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9 Mai, 2015 - 22:53
 

Handy fürs Kind – Ab wann ist das sinnvoll?

Technik umgibt uns mittlerweile überall und in jeder Form und macht auch vor unseren Kindern nicht halt. SMS-schreibende Kinder und Teenager sind fester Bestandteil des Alltagsbildes. Aber ab welchem Alter macht ein Handy für ein Kind wirklich Sinn und wie gestaltet man die Handhabung?

© pete pahham - Fotolia.com

Die flächendeckende Verbreitung des Handys hat dazu geführt, dass wir alle immer und überall erreichbar sind. Das kann sehr nützlich sein, vor allem, wenn es darum geht, den Kontakt mit den eigenen Kindern im täglichen Leben zu halten. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, dass Kinder die nötige Reife besitzen, um mit dem Mobiltelefon verantwortungsvoll umzugehen.


Wann macht ein Handy Sinn?

Immer dann, wenn ein Kind in Situationen steckt, in denen „etwas schief gehen“ kann, ist ein Handy ein gutes Hilfsmittel: Zum einen kann das Kind sich durch einen Anruf Hilfe holen, zum anderen können die Eltern Kontakt zum Kind aufnehmen. Dieser Fall tritt zum Beispiel ein, wenn das Kind alleine öffentliche Verkehrsmittel nutzt oder wenn Sie Ihr Kind irgendwo abholen wollen. Ergibt sich eine Veränderung, dann ist mit einem kurzen Anruf alles geklärt und weder Sie noch Ihr Kind haben Grund, sich zu sorgen. Auch dann, wenn man in ländlichen Gegenden lebt und das Kind lange Weg hat, kann das Handy Sinn machen.

Für Kinder unter sechs Jahren ist ein Handy kaum geeignet, da sie in diesem Alter einfach noch nicht fähig sind, damit umzugehen. Das fängt damit an, dass das Handy immer mit herumgetragen werden soll. Kleine Kinder vergessen im Spiel oder über anderen Dingen oft derartige „Kleinigkeiten“ und auch die Bedienung ist für Kinder unter sechs oft noch nicht zu leisten. Für Jugendliche ab 12 ist ein Handy mittlerweile ein Statussymbol, ohne dass sie schnell ausgegrenzt werden können. Die Jugendlichen halten damit Kontakt untereinander und auch die Kommunikation mit den Eltern über Verabredungen und Planänderungen wird erleichtert.


Das richtige Kinderhandy

Für Kinder zwischen sechs und zwölf, bei denen das Handy noch kein Prestigeobjekt ist, sondern nur im Notfall zum Einsatz kommt, gibt es spezielle Kinderhandys. Diese sind einfach über Kurzwahlnummern zu bedienen; sie sind robust und auch im Design auf den kindlichen Geschmack abgestimmt. SMS, die Wahl von Sondernummern und der Zugang ins Internet sind nicht möglich und Spiele gibt es auf diesen Handys ebenfalls nicht. Für etwas größere Kinder eignen sich allerdings auch normale Handys, vorzugsweise einfache Modelle, wie es sie früher gab und wie sie zum Teil jetzt noch im Umlauf sind. Auch bei diesen Modellen kann die Verwendbarkeit zum Teil in den Handyeinstellungen begrenzt werden.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass die Kosten kontrolliert werden. Handys für Kinder und auch für Jugendliche sollten auf jeden Fall als Prepaid-Handy angeschafft werden. Kinder können noch nicht abschätzen, wie schnell durch Telefonate und SMS große Summen mit dem Handy verbraucht werden. Außerdem entfällt die Grundgebühr und Sie können die Verwendung des Handys leichter begrenzen, indem Sie Ihrem Kind zum Beispiel lediglich den Verbrauch von einer Handykarte pro Monat finanzieren.


Gefahren bei der Handynutzung durch Kinder

Gerade das Schreiben von SMS hat für Kinder und Jugendliche bei der Handynutzung einen hohen Stellenwert und zusätzlich ein großes Suchtpotential. Wenn Sie Ihrem Kind ein Handy gestatten, können Sie es kaum vor dieser Gefahr schützen. Besonders schüchterne oder zurückhaltende Kinder laufen sehr leicht Gefahr, über die Kontakte per Handy in die Sucht und auch in die soziale Isolation abzurutschen.

Weiterhin ist nachwievor nicht ganz geklärt, wie sich die Handystrahlung auf den menschlichen Organismus auswirkt. Besorgte Eltern sollten dafür sorgen, dass das Kind das Handy besser in der Tasche als am Körper trägt, es über Nacht abgeschaltet wird, beziehungsweise nicht in der Nähe des Bettes liegt, und dass bei längeren Telefonaten ein Headset benutzt wird. Die Strahlungsdaten einzelner Handymodelle, die sogenannten SAR-Werte geben Aufschluss über die ausgesendete Strahlung.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Handys für Kinder und Jugendliche machen Sinn, allerdings sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder einen verantwortlichen Umgang damit lernen. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass das monatliche Telefon-Budget begrenzt ist. Wählen Sie immer einen Prepaid-Tarif (Kartentarif), damit Sie durch die Handynutzung Ihres Kindes nicht in eine Kostenfalle geraten.

 

 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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