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6 September, 2013 - 00:41
 

Zeitplan Baby – Eine gute Vorbereitung erspart später viel Stress

Je besser man sich auf die Geburt eines Babys vorbereitet, umso weniger gibt es zu tun, wenn der Nachwuchs erst einmal da ist. Meist sorgt schon der hormonell bedingte Nestbautrieb der Frau dafür, dass vieles vorbereitet wird. Neben dem kuscheligen Heim kann und sollte allerdings noch mehr vorab erledigt werden.

© nyul - Fotolia.com

Ist ein Baby erst einmal da, bleibt oft wenig Zeit, um sich um Organisatorisches zu kümmern. Deshalb erledigt man möglichst viel am besten schon vor der Geburt. Einige Erledigungen – vor allem der Behördenkram – sollte unbedingt vor der Geburt abgearbeitet sein, sonst kann es in manchen Fällen echte Probleme geben. Übertreiben Sie es aber nicht – nach der Geburt brauchen Sie und Ihre Partnerin viel Kraft. Sie sollten sich also nicht schon davor völlig verausgaben.

 

Hebamme suchen und Krankenhaus auswählen

Auf die Hebammensuche kann man sich nicht früh genug machen. Am besten kümmert sich Ihre Partnerin schon ganz zu Beginn der Schwangerschaft darum. Hier haben Sie nicht allzu viel mitzureden, denn schließlich muss sich hauptsächlich die Schwangere mit der späteren Geburtshelferin wohlfühlen. Die Hebamme gibt oft auch gute Tipps, wenn es darum geht, den Geburtsort des Babys auszuwählen. Sie kennt Kranken- und Geburtshäuser in der Umgebung, kann Empfehlungen aussprechen und auch über eine eventuell geplante Hausgeburt beraten.

 

Babyzimmer vorbereiten und einrichten

Wenn das Baby da ist, soll auch das Kinderzimmer fertig sein. Sie denken, das wäre eine Aufgabe für die letzten Wochen vor der Geburt? Ihre Partnerin ist da mit Sicherheit anderer Meinung. Der Nestbautrieb setzt bei vielen Frauen bereits zum Ende der ersten Schwangerschaftshälfte ein. Dann muss das Babyzimmer hergerichtet werden. Wickelkommode, eine Unterbringungsmöglichkeit für die Erstausstattung und ein Babybett sind für die ersten Wochen und Monate die wichtigsten Anschaffungen – ohnehin schläft ein großer Teil der Neugeborenen im Elternzimmer, hartnäckige Exemplare schaffen es sogar bis ins Elternbett. Bei der Renovierung und Einrichtung sollten Sie beachten, dass viele Möbel und Teppiche Giftstoffe ausdünsten. Oft ist es günstiger, nicht gerade zur Geburt des Babys neue Böden zu verlegen und neue Möbel zu kaufen – es sei denn, Sie achten genau darauf, dass in den Einrichtungsgegenständen keine Giftstoffe enthalten sind.

 

Babyausstattung kaufen

Um die Erstausstattung des Babys wird sich wahrscheinlich in erster Linie Ihre Partnerin kümmern. Lediglich in Bezug auf den Kinderwagen könnten Sie ein Mitspracherecht haben – zumindest was die Technik angeht. Übrigens: Auch Kinderwagen sind oft schadstoffbelastet. Aus diesem Grund, und um Kosten zu sparen sollten Sie über die Anschaffung eines gebrauchten Wagens nachdenken. Zur Erstausstattung gehört fast immer auch ein Autositz fürs Baby – denn wie bekommen Sie Ihr neues Familienmitglied sonst nach Hause? Hier sollten Sie nicht auf Kosten der Sicherheit sparen.

 

Die Namensfindung

Die Namensfindung ist oft ein Prozess, der sich durch die komplette Schwangerschaft hindurch zieht, manchmal wird über den Namen aber auch erst in letzter Sekunde entschieden. Wissen Sie bereits durch erste Untersuchungen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, können Sie dementsprechend unter den Namen wählen. Namensbücher oder Hitlisten im Internet können bei der Suche behilflich sein.

 

Absprachen mit Freunden und Verwandten

Sie haben weitere Kinder oder Haustiere? Dann sollten Sie rechtzeitig Absprachen treffen: Wer übernimmt das große Geschwisterkind, wer kümmert sich um Hund und Katz? Sie sollten hier besser zu viel als zu wenig absprechen. Babys kommen oft unangekündigt und zum „falschen“ Zeitpunkt auf die Welt. In den letzten Wochen vor der Geburt sollte also immer jemand bereit stehen, der auch nachts kommen und bereits vorhandene Kinder betreuen kann, wenn Sie Ihre Partnerin in die Klinik bringen. Bereiten Sie Ihre größeren Kinder auf die Situation vor, damit es nicht zu einem Schreckmoment kommt.

Sie sollten sich übrigens auch mit dem Arbeitgeber absprechen und ihn darauf vorbereiten, dass er in Kürze unvorbereitet für einige Tage oder Wochen auf Sie verzichten muss. Wenn Sie Elternzeit beantragen wollen, dann sollten Sie jedoch einige Punkte beachten.

 

Haustiere vorbereiten

Sie haben einen Hund oder eine Katze? Dann sollten Sie bereits vor der Geburt die Regeln ändern. Richten Sie das Kinderzimmer als Tabuzone ein, die das Tier nicht betreten darf. Gleichzeitig können Sie den Tagesrhythmus verändern und die Aktivitäten mit dem Tier auf Zeiten legen, in denen das Baby später vermutlich schlafen wird. Schaffen Sie jetzt bereits einen Rückzugsort für Ihr Tier, das für das Kind später nicht zugänglich sein wird und an den sich Hund oder Katze auch zurückziehen können, wenn der Geräuschpegel zu stark ansteigt.

 

Wichtige Behördengänge vor der Geburt

Auf jeden Fall sollten Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung beim Jugendamt bereits vor der Geburt erledigt werden, falls Sie nicht verheiratet sind. Dies sichert ab, dass das Baby nach der Geburt vom Vater betreut werden darf, falls unvorhergesehene Probleme mit der Mutter auftreten. Bei der Krankenkasse können Sie sich bereits vor dem Geburtstermin um das Mutterschaftsgeld kümmern. Dann brauchen Sie lediglich den Geburtstermin nachmelden. Wenn Anspruch auf eine Haushaltshilfe besteht, sollte auch hier der Antrag bei der Krankenkasse bereits vor der Geburt gestellt werden.

 

Vorbereitungen für die letzten Wochen

In den letzten Wochen vor der Geburt des Babys ist Zeit für die allerletzten Vorbereitungen, aber auch für Ruhe und ein wenig traute Zweisamkeit – denn auf die werden Sie für eine ganze Weile erst einmal verzichten müssen. Die Krankenhaustasche sollte gepackt bereit stehen – vergessen Sie hier vor allem die Chipkarte der Krankenkasse nicht. Sorgen Sie dafür, dass die Telefonnummern von Frauenarzt, Hebamme und Krankenhaus zu jeder Zeit auffindbar sind.

Ziel all dieser Vorbereitungen soll weniger das perfekte Umfeld bei der Ankunft des Familienzuwachses sein, als der Versuch, es für alle Familienmitglieder so leicht wie möglich zu machen, wenn das Baby da ist. Wenn Sie sich weder um die Wickelkommode noch den Gang zum Standesamt Gedanken machen müssen, bleibt mehr Zeit und Ruhe, um sich über den Neuankömmling zu freuen und die Partnerin zu entlasten.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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