Skip to main content

Suche

28 Dezember, 2017 - 18:21
 

Ab wann macht ein Kinderkonto Sinn?

Für ein Kind zu sorgen, hat viele Facetten. Dazu gehört es auch, eine finanzielle Basis für den Sprössling zu schaffen. Deshalb stellen sich viele Väter die Frage, ab wann ein Kinderkonto Sinn macht und ob sich ein Sparkonto für Kinder in Zeiten der Niedrigzinsphase überhaupt noch lohnt. Wie Sie für Ihr Kind finanziell am besten vorsorgen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Frühes Sparen macht sich bezahlt © StockSnap – pixabay.com

Darum sollten Eltern schon früh anfangen zu sparen

Kinder kosten Geld – so viel ist klar. Von den Windeln über das Spielzeug bis hin zum Studium kommt eine stattliche Summe zusammen. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes kostet ein Kind von der Geburt bis zur Volljährigkeit rund 120.000 Euro. Für größere Investitionen wie die Zahnspange, den Führerschein oder das Studium, sollte eine Rücklage vorhanden sein. Um eine möglichst hohe Summe zu generieren, ist es ratsam, bereits nach der Geburt mit dem Sparen zu beginnen. Denn auch in Zeiten der Niedrigzinspolitik gilt: Wer früh beginnt, kann über die Jahre eine beachtliche Summe wegsparen. Selbst wenn die Zinsen nicht sehr hoch sind, ist es doch nach wie vor sinnvoll, ein Sparkonto für das Kind anzulegen.


Welche Konten für Kinder gibt es?

Es gibt verschiedene Kinderkonten. Welche Kontoart dabei die Beste ist, hängt in der Regel davon ab, welchen Zweck das Konto erfüllen soll: Sparen oder dem Kind den Umgang mit Geld und Zahlungsverkehr beibringen. Bereits zur Geburt überlegen sich viele Eltern oder Paten, wie die finanzielle Vorsorge für den Nachwuchs am besten gewährleistet werden kann. Dabei müssen viele Faktoren beachtet werden, um schließlich die richtige Mischung aus Geldanlage und Finanzerziehung zu erhalten. Um Ihnen die Wahl des richtigen Kinderkontos zu erleichtern, folgt nun eine Übersicht der beliebtesten Arten von Kinderkonten.


Der Klassiker – das Sparkonto

Zugegeben, die Zinsen, die man aktuell auf sein Erspartes bekommt, sind nicht gerade berauschend. Das gilt auch für Kinder-Sparkonten. Welches der für Kinder erhältlichen Sparkonten – Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto – eignet sich am besten, um langfristig zu sparen?


Festgeldkonto für Kinder

Ein Festgeldkonto ist eine der besten Möglichkeiten, um für sein Kind zu sparen. Wichtig zu beachten ist, dass bei den meisten Festgeldkonten eine Mindesteinlage nötig ist. Diese ist von Bank zu Bank verschieden und reicht von 500 Euro bis hin zu 2.500 Euro. Es muss also schon etwas Kapital vorhanden sein. Hat Ihr Sprössling zum Beispiel zur Geburt von den Großeltern etwas Geld bekommen, bietet sich ein Festgeldkonto als gute Anlagemöglichkeit an. Das Festgeld wird, wie der Name schon verrät, über einen bestimmten Zeitraum mit einem im Vorfeld festgelegten Zinssatz angelegt. Auch sind in dieser Zeitspanne keine Abhebungen des Anlegers möglich. Der Vorteil ist, dass die Zinsen bei Festgeld höher sind als etwa bei einem Tagesgeldkonto. Nachteilig ist, dass man während der gesamten Anlagezeit keinen Zugriff auf das Ersparte hat. Braucht das Kind plötzlich mit dreizehn eine Zahnspange, kann man nicht so einfach auf das Geld zugreifen. Lässt man sich den Betrag frühzeitig auszahlen, muss mit Zinsabschlägen gerechnet werden.

