandten? Dann ist es natürlich von Vorteil, wenn Oma und Opa keine weiteren Enkel haben!

Und auch für die Kinder ist es schön, mal einen Abend bei Oma und Opa zu sein. Wahrscheinlich werden sie von vorne bis hinten verwöhnt, bespaßt und lieb gehabt, denkt man sich dann, während man mit der Partnerin mal wieder einen Abend in trauter Zweisamkeit verlebt und es sich auch mal wieder so richtig gut gehen lässt. Und Oma und Opa? Die freuen sich, dass sie ihre kleinen Goldstücke bei sich haben und genießen die Zeit ebenfalls. Alle freuen sich, dank Oma und Opa!

Wir ziehen jetzt bald wieder näher dran, an Oma und Opa 1+2. Sie freuen sich schon, denn dann können sie mehr am jungen Leben unseres Sohnes Teil haben. Bald sind Laufen, Sprechen und andere tolle Fähigkeiten soweit, erlernt zu werden. Und da wäre es doch schade, wenn das kleine Energiebündel nicht auch mal Omas Schränke ausräumen würde, oder nicht auch mal Opas Hund am Schwanz gezogen würde oder auch mal eine Taschengeldspende von den Großeltern käme.
Jedenfalls freuen sich alle aufeinander und das ist die Hauptsache!



Zum Weiterlesen:

http://www.eltern.de/familie-und-urlaub/familienleben/grosseltern-und-enkelkinder.html
 


Bücher zum Thema:
http://www.amazon.de/Gro%C3%9Feltern-Buch-Ratgeber-eine-besondere-Beziehung/dp/3831012105/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1276183852&sr=8-1

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Redaktion Vaterfreuden.de
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