Skip to main content

Suche

16 November, 2014 - 11:39
 

Altersgerechtes Spielzeug – Was passt wann?

Spielzeug gibt es in unzähligen Varianten für alle Altersklassen – pädagogisch mehr oder weniger wertvoll. Junge Eltern stehen oft ratlos vor der Frage: Womit soll mein Kind spielen? Die Altersangaben auf dem Spielzeug geben häufig nur sehr grobe Anhaltspunkte, denn jedes Kind ist anders entwickelt.

© Daniel Fuhr - Fotolia.com

Zur Altersgerechtheit hinzukommen die Anforderungen an den pädagogischen Wert, Sicherheit und die gesundheitliche Unbedenklichkeit – und dann gibt es auch noch die persönliche Meinung der Eltern selbst: In manchen Familien ist Plastikspielzeug tabu, andere lehnen Waffen fürs Kind schlicht ab. Für einen groben Überblick haben wir klassische Spielsachen für Kinder der verschiedenen Altersgruppen zusammengestellt – ob Ihr Kind das dann auch mag, das können Sie nur nach dem Motto „Versuch macht kluch“ selbst herausfinden.


Weniger ist mehr

Generell gilt, dass man Babys und Kleinkinder nicht mit Spielzeug „zuschütten“ soll. Das führt nur zu Reizüberflutung und Langeweile. Gehen Sie hier nicht von sich aus, sondern versetzen Sie sich in die Welt Ihres Kindes. Es kennt nichts und es braucht Zeit und Ruhe, um jede Situation und auch jeden Gegenstand gründlich kennenzulernen. Sie können Ihrem Baby dann ein neues Spielzeug vorstellen, wenn es vom alten gelangweilt ist - und das kann durchaus Tage dauern.


Babyrassel und Co – Spielzeug für die ersten Lebensmonate

Neugeborene brauchen kein Spielzeug, sie sind völlig damit beschäftigt, sich mit der Welt um sie herum vertraut zu machen und die grundlegenden Dinge zum Überleben zu lernen. Interessant wird Spielzeug dann, wenn die Babys beginnen, sich für ihre Umwelt zu interessieren. Ganz am Anfang sind lustige Anhänger sinnvoll, die im Kinderwagen oder am Autositz befestigt sind und denen das Baby mit den Augen folgen kann. Beginnt es dann zu greifen, gibt es gleich das passende Spielzeug: den sogenannten „Greifling“. Aber auch alles andere, was Baby gefahrlos anfassen und vor allem auch in den Mund stecken kann, ist jetzt angebracht. Das können Rasseln, kurze Ketten aus dicken Holzperlen oder Perlenfiguren mit Glöckchen dran sein. Unbehandeltes Holz ist hier das Material der Wahl – und keine Angst, selbst wenn sich Baby die Holzrassel auf den Kopf haut, es wird keine bleibenden Schäden davon tragen. Bei Spielzeug aus Kunststoff ist das nicht immer gesagt. Denn viele Kunststoffe enthalten für Babys gefährliche Stoffe, die sie über die Haut oder die Mundschleimhaut aufnehmen. Auch kleine Stofftierchen – aber bitte ohne Plastikaugen und –nasen können jetzt angeboten werden. Viele Babys mögen es, die Kuscheltiere zu quetschen und zu belutschen.


Spielzeug für Babys von sechs bis zwölf Monaten

Je älter Ihr Baby wird, umso mehr entwickelt es seine Fähigkeiten. Bald kann es mehr als nur wild die Rassel oder den Greifling zu schütteln. Auch seine Ansprüche ans Spielzeug wachsen jetzt. Wenn das Baby krabbeln oder sitzen kann, wird es Zeit für die ersten großen Bauklötze. Auch einfache Stecksystem und natürlich die unverzichtbaren Bälle sind jetzt dran.


Spielzeug für Kleinkinder von einem bis drei Jahre

Mit etwa einem bis eineinviertel Jahren beginnen die meisten Kinder zu laufen. Schon vorher wollen sie ihre Umgebung erkunden und werden immer mobiler, die Feinmotorik entwickelt sich. Bauklötze sind immer noch hochaktuell, können aber nach und nach schon kleiner werden. Um die Motorik zu schulen, sind jetzt Schaukeltiere, Bobbycar und später das Laufrad optimale Spielgeräte. Etwa mit zwei können die ersten (großteiligen) Puzzles gelöst werden. Viele Kinder lieben Duplosteine - die großen Verwandten des Klassikers Lego - und beginnen damit erst einfache, später immer komplexere Skulpturen und Gebäude zu errichten. Für Jungs – und auch für einige Mädchen – sind jetzt Fahrzeuge aller Art von großem Interesse. Achten Sie allerdings darauf, dass Autos, Bagger, Trecker und Co robust und nicht allzu kleinteilig sind.


Spielzeug für Kinder von drei bis sechs

Spätestens mit drei Jahren brauchen Kinder Sandspielzeug. Eimer, Schaufel, Rechen, Förmchen – all das wird mit großer Begeisterung im Sandkasten eingesetzt. Für die immer mobiler werdenden Kleinen werden erst Dreiräder oder Laufräder, später auch das Fahrrad (am besten gleich ohne Stützräder!) gebraucht. Um die kognitive Entwicklung und den Teamgeist zu fördern, können erst einfache, dann anspruchsvollere Brettspiele gespielt werden. Malen und Kneten sind ebenfalls zeitlose Lieblingsklassiker. Lego und Playmobil können zum Dauerbrenner werden, mit denen das Kind sich tagelang beschäftigt.


Kinder im Grundschulalter

Die Spiele der Kinder werden jetzt immer überlegter, es darf auch schon mal anspruchsvoll sein. Karten- und Würfelspiele sowie Gesellschaftsspiele wie „Mensch ärgere Dich nicht“ oder „Dame“ sind mittlerweile kein Problem mehr für die Kleinen. Bewegungsfreudige Kinder lernen jetzt, sich auf Inline-Skatern oder Schlittschuhen zu bewegen. Jetzt sollten Eltern auch darauf achten, welche Hobbys ihr Kind entwickelt und das Spielzeug dementsprechend anpassen. In diesem Alter kommt meistens auch der Wunsch auf, einen Gameboy oder einen eigenen Computer für Spiele zu besitzen. Zögern Sie diesen Zeitpunkt so lange es geht hinaus, denn die virtuelle Welt kann schnell zum Suchtfaktor werden und Ihr Kind von anderen (Bewegungs-) Spielen abhalten.


Häufig wird Spielzeug gar nicht von den Eltern selbst gekauft, sondern kommt als Geschenk ins Haus. Um die Flut an Spielsachen unter Kontrolle zu haben, sollten Eltern Wunschlisten an Großeltern und andere Verwandte verteilen. Das hilft Ihnen, Ihrem Kind und auch dem Schenkenden weiter.
 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness