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20 August, 2015 - 23:22
 

Babynahrung – worauf Eltern achten sollten

Stillkinder fangen in der Regel mit etwa einem halben Jahr an, die erste gefertigte Babynahrung zu verzehren, Babys die nicht gestillt werden, bekommen das Fläschchen. An Babynahrung werden hohe Qualitätskriterien angelegt, trotzdem sollten Eltern bei der Auswahl auf einige Punkte achten.

© Franz Pfluegl - Fotolia.com

Einige engagierte Mütter stillen und kochen später auch die Babynahrung selbst. Wenn dies alles nicht klappt – zum Beispiel, wenn die Mutter nicht stillen kann und die Zeit fehlt, die Nahrung selbst zuzubereiten, dann wird auf industriell produzierte Babynahrung zurückgegriffen.


Was gehört in Babys Fläschchen?

Bei der Milchnahrung für Babys wird zwischen Anfangsnahrung und Folgenahrung unterschieden. Sie decken mit ihrer Zusammensetzung den Bedarf an Nährstoffen und Kalorien, die ein Baby je nach Alter benötigt.

Die verschiedenen Anbieter von Milchnahrung bieten geprüfte Produkte, zum Teil in Bio-Qualität an. Allerdings wurde in einem umfangreichen Test der Zeitschrift Ökotest aus dem Jahr 2009 festgestellt, dass alle geprüften Produkte mit 3-MCPD-Fettsäureester verunreinigt waren. Dieses Ergebnis war allerdings neu, bei vorherigen Tests schnitten die Produkte meist mit sehr gut ab. Da es zur Flaschennahrung keine Alternativen außer dem Stillen gibt und da die schädliche Wirkung des Schadstoffes noch nicht hinreichend wissenschaftlich geklärt ist, rät selbst die Zeitschrift, die Babys weiterzufüttern. Keinesfalls darf auf Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch ausgewichen werden, da in diesen Milchsorten wichtige Nährstoffe fehlen, die ein Baby für ein gesundes Wachstum braucht.


Babybreie zum Anrühren

Ebenso wie bei der Milchnahrung gibt es im Bereich der Babybreie unterschiedliche Produkte. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine gründliche Prüfung und eine besondere Reinheit der verwendeten Inhaltsstoffe. Leicht verdauliche Babybreie in Pulver- oder Flockenform sind blitzschnell zubereitet und machen das Baby rundum satt und zufrieden. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Viele Breie enthalten Zucker oder auch potentielle Allergene wie Milchpulver, Nüsse oder Schokolade. Diese Zusätze sind unnötig und machen Ihr Kind nur dick. Achten Sie beim Kauf grundsätzlich auf zuckerfreie Produkte mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen. Es gibt reine Getreidebreie in Flockenform, die mit frischem Obst, zum Beispiel geriebenem Apfel oder auch mit Obstsaft angereichert und gleichzeitig gesüßt werden können. Der empfindsame Gaumen des Babys kommt sehr gut ohne gezuckerte oder anderweitig geschmacklich aufgewertete Nahrung aus.


Obstgläschen

Obstgläschen sind eine beliebte Zwischenmahlzeit für Babys und geben den Eltern das gute Gefühl, dass ihr Kind etwa gesundes gegessen hat. Schaut man sich einmal die Liste der Inhaltsstoffe an, finden sich Begriffe wie Glucose, Maltose, Fruktose oder säurearme Früchte. All diese Begriffe stehen für Zucker. Probiert man die Gläschen selbst, stellt man schnell fest, dass sie viel süßer schmecken als die entsprechende Obstsorte.


Ganze Gerichte in einem Gläschen

Je älter ein Kind wird, umso mehr verschiedene Nahrungsmittel verträgt es. Für Kinder ab etwa acht Monaten werden ganze Gerichte in Püree-Form angeboten. So kann ihr Kind zum Beispiel Hühnchen mit Nudeln und Broccoli bequem mit dem Löffel verspeisen. Aber auch hier gilt: Vorsicht vor den Zusatzstoffen, in vielen Gläschen sind viel zu viele Gewürze, vor allem Salz, sie enthalten Eier oder Konservierungsstoffe. Wer sein Baby möglichst gesund ernähren will, sollte also die Inhaltsstoffe gründlich studieren und bei unnötig langen Listen lieber ein andere Produkt wählen. Allerdings sollte man immer auch die aktuellen Testergebnisse studieren. So hat die Zeitschrift Ökotest in einigen Gemüsegläschen krebserregende Stoffe, unter anderem Benzol, entdeckt.


Testergebnisse und Meldungen über Zusatzstoffe in Babynahrung rufen zur Vorsicht auf, sind aber kein Grund zur Sorge. Denn es gibt zum einen die Möglichkeit, sich über bedenkliche Produkte zu informieren, zum anderen hilft oft auch schon das Studium der Inhaltsstoffe, um weniger geeignete Babynahrung auszusortieren. Wer sich ganz sicher sein will, was Baby so isst, der kann auch selbst kochen. Allerdings besteht hier im schlimmsten Fall die Gefahr einer Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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