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17 Februar, 2017 - 11:36
 

Unterstützung der Partnerin in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist immer auch eine Ausnahmesituation. Eine Frau hat mit sich und ihrem Körper zu kämpfen und ist physisch und psychisch nicht so stark wie sonst. Sie ist – insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel – auf Unterstützung angewiesen. Hier ein paar Tipps, wie Sie als Partner auf verschiedene Arten helfen können.

© Dmitrieva Daria - Fotolia.com

Eine Schwangerschaft besteht aus zahlreichen Terminen, häufig beim Frauenarzt. Viele davon sind kurze Routinechecks, aber ein paar davon stechen heraus. Hier sollte der Partner überlegen, ob er die werdende Mutter nicht begleitet. Hier kann man(n) zeigen, dass er voll hinter seiner Partnerin und der Schwangerschaft selbst steht.


 Zu Terminen begleiten

Der erste wirklich wichtige Termin nach der Feststellung der Schwangerschaft ist die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt, die zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche (also 4 bis 6 Wochen nach der Befruchtung) stattfindet. Die Untersuchung selbst dauert normalerweise zwischen 30 und 45 Minuten und an deren Ende wird der Mutterpass ausgestellt. Unter anderem wird in diesem Termin nach möglichen Krankheiten in den Familien der Partner gefragt. Schon deshalb macht es Sinn, dass beide werdende Elternteile dabei sind.

Etwa in der 19. Schwangerschaftswoche steht eine genaue Ultraschalluntersuchung an. Zu dieser Zeit ist das Baby schon weit entwickelt und bewegt sich selbständig. Arme und Beine, Hände und Füße, Finger und Zehen sind bereits ausgebildet und können mit etwas Glück am Bildschirm ebenso gesehen werden wie das Gesicht des Kindes. Viele Eltern, die diesen Termin gemeinsam wahrgenommen haben, sprechen von einem großen gemeinsamen Erlebnis.

Zu Beginn des dritten Trimenons, etwa zur 30. Woche, beginnt für die Frau normalerweise der Geburtsvorbereitungskurs, oft auch "Hechelkurs" genannt. Dieser findet üblicherweise einmal pro Woche statt und dauert sechs bis acht Wochen. Neben Informationen zur Geburt und zur Atemtechnik lernt die Frau hier auch Entspannungsübungen für die Wehen und man erhält Tipps zum Stillen und zur Babypflege. Den meisten Frauen bedeutet es sehr viel, wenn ihr Partner sie zu diesem Kurs begleitet - zumindest zu den Partnerterminen. Die Kurse werden normalerweise auch am Wochenende angeboten. Es werden häufig auch Intensivkurse angeboten, die sich nur über ein Wochenende erstrecken.

Der letzte Akt der Schwangerschaft ist die Geburt selbst. Inzwischen wird die große Mehrheit der Frauen von ihren Partnern in den Kreißsaal begleitet. Sprechen Sie dieses Thema früh mit ihrer Partnerin an und reden Sie über mögliche Bedenken, die Sie haben. Eine Geburt kann ein großartiges Erlebnis sein und ist ein Meilenstein für jede Beziehung. Aber keine Frau möchte einen Partner dabei haben, über den sie sich mehr Gedanken machen muss als um sich selbst. Also, im Zweifelsfall: über Bedenken sprechen, mit erfahrenen Freunden reden, eventuell einen Fachmann konsultieren und dann am besten gemeinsam entscheiden.

 

Aktiv helfen und entlasten

 Speziell in den letzten Schwangerschaftswochen kann eine Frau körperlich nicht mehr das leisten, zu dem sie bisher im Stande war. Sie sollte keine Lasten von mehr als fünf Kilo tragen und auch schwierigere Hausarbeiten sollten andere für sie erledigen. Übernehmen Sie selbst  in dieser Zeit mehr Aufgaben im Haushalt und besorgen Sie eventuell eine Haushaltshilfe. Ihre Partnerin wird es ihnen danken. Helfen Sie ihr darüber hinaus beim Kauf der Grundausstattung für das Baby und der Einrichtung des Kinderzimmers. Das wird sie als Familie enger zusammenbringen.

 

Psychische Unterstützung

 Während einer Schwangerschaft durchläuft eine Frau eine Achterbahnfahrt zwischen Freude, Schmerzen, Ängsten, Glück und Frustrationen, Ungewissheit und Bedenken, die sie nicht nur körperlich belastet. Aus diesem Grund ist ihre Partnerin neben praktischen Hilfen vor allem auch auf Ihre seelische Unterstützung angewiesen.

Sprechen Sie mit ihr in jeder Phase der Schwangerschaft über die Dinge, die sie bewegen. Über die Schwangerschaft selbst und über das künftige Leben mit dem Kind (wer übernimmt welche Aufgaben, wie soll die Erziehung aussehen, wie gehen sie mit möglichen Meinungsverschiedenheiten um?). Verstehen Sie die Partnerschaft als ihr gemeinsames Projekt, bei dem die Frau zwar diejenige ist, die die Arbeit selbst erledigt, aber Sie ihr durch ein offenes Ohr, Zuspruch und aktives Zuarbeiten die Unterstützung geben können, die sie unbedingt braucht. Hören Sie ihr vor allem zu, wenn sie ihre Gedanken mit ihnen teilt. Seien Sie auf dem aktuellen Stand, was die Schwangerschaft angeht und welche Untersuchungen anstehen. Lesen Sie sich in die Materie ein und unterstützen Sie sie bei ihren Entscheidungen in Bezug auf Krankenhaus, Arzt oder Hebamme, Art der Geburt etc. Ertragen Sie die Stimmungsschwankungen ihrer Partnerin und gönnen Sie ihr ab und zu eine Auszeit (ein Gutschein für eine Kosmetikbehandlung kann Wunder wirken). Seien Sie für sie da und zeigen Sie ihr, daß sie Schwangerschaft und Elternschaft als Team durchstehen werden. Vergessen Sie auch nicht, ihrer Partnerin hin und wieder zu sagen, daß Sie sie trotz der zusätzlichen Pfunde attraktiv finden und sie sehr lieben. Und zeigen Sie ihr das auch …

 

Vergessen Sie nie - alle Liebe und Zuneigung, die sie ihrer Partnerin schenken kommt auch dem Kind zu Gute. Ein Kind registriert eine gestresste Mutter, aber eben auch eine zufriedene. Tun Sie also, was Sie können, um Mutter und Kind eine angenehme Schwangerschaft zu ermöglichen.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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