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14 Juli, 2017 - 10:17
 

Single-Frauen mit Kind – Chance oder Risiko?

Endlich! Nach langer Suche haben Sie Ihre Traumfrau gefunden. Hübsch, intelligent und humorvoll – sie hat alles, was Sie sich gewünscht haben. Allerdings hat sie noch viel mehr – nämlich ein Kind. Wie sollten Sie als Mann damit umgehen?
Kein Patentrezept, dafür aber einige Gedanken zu dem Thema…

© Monkey Business - Fotolia.com

Unsere Zeit ist schnelllebig geworden – nicht nur, was den wissenschaftlichen Fortschritt anbelangt. Auch die Scheidungsraten in Deutschland erreichen von Jahr zu Jahr immer neue Rekordhöhen; dies gilt ebenso für das Ende der nicht-ehelichen Beziehungen.
Kein Wunder also, dass es tendenziell immer mehr Frauen ohne festen Partner gibt – dafür allerdings mit Kind(ern).

Für viele Männer gleicht das Abenteuer „ Frau mit Anhang“ einer Himalaya-Expedition – äußerst schwierig und mit höchst ungewissem Ausgang. Aber, seien wir mal ehrlich: Was ist heute schon noch sicher?  Richtig – gar nichts. Den Tod und die jährliche Steuererklärung mal ausgenommen.

Bei einer Single-Mama mit Kind sollten Sie als Mann jedoch einige Faktoren vorab bedenken und abschätzen können. Denn hier müssen Sie unter anderem zwei oder mehr Herzen gewinnen, um eine feste Partnerschaft aufbauen zu können. Aber der Reihe nach.

 

Was ist anders?

Nun, da Ihre Herzensdame bereits ein oder mehrere Kinder ihr Eigen nennt, sinken Ihre Chancen auf gemeinsamen Nachwuchs natürlich erheblich. Für die meisten Männer steht am Anfang einer neuen Partnerschaft zwar nicht die Familiengründung im Vordergrund – allerdings ist dieser Wunsch, zumindest unterbewusst, oftmals ein gewisser Entscheidungsgrund. Insofern gilt es für Sie also abzuklären, inwieweit Ihre Vorstellungen mit denen Ihrer neuen Partnerin übereinstimmen. Sie sollten dieses Thema zwar nicht übereilt anschneiden aber auch nicht zu lange damit warten.

Eine weitere Hürde könnte der leibliche Vater des Kindes sein. Viele alleinerziehende Mütter unterhalten noch ständigen Kontakt mit ihm, allein schon dem Kind zuliebe. Für Sie kann das bedeuten, dass Sie den biologischen Vater eventuell mehrmals in der Woche zu Gesicht bekommen, wenn er sein Kind besucht. Die Besuche könnten daher zu Eifersucht Ihrerseits führen, auch wenn Ihre Partnerin den Ex-Mann gefühlsmäßig abgeschrieben hat. Jeder Mann ist zwar in irgendeiner Form ein Konkurrent, aber doch besonders der, welcher die eigene Partnerin womöglich besser kennt als man selbst.

Und noch etwas ist anders. Frauen mit Kind haben natürlich viel weniger Zeit bzw. Freiraum als Alleinlebende. Feste Tagesabläufe sind bei Müttern oft die Regel und auch notwendig. Somit müssen Sie sich von vornherein darauf einstellen, dass es mitunter wenig Spielraum für Spontaneität gibt und romantische Augenblicke vielleicht sogar im unpassendsten Moment unterbrochen werden. Dies gilt besonders dann, wenn das Kind der Mutter noch klein ist.

Aber, Probleme hin - Probleme her; das alles werden Sie in Kauf nehmen, wenn Sie Ihre Traumfrau gefunden haben. Wichtig ist nur, zu akzeptieren und zu respektieren, dass Sie diese Frau eben nicht für sich alleine haben. Und dass da noch jemand ist, dessen Herz Sie gewinnen sollten, auch wenn das manchmal gar nicht so einfach ist…

 

Wie gewinne ich das Kind?

