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30 März, 2011 - 11:59
 

Fahrradhelme für Kinder im Test

Verantwortungsvolle Eltern lassen ihr Kind niemals ohne Fahrradhelm aufs Rad. Die schützenden Sporthelme werden in Österreich sogar als so wichtig eingeschätzt, dass sie ab Mai 2011 für Kinder Pflicht werden sollen. Doch nicht jeder Fahrradhelm schützt gleich gut. Tests haben ergeben, dass Billighelme oft noch schlechter sind als ihr Ruf.

© Miredi - Fotolia.com

Gebräuchliche Fahrradhelme sind die Mikroschalen-Helme. Der Schaumstoff im Inneren ist von einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. Diese Fahrradhelme sind sehr leicht und haben eine glatte Oberfläche, die das Abgleiten vom Untergrund erleichtert und somit die Gefahr eines Schleudertraumas mindert. Schlitze im Helm verhindern ein übermäßiges Schwitzen unter dem Kunststoffhelm.

 

Anforderungen an einen guten Fahrradhelm

Ein Fahrradhelm dient der Sicherheit, besonders wichtig ist beim Kauf also, ein Produkt zu wählen, dass auch wirklich sicher bei Stürzen schützt. Erste Grundvoraussetzung sind die in Deutschland üblichen Gütesiegel, die Gewissheit darüber verschaffen, dass der Fahrradhelm den gültigen Sicherheitsnormen entspricht:

 

  • Die EN-Norm 1078 stellt sicher, dass das Produkt dem europaweit festgelegten, neuesten Stand der Technik entspricht.
  • Das TÜV-Siegel bewertet die hohe Qualität.
  • Das CE-Siegel bestätigt, dass die Sicherheitsanforderungen gemäß den EU-Richtlinien eingehalten werden.

 

Darüber hinaus muss ein sicherer Fahrradhelm weitere Kriterien erfüllen. Besonders wichtig ist die gute Passform; der Helm muss sicher und enganliegend auf dem Kopf sitzen. Die möglichen Größeneinstellungen dienen dabei nur der Feinjustierung. Zusätzliche Sicherheit bieten Reflektorstreifen zur besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Dies ist bei Kindern doppelt wichtig. Der Helm muss bequem auf dem Kinderkopf sitzen, sonst stehen die Chancen schlecht, dass Ihr Kind den Helm auch aufsetzt. Um zu gewährleisten, dass der Helm gut passt, sollte er vor dem Kauf unbedingt anprobiert werden. Prüfen Sie bei der Gelegenheit auch gleich, ob Ihr Kind mit der Handhabung zurechtkommt: Kann es den Helm selbstständig öffnen und schließen? Achten Sie darauf, dass die Kinnriemen mindestens 15 mm breit sind und der Verschluss seitlich angebracht ist. Ein Klettverschluss ist nicht zulässig, denn er ist nicht sicher genug.

 

Vorsicht vor Billigprodukten!

In einem Vergleich von Stiftung Warentest wurde der billigste Kinderhelm, der um die 10 Euro zu haben ist, mit der Note „mangelhaft“ bewertet. Um die Sicherheit zu gewährleisten sollte man also lieber ein etwas teureres Produkt wählen. Gut bewertete Fahrradhelme sind etwa ab 20 Euro zu bekommen. Während die Stiftung Warentest den Kinderfahrradhelm Giro Rascal für 39,95 € mit der besten Note 1,9 bewertete, machte bei der Zeitschrift Ökotest (Ausgabe 3/10) der Alpina Fahrradhelm Rocky das Rennen. Der Helm schnitt in allen Kategorien mit der Bestnote „sehr gut“ ab und ist ab 24,95 € erhältlich.

 

Was noch zu beachten ist

Fahrradhelme müssen gut sitzen. Das bedeutet im Zweifelsfall, dass für Ihr Kind jährlich ein neuer Helm fällig wird, je nachdem wie schnell der Kopf Ihres Sprösslings an Umfang zulegt. Ein neuer Helm muss auch dann angeschafft werden, wenn Ihr Kind gestürzt ist oder der Helm auf einen harten Untergrund aufgeprallt ist. Auch wenn die Kunststoffhülle unbeschädigt wirkt, können feine Haarrisse entstanden sein, die bei einem Unfall die Sicherheitsfunktion beeinträchtigen oder außer Kraft setzen.

Im Übrigen sollten Sie immer mit gutem Vorbild vorangehen! Denn nur dann, wenn Sie selbst konsequent einen Fahrradhelm tragen, wird das auch Ihr Kind tun. Fahrradhelme sollten Kinder nicht nur dann tragen, wenn sie selbst Radfahren, sondern auch auf dem Kindersitz, im Fahrradanhänger oder auf dem Laufrad.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de