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21 Juli, 2017 - 10:20
 

Autofahrten mit Kindern - der Weg ist das Ziel

Papa, wann sind wir denn da? Welches Elternteil kennt diese Frage nicht, die auf langen Fahrten nicht nur ein- oder zweimal, sondern mitunter im Fünf-Minuten-Takt gestellt wird. Es gibt jedoch einige Kniffe, die helfen, damit die Tour nicht zur Tortur wird.

© Kzenon - Fotolia.com

Jedes Kind hat seine Eigenheiten, auf die man auch bei Autofahrten Rücksicht nehmen muß. Allerdings können Sie es schaffen, dass auch lange Touren für Ihre Kinder erträglich werden. Dabei ist wichtig, dass Sie Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kinder nehmen und für ausreichend Unterhaltung sorgen. Etwas Vorbereitung für eine Tour ist also nötig.


Das Alter des Kindes und wie es sich auswirkt

Seltsamerweise sind Babies häufig die angenehmsten Mitfahrer. Die Bewegungen des Autos haben in der Regel einen beruhigenden Einfluß auf Babys und daher schlafen sie viel. Kleinkinder machen es ihren Eltern schon deutlich schwerer. Sie haben einen großen Bewegungsdrang und verstehen noch nicht die Notwendigkeit, warum sie denn jetzt über lange Zeit hier in ihrem Sitz angeschnallt sein müssen. Hier hilft, wenn zwei Erwachsene im Auto sitzen und sich einer davon in erster Linie um das Kind oder die Kinder kümmert – und eventuell neben dem Kind sitzt und mit ihm spielt.

Ältere Kinder verstehen den Sinn der Autofahrt. Bei ihnen müssen die Eltern neben der Versorgung der Grundbedürfnisse vor allem dafür sorgen, dass sie sich nicht zu sehr langweilen.


Die Basics – was Sie unbedingt mitnehmen müssen

In Deutschland muss jedes Kind unter 12 Jahren und unter 150 cm Größe in einem Kindersitz fahren. Beim Kauf hat die Sicherheit des Kindes natürlich oberste Priorität. Achten Sie aber auch darauf, dass Ihr Kind bequem sitzt und der Kindersitz sich idealerweise auch in eine Liegeposition kippen lässt. Ihr Kind schläft so auf längeren Fahrten leichter ein und schont so Ihre Nerven.

Insbesondere bei Fahrten in den Süden sollten sie für Schattenspender auf den Seitenscheiben sorgen. Diese werden einfach mit Saugnäpfen angebracht. Sie kosten in der Regel nicht viel und es gibt sie in vielen kindgerechten Designs. Auch eine kleine Decke ist für Nachtfahrten oder die kalte Jahreszeit immer eine gute Idee.
Nehmen Sie ausreichend Windeln und Kleidung zum Wechseln mit – und deponieren sie beides gut erreichbar im Auto – eventuell hinter dem Rücksitz. Auch bei Kindern, die erst seit kurzem „trocken“ sind, wird angeraten, ihnen ausnahmsweise noch einmal eine Windel anzuziehen (wer weiß, wie lange ein Stau dauern mag). Generell sollten die Kinder bequeme Kleidung tragen, in denen sie in Pausen herumtollen und im Auto auch gut schlafen können.

Griffbereit im Auto sollten Sie die folgenden Dinge haben:

  • Getränke
  • Ausreichend zu Essen (Brote, Äpfel, Bananen, Kekse, Süßigkeiten)
  • Kuscheltiere oder Kuscheldecke (wo nötig)
  • Müllbeutel (für Abfall und bei Überkeit)
  • Unterhaltung für die Kinder


Ein volles Unterhaltungsprogramm, damit es nicht langweilig wird

Wenn Ihre Kinder gut mit Essen und Trinken versorgt sind und bequem sitzen, dann ist eine mögliche Langeweile Ihre größte Herausforderung. Wenn sie sich hier im Vorfeld etwas vorbereiten, dann können Sie Ihren Kindern die Fahrt kurzweilig machen und Ihre eigenen Nerven schonen.
Der beste Rat vorweg – kaufen Sie im Vorfeld etwas speziell für die Fahrt ein, womit Sie Ihre Kinder überraschen und beschäftigen.

Einige Tipps für die Kinderunterhaltung, abhängig von Alter und Interessen:

  • Etwas zum Lesen (Comics, Wimmelbücher, Wissensbücher) – wenn die Kinder Lesen beim Fahren vertragen
  • Malbücher und Stifte
  • Magnetspiele (damit die Spielsteine nicht runterfallen)
  • CDs mit den Lieblingsliedern der Kinder oder ein Hörspiel (zur Schonung der Eltern auch über Kopfhörer anzuhören)
  • DVDs für ältere Kinder (auch hier werden Kopfhörer empfohlen)

Für die Aufbewahrung der Spiele, sowie von Essen und Getränken empfehlen wir eine Autotasche, die an der Rückseite eines der vorderen Sitze befestigt werden kann.
Ansonsten hilft es meist, wenn sich die Eltern mit den Kindern beschäftigen. Gemeinsames Singen hebt die Laune und macht munter, Ratespiele (Ich sehe was, was Du nicht siehst; Ich packe meinen Koffer; Autokennzeichen raten, Quizspiele) verkürzen die Zeit.


Ausreichend Pausen für Toilettengang und Bewegung

Machen Sie regelmäßig Pausen – spätestens alle zweieinhalb Stunden – bei denen die ganze Familie auf die Toilette geht (Motto: lieber einmal zuviel, als bald nach der Abfahrt). Machen Sie während der Pausen ein kleines Picknick, sorgen Sie aber vor allem dafür, dass Ihre Kinder sich bewegen. Nehmen Sie hierfür eventuell einen Ball, ein Frisbee, ein Springseil oder Gummitwist mit und holen Sie dies hervor, wenn der Platz und der Verkehr am Pausenplatz es zulassen. Aber auch Kniebeugen, Balanceübungen am Bordstein oder Fangen rund ums Auto sind okay. Planen sie idealerweise eine Pause an einem Rastplatz mit angeschlossenem Spielplatz, an dem die Kinder sich austoben können. Sei es ein McDonalds oder ein kinderfreundlicher Rastplatz. Adressen kinderfreundlicher Raststätten finden Sie auch hier: http://www.serways.de/standorte/serways/index.php

Wenig Tipps kann man in Bezug auf die Uhrzeit geben, zu der Sie fahren sollten. Das hängt neben Ihrer Fahrtstrecke zu einem guten Teil von Ihren Kindern und deren Eigenheiten ab. Schlafen sie gut im Auto? Schlafen sie auch weiter, wenn Sie angekommen sind und Sie die Kids aus dem Auto tragen oder werden sie dann hellwach und machen die Nacht zum Tag?

Generell sollten Sie sich bei Fahrten mit Kindern Zeit nehmen. Wenn Sie sich keinen allzu fixen Zeitplan machen und regelmäßig Pausen einlegen, wird die Reise weit weniger stressig verlaufen und die ganze Familie wird halbwegs entspannt am Bestimmungsort ankommen.


Ein Interview mit 10 Tipps, wie Sie eine Autofahrt mit Kind meistern, finden Sie hier.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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