Tipp zur Kontofindung: Gerade bei Festgeld für Kinder ist es wichtig, einen Anbieter mit einem möglichst hohen Zinssatz zu wählen. Angesichts der langen Zeiträume können schon minimal höhere Zinssätze einen deutlichen Unterschied machen.


Tagesgeld als Alternative?

Ein Tagesgeldkonto unterscheidet sich von einem Festgeldkonto dadurch, dass man jederzeit frei über seine Einlagen entscheiden kann. Auch eine Mindesteinlage wird nicht benötigt. Tagesgeldkonten sind damit flexibler, jedoch sind die Zinssätze deutlich geringer als bei Festgeldkonten. Außerdem sind die Zinssätze beim Tagesgeldkonto variabel: Die Bank kann den Zinssatz je nach Marktlage senken oder anheben. In Zeiten der Niedrigzinsen ist es ratsam, sich für ein Festgeldkonto mit fixem Festgeldzins zu entschieden. Sollte der Leitzins bald wieder steigen, können Sie zusätzlich ein Tagesgeldkonto für Ihr Kind eröffnen. Das Tagesgeld unterliegt somit stärkeren Schwankungen und damit höheren Risiken. Positiv ist jedoch, dass man im Notfall ohne Zinsverluste an das Geld herankommt.


Umgang mit Geld erlernen

Neben dem Sparkonto spielt auch ein normales Girokonto eine wichtige Rolle, um den Umgang mit Geld zu erlernen. Sinnvoll wird ein Kindergirokonto meist nach der Einschulung Ihres Kindes. Ab diesem Zeitpunkt lernen die Kleinen das Rechnen. Auch wenn ein Kinderkonto schon früher eröffnet werden kann, sollte man das sechste Lebensjahr definitiv abwarten. Ihr Kind ist von Anfang an Hauptkontoinhaber, wobei der Funktionsumfang eines Kinderkontos – oft auch als Taschengeldkonto bezeichnet –stark vom Alter des Kindes und den Freigaben der Erziehungsberechtigten abhängt. Bei besonders jungen Bankkunden können die Kinder nur einen vorher festgelegten Betrag abheben und das häufig nur in Begleitung der Eltern. Sinnvoll ist es, dem Kind das Taschengeld monatlich bar auszuhändigen und mit ihm gemeinsam zur Bank zu gehen, um das Geld einzuzahlen. So lernt Ihr Kind schon früh den Umgang mit Geld und erfährt hautnah, wie das Geld auf seinem Konto immer mehr wird.

Wichtig zu wissen: Bei Kinderkonten handelt es sich in den meisten Fällen um kostenfreie Girokonten. Bei manchen Banken kann man nur dann ein Taschengeldkonto eröffnen, wenn einer der Erziehungsberechtigten selbst ein Girokonto bei der jeweiligen Bank hat. Wer hier doppelt sparen möchte, sollte sich für eine Bank mit einem kostenfreien Girokonto für Erwachsene entscheiden, die zusätzlich ein kostenloses Konto für Kinder anbietet.


Fazit: Kinderkonten immer noch sinnvoll

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus noch Sinn macht, ein Sparkonto und Taschengeldkonto für Kinder anzulegen. Wichtig dabei ist, auf die aktuelle Zinslage einzugehen und sich für eine entsprechend passende Anlageform zu entscheiden. Auch in puncto Kindergirokonto gilt es, mit der Zeit zu gehen: Entscheiden Sie sich für ein Konto, das den modernen Anforderungen entspricht. In Zeiten von Smartphone und Co sollten Sie Ihrem Kind den digitalen Zugang zu seinem Konto erklären und über mögliche Gefahren aufklären. Den richtigen Zeitpunkt für eine Kontoeröffnung gibt es nicht, aber es gibt durchaus Richtwerte, an die Sie sich halten können. Ein Sparkonto zu eröffnen, ist bereits kurz nach der Geburt sinnvoll. Ein Girokonto hingegen bietet sich mit der Einschulung an. So ergibt sich individuell die optimale Lösung für Sie und Ihr Kind.
 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de