Skip to main content

Suche

25 Oktober, 2017 - 22:55
 

Wenn sich Eltern scheiden lassen: hohe Gerichtskosten sind die Regel

Was hoffnungsvoll begann endet immer häufiger vor Gericht: nach Zahlen des statistischen Bundesamtes werden etwa 41 % aller deutschen Ehen geschieden. Nach durchschnittlich etwa 15 Jahren wird die Ehe im Durchschnitt beendet, was mit einem Anteil von 52 % etwas häufiger von den Frauen ausgeht. Abgesehen von dem menschlichen Leid welches mit der Beendigung einer Ehe einhergeht, fallen die Kosten durchaus ganz erheblich aus. Eine Rechtsschutzversicherung kann zumindest vor diesen Herausforderungen schützen, indem die Anwalts- und Gerichtskosten übernommen werden.

© js-photo - Fotolia.com

Hohe Kosten für die Scheidung einkalkulieren

Die Scheidung ist durchaus teuer, etwa 4.000 bis 5.000 Euro müssen mindestens einkalkuliert werden. In finanzieller Hinsicht sollte an dieser Stelle nicht gespart werden, denn bei dieser Auseinandersetzung geht es um den Versorgungsausgleich, die Zahlung von Unterhaltskosten sowie der Aufteilung von Werten, die während der Ehe angeschafft wurden. Wenn Sie bei dem Anwalt sparen, kann dies bei der Aushandlung dieser Verteilung für deutliche Nachteile sorgen. Die Kosten für das Verfahren richten sich dabei übrigens nach dem Verfahrenswert, der durchschnittlich bei etwa 15.500 Euro liegt. Wird um mehr Geld gestritten, erhöhen sich auch die Kosten in etwa proportional - Besserverdiener können häufig auch 8.000 oder 10.000 Euro einkalkulieren, wenn Regelungen für die Zeit nach der Ehe gefunden werden sollen (eine Beispielrechnung finden Sie unten). Diese hohen Kosten können die eigenen Finanzen ganz erheblich belasten, zumal der Haupternährer ohnehin zumeist hohe Unterhaltskosten tragen muss. Zudem sorgen in der Regel getrennte Haushalte für zusätzliche Aufwendungen.


Rechtsschutzversicherung kann Scheidungskosten übernehmen

Um zumindest die Kosten für eine solche Scheidung zu reduzieren, gibt es prinzipiell nur zwei Möglichkeiten: zum einen kann im Vorfeld ein Ehevertrag aufgesetzt werden, der auch eine Gütertrennung explizit regelt. Bei einer Scheidung fallen dann, sofern die Vereinbarungen im Vorfeld eindeutig unpräzise getroffen worden, nur die Kosten für das Gericht an. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass der Ehevertrag seinerseits nicht kostenfrei geschlossen werden kann, denn auch hier wirken üblicherweise Anwälte mit. Die Alternative besteht darin, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, die die Kosten für eine solche Scheidung trägt. Friendsurance fungiert als unabhängiger Versicherungsmakler, der unter anderem Rechtsschutzversicherungen von Versicherungspartnern anbietet, welche die Scheidungs-Komponente mit einschließen. Bei dem Abschluss einer solchen Police sollte darauf geachtet werden, welche Wartezeit Sie einkalkulieren müssen. Typischerweise vereinbaren die Versicherer eine Wartezeit von bis zu drei Jahren, was bedeutet, dass Sie erst nach diesem Zeitraum Leistungen beanspruchen können.


Mediation statt Gericht

Als dritter Weg zwischen hohen Scheidungskosten und Ehevertrag wird immer häufiger übrigens eine Mediation in Anspruch genommen. Zwar werden Ihnen in Deutschland grundsätzlich vor Gericht geschieden, weshalb Sie die entsprechenden Kosten in jedem Fall tragen müssen. Dennoch wird es deutlich günstiger, wenn die eigentliche Auseinandersetzung um die gemeinsamen Werte nicht ebenso vom Richter entschieden werden muss. Eine Mediation versucht in einem offenen Gespräch eine einvernehmliche Lösung zu finden, damit allen Beteiligten die gerichtliche Auseinandersetzung erspart bleiben kann. Die Mediationskosten werden von vielen Versicherern mittlerweile übernommen, weil dies die Kosten einer Scheidung üblicherweise deutlich senkt.


Fazit: im Zweifel hilft nur eine gute Versicherung

Es zeigt sich am Ende also: die Scheidungsquote ist in Deutschland unverändert hoch - fast jede zweite Ehe wird vorzeitig aufgelöst, was häufig in einem belastenden und teuren Gerichtsverfahren geschieht. Ein Ehevertrag kann dem ebenso entgegenwirken wie eine Mediation, die eine einvernehmliche Trennung zum Ziel hat. Ist beides keine Option, sollte eine Rechtschutzversicherung gewählt werden, die die Kosten für eine Scheidung übernimmt.

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness