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5 Juli, 2013 - 00:23
 

Wer macht was – Sinnvolle Aufgabenteilung nach der Geburt

Wenn nach neun Monaten Schwangerschaft das Baby endlich da ist, verändert sich der Lebensrhythmus des Paares total und jeder Teil der frischgebackenen Eltern muss seine Aufgaben in dieser neuen Konstellation finden – bei der Aufgabenteilung sollten Geschlechterrollen völlig egal sein. Im Vordergrund stehen Zweckmäßigkeiten, die einen möglichst entspannten Alltag gewährleisten.

© Yanik Chauvin - Fotolia.com

Anstehende Aufgaben schon vor der Geburt klären

Solange das Baby nicht geboren ist, liegt die Verantwortung für die Sorge nahezu komplett bei der Mutter. Jetzt ist noch Zeit, sich Gedanken über die Zeit danach zu machen. Wer kann nach der Geburt welche Aufgaben übernehmen. Dabei sollten Sie hauptsächlich danach gehen, was Ihnen bzw. Ihrer Partnerin leicht fällt. Macht Ihnen das Wäsche waschen eigentlich gar nichts aus? Dann nehmen Sie Ihrer Partnerin diese Aufgabe doch einfach ab, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob das nun Frauensache ist oder nicht. Je klarer Sie sich absprechen, desto weniger Diskussionsbedarf gibt es später, wenn das Baby da ist. Sie können sich dann auf das schöne Ereignis konzentrieren.


Aufgaben, die nicht übertragen werden können

Einige Tätigkeiten bleiben trotz allem dem jeweiligen Elternteil vorbehalten. Das Stillen können Sie Ihrer Frau nicht abnehmen – anders liegt der Fall, wenn Ihr Baby das Fläschchen bekommt- und Ihre Partnerin kann schlecht für Sie arbeiten gehen, während Sie sich ums Baby kümmern. Dies sind aber schon fast die einzigen Punkte, in denen eine Aufgabenverteilung nicht möglich ist. Diese besonderen Anforderungen sollten von beiden Partnern berücksichtigt werden.


Die Hauptlast liegt bei der Mutter

Denken Sie daran, vor allem in den ersten Wochen und Monaten liegt die Hauptarbeit, die ein Baby macht, bei der Mutter. Selbst wenn Sie ebenfalls in den Genuss vieler schlafloser Nächte kommen: Ihre Partnerin stillt meist zusätzlich das Kind, ist noch von der Geburt geschwächt und hat nicht selten unter den Nachwirkungen der Hormonumstellung zu leiden. Das bedeutet für Sie als Vater, dass Sie eigene Gefühle und Bedürfnisse erst einmal zurückstellen sollten. Das Hauptaugenmerk liegt jetzt darauf, dass Sie und Ihre Partnerin mit Ihren Kräften haushalten.

Denken Sie ebenfalls daran, dass in den ersten Wochen nach der Geburt das Heben schwerer Gegenstände und starker Anstrengungen für Ihre Partnerin tabu sind. Unvorsichtiges Verhalten in dieser Phase stört die Rückbildung der Gebärmutter und kann zu inneren Verletzungen führen. Das heißt, der Getränkeeinkauf bleibt auf jeden Fall Ihnen vorbehalten.


Reden hilft tatsächlich

Nehmen Sie sich die Zeit mit Ihrer Frau zu reden, wenn das Kind versorgt ist und schläft. Tun Sie das, auch, wenn Sie beide noch so geschafft sind. Es ist wichtig für Ihre Partnerschaft. Fragen Sie Ihre Partnerin, wie sie sich fühlt, was ihr durch den Kopf geht. Sprechen Sie mit ihr darüber, was Sie ihr noch abnehmen können. Erfahrungsgemäß sehen Männer einige Dinge nicht oder sie sehen sie anders als Frauen – zum Beispiel, wenn es um das Thema Sauberkeit geht. Wenn Sie Ihre Frau nicht so unterstützen können, wie Sie es gerne tun würden (etwa, weil sie beruflich sehr eingespannt sind), dann überlegen Sie, ob Sie sich externe Hilfe holen – vielleicht kann die Schwiegermutter helfen, vielleicht wäre die Unterstützung durch eine Putzfrau sinnvoll.


Miteinander statt gegeneinander

Leider neigen viele Menschen gerade in stressigen Situationen zu Schuldzuweisungen. Grund dafür ist meist eine große Überempfindlichkeit und eine leicht „vernebelte“ Sicht der Dinge, die daraus resultiert, dass der Stress zur nervlichen Überlastung führt. Dabei ist es viel einfacher, miteinander zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Dies gilt bei einer neugegründeten Familie umso mehr, wollen doch alle Eltern ihrem Kind von Anfang an ein gutes Vorbild sein.

Geben Sie Ihrer Partnerin die Sicherheit, dass Sie die Herausforderungen, die das Kind mit sich bringt, gemeinsam als Team bewältigen werden. Bestätigen Sie sie, dass sie alles richtig macht, wenn sie Angst hat, ihrer Rolle nicht gerecht zu werden – dass es normal ist, dass die Wohnung zur Zeit schmutziger ist, dass es okay ist, wenn sie sich zur Zeit nicht so herrichtet wie früher und dass es ein provisorisches Abendessen auch tut. Zeigen Sie ihr, dass Sie sie lieben.
Eine Atmosphäre der Zuneigung, der Rücksichtnahme und des respektvollen Miteinanders schafft eine geborgene Umgebung für das Neugeborene – die Grundlage für eine gesunde Entwicklung von Geist und Seele.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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