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24 März, 2016 - 08:49
 

Die richtige Geburtsklinik – woran werdende Eltern denken sollten

Schon relativ früh in der Schwangerschaft sollten sich werdende Eltern mit der späteren Entbindungsklinik auseinandersetzen. Dies gilt vor allem im städtischen Raum - der Andrang an die Kliniken ist dort groß. Mit unserer Checkliste können Sie genau überprüfen, ob die gewählte Geburtsklinik für Sie die richtige ist.

© sante75 - Fotolia.com

Die Anmeldung in der Klinik kann bereits ab der 13. Schwangerschaftswoche erfolgen, dann gilt die Schwangerschaft medizinisch als stabil. Eine frühe Anmeldung ist vor allem wichtig, wenn die Geburtsklinik besonders beliebt ist. Ist der Entbindungstermin bereits ausgebucht, gibt es Wartelisten oder gleich eine Absage. Ebenso frühzeitig sollten Sie sich übrigens im Geburtshaus anmelden. Dort sind die Plätze noch beschränkter.


Erster Check – der Informationsabend

Fast alle Kliniken bieten einen Informationsabend oder die Möglichkeit zu einer Begehung an. Besucht Ihre Partnerin einen Geburtsvorbereitungskurs bei einer Hebamme, hat diese die nötigen Informationen oder organisiert den Termin sogar für die ganze Gruppe. Dies gilt besonders, wenn Sie das Glück haben, eine der selten gewordenen Beleghebammen zu ergattern. Diese Hebammen arbeiten in vielen Fällen freiberuflich und begleiten die Frauen während der Schwangerschaft sowie zur Geburt mit ins Krankenhaus und helfen dem neuen Familienmitglied ins Leben. Am Informationsabend selbst erfahren Sie viel über die Klinik. Mit folgendem Fragenkatalog können Sie fehlende Infos gleich an Ort und Stelle abfragen, bzw. überprüfen:

  • Wie viele Entbindungsräume stehen in der Klinik zur Verfügung, bzw. wie viele Frauen können gleichzeitig entbinden?
  • Wie viele Frauen in der Entbindungsstation werden von einer Hebamme betreut?
  • Sind die Kreißsäle mit alternativen Möglichkeiten wie Geburtswanne, Gebärhocker oder Gebärseil bzw. Sprossenwand ausgestattet?
  • Gibt es Standardprozeduren wie Rasur, Einlauf oder das Zufüttern des Neugeborenen kurz nach der Geburt und Standardbeobachtungen des Babys in der Kinderabteilung?
  • Gibt es Statistiken zu Dammschnittrate (diese sollte möglichst nicht über 20 % liegen), Kaiserschnittrate, Zangen- und Saugglockengeburten und Geburtseinleitungen?
  • Ist ein Kaiserschnitt nötig, wird dieser unter PDA (örtliche Narkose) durchgeführt und ist zu jeder Zeit ein Anästhesist für diese Narkoseform im Krankenhaus verfügbar?
  • Wie lange darf man nach der Geburt im Kreißsaal bleiben? Je länger umso besser, denn das bedeutet wertvolle Zeit fürs erste Bonding mit dem Baby.
  • Gibt es aktive Stillförderungen durch Stillberaterinnen und andere Maßnahmen?
  • Ist immer ein Kinderarzt im Haus (auch nachts)?
  • Wie lange ist die übliche Aufenthaltsdauer für Mutter und Kind nach der Geburt?
  • Welche Unterstützungen bietet die Klinik den Müttern direkt nach der Geburt bei der Kinderbetreuung?
  • Wie sehen die Zimmer für Eltern und Kind aus? Gibt es Familienzimmer? Wie ist das Essen für die Mutter?
  • Wird für das Baby 24 Stunden „Rooming-In“ angeboten – das heißt, das Baby darf die ganze Zeit bei der Mutter bleiben?
  • Hat das Krankenhaus die Zertifizierung „Babyfreundliches Krankenhaus“?


Das Gefühl entscheidet mit!

Letztendlich ist die Entscheidung für eine Geburtsklinik auch Gefühlssache – und dabei geht es um das Gefühl Ihrer Partnerin, der werdenden Mutter. Sie muss sich wohlfühlen und auch wenn es sachliche Unbequemlichkeiten wie zum Beispiel einen langen Anfahrtsweg gibt, sollte der Wunsch der Schwangeren auf jeden Fall den Vorrang bei der Auswahl haben. Fühlt sie sich bereits am Infoabend gut aufgenommen und betreut, herrscht eine positive Grundeinstellung zum Krankenhaus und seinem Personal, dann hat Ihre schwangere Partnerin wahrscheinlich die richtige Geburtsklinik gefunden.

 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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