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11 Februar, 2016 - 23:23
 

Der Valentinstag – ein Fest der Liebe oder fauler Zauber? Was wird als Geschenk erwartet?

Wie jedes Jahr ist am 14. Feburar Valentinstag. Er wird gehasst, er wird geliebt. Es gibt Paare, die sich mit Liebesbeweisen überhäufen, andere ignorieren einen Tag, der etwas Besondere sein soll, weil sie der Meinung sind, die Liebe müsse an jedem Tag besonders sein. Eine dritte Gruppe, die nicht minder stark vertreten ist, bevorzugt die „Verschwörungstheorie“, der Valentinstag sei eine Erfindung der Blumenhändler. Ein etwas genauerer Blick erscheint durchaus sinnvoll – damit nichts schiefgeht.

© detailblick - Fotolia.com

Zunächst einmal sei eines klargestellt: Es waren nicht etwa geheime Absprachen zwischen „Fleurop“ und „Blume 2000“, die den Valentinstag ins Leben gerufen haben. Blumenhändler sind zwar die Letzten, die etwas an diesem Tag auszusetzen hätten, erfunden haben sie ihn aber trotzdem nicht. Für die „Verschwörungstheorie“ reicht es also nicht.

Valentinus, auf den der Valentinstag zurückgeht, hatte übrigens nicht vorrangig Liebesgeflüster im Kopf, als er zur Hauptfigur des Feiertages wurde. Vielmehr handelte es sich bei ihm um einen Märtyrer, der angeblich enthauptet wurde. Trotzdem gilt der 14. Februar in vielen Ländern als der Tag der Liebe. Schon im Jahr 469 segnete sogar die Kirche den Valentinstag als Feiertag ab, später, im Jahr 1969, distanzierte sie sich aber wieder und strich den Valentinstag aus dem römischen Generalkalender. Gottesdienste und Segnungen von Ehepaaren finden dennoch vermehrt am Valentinstag statt. In den meisten Fällen ist er aber doch nur ein Feiertag, an dem man dem geliebten Partner etwas schenkt. Und zwar möglichst das Richtige. Und das ist gar nicht so einfach. Jedenfalls nicht immer.


Römer, aber keinen Römertopf

Im antiken Rom gab es eine Göttin, deren Name war Juno. Sie galt als Beschützerin der Ehe und Familie. Für die alten Römer Grund genug, ihre Frauen am 14. Februar reich mit Blumen zu beschenken. Heutzutage verhalten sich Paare ganz unterschiedlich, wenn es um das passende Geschenk für den Partner bzw. die Partnerin geht. Das einzig wahre gelungene Geschenk gibt es sicher nicht, aber es gibt einige, die garantiert nicht passen, zum Beispiel Küchengeräte für die Frau. Auch wenn der Bezug zu den Römern von einer gewissen Geschichtskenntnis zeugen mag - einen Römertopf oder Mixer schenkt man zum Valentinstag besser nicht, es sei denn, man plant, die romantische Seite des Tages effizient nach hinten zu drängen.


Blumen passen (fast) immer

Die Vielfalt der Geschenke, die zum Valentinstag den Besitzer wechseln, hat sich im Lauf der Zeit natürlich deutlich erhöht. So gibt es Paare, die sich im wahrsten Sinne des Wortes „reich“ beschenken und viel Geld ausgeben. Andere mögen die kleinen Gesten lieber. Faktisch jedoch ist zumindest der Mann meist auf der sicheren Seite, wenn er Blumen schenkt. Ein allzu mickriger Strauß – vielleicht gar von der Tankstelle, dem man ansieht, dass kein großer Enthusiasmus in seiner Gestaltung liegt, sollte es aber besser nicht sein. Da doch lieber der selbst zusammengestellte Strauß, der sozusagen in Fleißarbeit am Wegesrand gesammelt wurde. Er demonstriert ehrliches Interesse und die Fähigkeit, sich ein wenig mehr damit zu beschäftigen, was die Partnerin will.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch Frauen, die mit Blumensträußen überhaupt nichts anfangen können. Gut, wenn man das als Partner weiß und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann.


Und was bekommt der Mann?

Die wenigsten Männer brechen in Begeisterung aus, wenn sie von der Angebeteten einen Blumenstrauß am 14. Februar überreicht bekommen. Je nach Höflichkeitsfaktor kann es zwar sein, dass eine gewisse Dankbarkeit vom Mann auszugehen scheint. In seinem Inneren sieht es aber oft ganz anders aus. Eine gute Alternative können Süßigkeiten sein, Männer naschen sehr viel lieber, als so manche Frau denkt. Wenn die Liebste bereit ist, ein wenig mehr für ihren Partner zu investieren, kann auch ein Gutschein für ein besonderes Erlebnis viele Männer in Verzückung versetzen. Vom Fallschirmspringen über Offroad-Touren mit großen Autos bis hin zum Bungee-Sprung ist eigentlich alles erlaubt – solange es das Männerherz höher schlagen lässt.


Personalisiert und selbst gestaltet

Personalisierte Geschenke haben in den letzten Jahren enorm zugelegt. Das eigens für den Liebsten signierte Buch, ein selbst verfasstes Gedicht, so gestaltet, dass es unverkennbar nur für die Herzensdame sein kann, individuelle Geschenke sind im Trend. Und selbst die Tatsache, dass individuell eigentlich gar nicht mehr so individuell ist, stört da nur wenig. Auch wenn es Läden und Internetshops gibt, die gewissermaßen „Individualität in Massen“ produzieren, kommt es doch gut an, wenn das Präsent individuell gestaltet wurde.

Ein hervorragendes Geschenk, von dem in jedem Fall beide Partner etwas haben, ist sicherlich eine kleine Reise, die Übernachtung in einem besonderen Hotel oder der Abend in einem Restaurant, das man unter normalen Umständen nicht besuchen könnte. So etwas erfreut beide Partner gleichermaßen und unterstreicht natürlich das Romantische des Valentinstages.


Wenn das beste Geschenk gar kein Geschenk ist

Es klang bereits an. Der Valentinstag ist nicht bei allen Menschen beliebt, ganz im Gegenteil. Kritiker bemängeln die Kommerzialisierung, Geschäftemacherei und das Gefühl eines „konstruierten Tages der Liebe“. Wer seinem Partner das richtige Geschenk zum Valentinstag machen will, sollte ihn gut genug kennen, um möglicherweise die richtige Antwort auf die Frage zu haben, ob überhaupt ein Geschenk erwünscht ist. Ist das nicht der Fall, ist das einzig wahre Geschenk gar kein Geschenk. Und vielleicht ein besonders romantischer Abend. Am Tag vor oder nach dem Valentinstag.
 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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