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17 Februar, 2015 - 10:45
 

Unsere Tipps zur Namensfindung – Darauf sollten Eltern achten!

Die Namensgebung ist eine Entscheidung fürs Leben - und zwar vor allem für das Ihres Kindes. Exotische Vornamen haben längst ihren Schrecken verloren, sind sie doch dann, wenn die jetzige Kindergeneration erwachsen ist, gar nicht mehr so exotisch. Dennoch sollten Eltern die Verantwortung, die sie mit der Namensgebung übernehmen, ernst nehmen.

© Creativa Images - Fotolia.com

Im Handel und im Netz gibt es eine Vielzahl von Büchern, in denen alle denkbaren und auch undenkbaren Vornamen gelistet sind. Die Auswahl ist groß und nicht jeder Name, der in den Büchern gelistet und laut Vornamensrecht erlaubt ist, ist auch wirklich zumutbar. Dabei geht es nicht nur um Klang oder Bedeutung des Namens, es gibt noch weitere Punkte, die Sie beachten sollten. Besonders trickreich ist die Namenswahl dann, wenn Mehrlinge anstehen oder Kinder in Familien mit gemischten Nationalitäten hineingeboren werden.


Das deutsche Vornamensrecht

In Bezug auf die erlaubten Vornamen gibt es in Deutschland kein eigenes Gesetz, maßgeblich ist das Gewohnheits- bzw. Richterreicht. Anders sieht es bei späteren Namensänderungen aus, dann greifen die entsprechenden gesetzlichen Regelungen. Der Vorname wird von den Eltern festgelegt und beim Standesamt angemeldet und das innerhalb eines Monats nach der Geburt. Der Vorname kann aus einem oder mehreren Vornamen bestehen und muss als Name erkennbar sein. Nicht erlaubt sind Familien-, Marken- oder Ortsnamen, auch Namen, die das Kind lächerlich machen oder mit eindeutig Bösem in Verbindung bringen, sind tabu und werden vom Standesamt abgelehnt. Wird vom Standesamt angezweifelt, dass ein Vorname überhaupt existiert, dann müssen Eltern zum Teil den Gegenbeweis antreten. Falls Sie dies beim von Ihnen gewählten Namen vermuten, dann bringen Sie eventuelle Beweise am besten gleich mit zur Behörde. Im Jahr 2008 entschied das Bundesverfassungsgericht gegen die bis dahin übliche Auffassung, dass mit einem zweiten Vornamen das Geschlecht eindeutig bestimmt werden müsste.


Tipps für die Namenswahl

Die Entscheidung für einen Vornamen beginnt oft schon ganz am Anfang der Schwangerschaft, spätestens aber dann, wenn das Geschlecht des Kindes bekannt ist. Verwandte und Freunde werden zunehmend wissbegierig und drängeln darauf, dass der Kindsname endlich preisgegeben wird. Ob Sie den Namen nun vorab verkünden oder daraus ein Geheimnis machen, folgende Tipps gelten auf jeden Fall und erleichtern die Auswahl:


Vor- und Nachname sollten zusammenpassen!
Es gibt ausgesprochen unglückliche Kombinationen von Vor- und Zunamen. Hier sollten Sie unbedingt achtsam vorgehen. Wichtig sind die Aussprache und das Schriftbild, aber auch der Klang spielt eine große Rolle. Lassen Sie sich die Kombination ruhig mehrfach auf der Zunge zergehen und prüfen Sie kritisch, ob sich die Namen gut zusammen anhören. Eher ungünstig ist es, wenn Vor- und Nachname mit dem gleichen Buchstaben beginnen oder sich reimen. Ebenfalls vermeiden sollten Sie Vornamen, die mit dem ersten Buchstaben des Nachnamens enden.


Das Schriftbild – denken Sie dabei auch an Ihr Kind!
Kinder, die mit langen Vornamen oder Doppelnamen und langen Nachnamen bedacht werden, sind gleich mehrfach bestraft und das ein Leben lang. Ist es schon schwer, in der ersten Klasse den eigenen Namen schreiben zu lernen, so gibt es auch später bei langen Namen oft Probleme – zum Beispiel wenn es um das Ausfüllen von Formularen geht. Gerade bei amtlichen Schriftstücken müssen in der Regel alle Vornamen angegeben werden. Da wird der Platz schnell knapp. Hat Ihr Kind bereits einen langen Nachnamen, sollte der Vorname entsprechend kürzer ausfallen.


Vermeiden Sie Abkürzungen!
Auch wenn Sie Ihr Kind gerne mit Kose- und Spitznamen anreden, irgendwann wird es erwachsen und Ihnen dann dankbar sein, dass es einen „richtigen“ Namen hat. Wählen Sie also Namen stets in Vollform und nennen Sie Ihr Kind lieber Wilhelm als Willi oder Johannes als Hansi.


Denken Sie an das Geschwisterkind!
Wenn schon mehrere Kinder in der Familie leben, dann sollten Sie hier achtsam vorgehen. Wählen Sie Namen nicht zu ähnlich. Paul und Paula innerhalb einer Familie wirken schnell etwas eigenartig, selbst wenn es sich um Zwillinge handelt. Günstig ist es, wenn die Namen im Klang zueinander passen und auch im ähnlichen Stil gewählt werden. Entscheiden Sie sich für klassische deutsche Vornamen oder moderne Vornamen, mischen Sie diese unter Ihren Kindern jedoch lieber nicht.


Eine wichtige Regel bei der Namenssuche lautet: Lassen Sie sich Zeit! Sie können Listen erstellen und alle möglichen Namen aufnehmen oder auch wieder streichen. Ist endlich der Wunschname gefunden, dann sollten Sie das ebenfalls noch ein paar Mal überschlafen. Einige Eltern lassen auch mehrere Namen zur Auswahl und entscheiden erst endgültig, wenn das Kind geboren ist, welcher Vorname es sein soll.
 

Weitere gute Tipps zur Namenswahl und auch Namenslisten finden Sie unter www.vorname.com

 

 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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