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16 Juni, 2012 - 10:45
 

Entbindung: die richtige Geburtsstätte

Ihre Partnerin wird zum Ende der Schwangerschaft hin nicht nur aufgrund der evtl. bestehenden Ängste vor der Geburt nervös, sondern auch, weil sie eine bestimmte Vorstellung von der Geburt hat, die sie gerne ausleben möchte.

© Dron - Fotolia.com

Damit Sie Ihrer Partnerin von Anfang bis Ende zur Seite stehen können, sollten Sie zunächst einmal wissen, welche Möglichkeiten für die Geburt Ihres Kindes zur Verfügung stehen. Nur dann können Sie zusammen mit Ihrer Partnerin entscheiden, wo und wie Ihr Baby das Licht der Welt erblicken darf.

 

Die Geburt an sich

Sofern Sie und Ihre Partnerin nicht gerade einen Kaiserschnitt planen oder der Gynäkologe Ihrer Partnerin dies für notwendig erachtet, können Sie selbst entscheiden, wo Ihr Kind zur Welt kommen soll. Beim Kaiserschnitt ist der Besuch im Krankenhaus selbstverständlich vorprogrammiert. Ein ca. 7-10 tätiger Aufenthalt ist einzuplanen.

Die sanfte Geburt auf natürlichem Wege kann sowohl im Liegen, als auch im Sitzen oder Stehen und sogar im Wasser erfolgen - Sie sollten als fürsorglicher Vater in Spe immer an der Seite Ihrer Partnerin verbleiben dürfen.

 

Die vier Geburtsstätten im Überblick

 

Krankenhaus - stationäre Entbindung

Die Vorteile einer "üblichen" stationären Entbindung liegen darin, dass Ihre Partnerin eine sehr gute medizinische Ausstattung der Klinik erwarten darf sowie Sicherheit durch erfahrene Hebammen und Ärzte (Geburtshelfer) empfindet. Im Wochenbett (ca. 3-4 Tage nach der Geburt) können sich sowohl Mutter als auch Kind von der stressigen Geburt erholen.

Die Nachteile ergeben sich durch die Alltagsroutine der Kliniken, hier kommt eine individuelle Betreuung oftmals zu kurz. Des Weiteren wird nur wenig über die alternativen Geburtsmöglichkeiten erzählt.

 

Hausgeburt

Bei dieser Geburtsform genießt Ihre Partnerin die heimische Atmosphäre und dennoch die Berufserfahrung und das Wissen einer fundierten Hebamme. Aufgrund der entspannten Lage sind auch weniger Schmerzmittel nötig und Sie empfangen das Baby direkt zu Hause.

Die Nachteile sind aber auch in der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen, so stellt eine Hausgeburt einen großen Organisationsaufwand anheim, denn sowohl Arzt als auch Hebamme und Haushaltshilfe sollten zugegen sein. Sollten Komplikationen auftreten, muss Ihre Partnerin auf schnellstem Wege ins Krankenhaus verbracht werden.

 

Ambulante Geburt (Krankenhaus)

Mit nur einem Nachteil, dafür aber gravierender Natur, ist die ambulante Geburt behaftet, denn es entsteht ein großer Organisationsaufwand für Arzt, Hebamme und Mutter. Die Vorteile überwiegen jedoch und Ihre Partnerin kann sich auf eine entspannte Geburt freuen.

Sie genießt die gute medizintechnische Ausstattung des Krankenhauses und erfährt gleichzeitig die Sicherheit durch die Geburtshelfer. Die Erholung erfolgt zu Hause in privater und gewohnter Atmosphäre.

 

Geburtshaus

Wenn Sie und Ihre Partnerin sich dafür entscheiden, dass Ihr Baby im Geburtshaus zur Welt kommen soll, dann können Sie auf eine sehr gute medizintechnische Ausstattung sowie auf die Sicherheit erhoffen, sich in guten und erfahrenen Händen zu befinden. Für Sie und Ihre Partnerin wird eine persönliche Atmosphäre geschaffen und auf alternative Geburtsmethoden Bezug genommen.

Die Nachteile liegen darin, dass zum einen nicht viele Geburtshäuser existieren und zum anderen die Kosten nicht immer von der Krankenkasse übernommen werden. Hier sollten Sie sich zuvor bei Ihrer Krankenkasse erkundigen oder die Selbstkostenübernahme in Kauf nehmen.

 

Die Entscheidung

Im Grunde genommen können Sie Ihrer Partnerin nur unterstützend zur Seite stehen, die Entscheidung, wo sie ihr Kind zur Welt bringen möchte, liegt letztendlich in ihrer Hand. Hier sollten Sie keinesfalls versuchen, eine für Sie "schönste" Geburtsstätte einzureden, denn letztendlich bringt Ihre Partnerin das Kind zur Welt und muss sich bei der Geburt wohlfühlen.

Ihre Partnerin wird es Ihnen jedoch hoch anrechnen, dass Sie sich informieren und ihr soweit Sie können beistehen wollen!

 

Letzte Entscheidung: der Geburtsort

Welches Krankenhaus Sie und Ihre Partnerin letztendlich zur Geburt auswählen möchten, welches Geburtshaus Ihnen am nächsten kommt oder welche Hebamme Sie gerne dabei hätten liegt letztendlich in Ihrer Entscheidungsmacht.

 

So finden Sie den richtigen Ort:

- Fragen Sie Verwandte, Freunde und Bekannte und lassen Sie sich deren Meinungen durch den Kopf gehen
- Schauen Sie sich mit Ihrer Partnerin mehrere Krankenhäuser und Co. an, bevor Sie sich letztendlich für eines entscheiden

 

Auf folgende Dinge sollten Sie bei den Besichtigungen achten:

- Fühlt Ihre Partnerin sich an diesem Ort wohl?
- Sind sowohl Ihrer Partnerin als auch Ihnen die Ärzte und Hebammen sympathisch?
- Werden Geburten hier routinemäßig durchgeführt oder wirkt das Ganze harmonisch?
- Wenn Ihre Partnerin im Krankenhaus bleibt: muss sie sich mit vielen Frauen ein Zimmer teilen? Ist Rooming-In möglich?

 

Erst wenn Ihre Partnerin und Sie sich vollkommen sicher sind, sollten Sie sich für eine Geburtsstätte entscheiden. Lassen Sie sich bei der Entscheidung so viel Zeit, wie Sie benötigen (oder wie Sie haben) und übereilen Sie nichts - dieser Tag wird ein einschneidender Schritt in Ihrem Leben sein. Tun Sie ihr Möglichstes, daß Ihre Partnerin diesen besonderen Tag so gestalten kann, wie sie es möchte. Dann können Sie beide die Geburt ihres Kindes als ein einmaliges Erlebnis in Erinnerung behalten.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de