Keine Frage – der Weg zur Mutter führt (auch) über das Herz ihres Kindes.
Mutter und Kind bilden nun einmal eine Einheit und sind bereits eine kleine, verschworene Gemeinschaft. Das heißt natürlich nicht, dass Sie die väterliche Rolle übernehmen sollen, denn diese ist - hoffentlich -  durch den leiblichen Vater ausgefüllt.
Dennoch sollte der liebevolle Umgang mit dem Kind Ihrer neuen Partnerin auch für Sie selbstverständlich sein. Und insofern können Sie sich auch sicher sein, dass Ihre Angebetete dies mit Argusaugen beobachten wird, denn für sie ist das ein wesentliches Kriterium für den Fortbestand ihrer neuen Beziehung.

In vielen Fällen reagieren Kinder durchaus positiv, wenn die Mama wieder einen neuen Partner hat und sehen dies durchaus als familiäre Bereicherung. Allerdings nicht immer. In einigen Fällen wird der „Neue“ doch eher als Konkurrent und Eindringling empfunden. Eifersucht und die Angst vor negativen Veränderungen sind meist die Hauptgründe.

Ratsam ist in schwierigeren Fällen daher folgendes:

Bei kleineren Kindern funktioniert das Mittel der Bestechung (auch wenn das hart klingt) häufig noch wunderbar. Wer freut sich nicht über Süßigkeiten, ein Spielzeug oder einen Ausflug in den Zirkus? Erkundigen Sie sich einfach vorher, womit Sie dem Sprössling eine besondere Freude machen können. Sie werden sehen, schon bald ist das erste Eis gebrochen und der ersten gemeinsamen Partie „Mensch ärgere dich nicht“ steht nichts mehr im Wege.

Bei größeren Kindern ist die Situation schon etwas schwieriger. Erfahrungsgemäß kommt man hier mit einem Überraschungs-Ei als Mitbringsel nicht sehr weit.
Ein Laptop für den Sohn oder ein eigenes Pferd für die Tochter wären zwar probate Mittel, dürften allerdings den finanziellen Rahmen der meisten Männer sprengen (Zumal so ein Gaul noch sehr teuer im Unterhalt ist…).
Nein, Spaß beiseite, Sie sollen sich ja nichts erkaufen. Teenager sehen ihre Umwelt natürlich mit ganz anderen Augen als kleinere Kinder. Und so ist zu erwarten, dass gerade die Größeren Ihnen eventuell mit Distanz oder gar mit Ablehnung begegnen werden.  Hier ist also eher Zurückhaltung ihrerseits angesagt. Eine mögliche Zurückweisung Ihres Freundschaftsangebotes an das Kind  sollten Sie nicht allzu persönlich nehmen, denn dies kommt bei Teenagern nicht selten vor. Meist geben sich die Konflikte mit der Zeit und irgendwann kommt dann der Tag, an dem Sie ein richtiges Gespräch von Mann zu Mann (oder junger Frau) führen können. Diesen Tag sollten Sie nutzen, um auch über Ihre eigene Unsicherheiten oder Ängste mit dem Kind zu sprechen. Ehrlichkeit kommt immer gut an. Und genau dann ist auch der Zeitpunkt gekommen, Ihr Freundschaftsangebot zu erneuern.

Ob kleine oder größere Kinder, etwas sollten Sie unbedingt vermeiden – Aufdringlichkeit und Ungeduld. Mit Sätzen wie „Na, was wollen wir denn heute machen, Kumpel?“ oder „Jetzt erzähl doch mal was von dir, Süße!“ werden Sie ganz bestimmt auf Abneigung stoßen. Kinder haben feine Antennen und erkennen derart süßliche Heuchelei sofort. Besser ist es, dem Kind das Tempo der Annäherung selbst zu überlassen und es nicht unter Druck zu setzen. So geben Sie ihm auch das Gefühl, an der neuen Situation etwas mitbestimmen zu können und nicht nur einfach etwas hinnehmen zu müssen.

 

Letzte Worte

Auch wenn die Beziehung zu einer Frau mit Anhang vielleicht problematischer ist als zu einer Frau mit Single-Status ohne Kind, sollten Sie sich davon nicht beirren lassen. Eine Mama mit Kind(ern) ist immer noch vor allem eines - eine Frau. Und womöglich sogar die Frau, die Ihr Leben für immer verändert und es tausendfach bereichert. Nutzen Sie Ihre Chance – Garantien gibt es in einer Beziehung ohnehin nicht!

Also, nur Mut, Männer!

 

 

Zum Weiterlesen:
http://www.theologische-links.de/downloads/tabellen/scheidungen_eheschliessungen.html
http://www.eltern.de/familie-und-urlaub/familienleben/patchwork-familie.html

 


 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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