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30 Juli, 2012 - 10:20
 

Kinder und Umzüge - mitunter eine heikle Sache

Umzüge sind für Kinder oft der blanke Stress und mit viel Abschiedsschmerz verbunden. Eine gute Vorbereitung und Organisation machen den Wohnungswechsel für die ganze Familie leichter. Und auch nach dem Umzug kann man einiges tun, um dem Kind die Eingewöhnung zu erleichtern.

© Kzenon - Fotolia.com

Es ist kaum abzuschätzen, wem der Umzug schwerer fällt: dem Kleinkind, das ohne viel zu verstehen, in ein neues Umfeld verpflanzt wird oder dem Schulkind, bei dem ein Umzug fast immer auch den Verlust von Freunden und einen Schulwechsel bedeutet. Neben der möglichst präzisen Umzugsplanung kann man davor und danach dafür sorgen, dass die Kinder sich möglichst leicht in der neuen Umgebung um- und einzugewöhnen.

 

Der Umzug – gute Planung ist alles

Zieht man mit einer kompletten Familie um, dann ist ein Wohnungswechsel keine Kleinigkeit. Für die Umzugsplanung selbst sind vor allem folgende Dinge zu beachten:

 

  • Wer kann, sollte sich eine Spedition gönnen. Das spart Nerven und Zeit.
  • Am Umzugstag sollten alle Kisten gepackt und beschriftet sein. Beim Einladen sollte man beachten, dass die Kisten fürs Kinderzimmer möglichst als erstes ausgepackt werden, damit das Kind eine zumindest annähernd vertraute Umgebung in der neuen Wohnung erwartet.
  • Die wichtigsten Dinge des Kindes wie Lieblings-Spielsachen und Kuscheldecke sollten ihm bis zuletzt überlassen bleiben.
  • Wasser, Strom, Heizung, Telefon – das alles sollte frühzeitig angemeldet werden, damit der Tagesablauf in der neuen Wohnung möglichst bald wieder wie gewohnt läuft.
  • Wie wird Ihr Kind am neuen Wohnort betreut, wo wird es in die Schule gehen? Das muss unbedingt lange vor dem Umzug geklärt sein.
  • Wenn möglich, sollte Ihr Kind die neue Wohnung und auch die Umgebung schon vorab gesehen haben. Optimal ist, wenn Sie ihm bei der Zimmeraufteilung ein Mitspracherecht überlassen können.

 

Wohin mit dem Kind beim Umzug?

Während größere Kinder durchaus mithelfen können, ist es für die Kleinsten meist besser, sie sind während des eigentlichen Umzugs gut untergebracht und werden von den Großeltern oder dem Babysitter betreut. Allerdings sollte man ihnen dennoch sagen, dass ein Umzug ansteht und sie auch das Kistenpacken zumindest teilweise miterleben lassen.

Zieht man innerhalb der gleichen Stadt um, ist es in der Regel unkompliziert, das Kind nachzuholen. Bei einem Umzug über weite Distanzen sollte man die Anreise mit dem Kind getrennt organisieren. Zuerst findet der Möbeltransport statt, während ein Elternteil bereits Kisten auspackt und Möbel aufbaut, kann der andere das Kind nachholen. Ist das Kind bei den Großeltern untergebracht und daran gewöhnt, auch mal mehrere Tage zu bleiben, kann man sogar warten, bis die neue Wohnung fast eingerichtet ist.

 

Wichtige Tipps für die Zeit danach

Für kleinere Kinder ist nach dem Umzug wichtig, dass sie viel Vertrautes in der neuen Wohnung wiedererkennen. Vielleicht ist das Kinderzimmer genauso eingerichtet wie in der alten Wohnung, zumindest sollte es alle seine Stofftiere und Spielsachen wiederfinden. Bei kleinen Kindern sollte man darauf verzichten, beim Umzug gleich eine neue Kinderzimmereinrichtung zu besorgen. Größeren Kindern kann man damit allerdings den Umzug schmackhaft machen.

Auch für ältere Kinder ist es wichtig, dass sie sich möglichst bald in der neuen Wohnung heimisch fühlen. Denn die neue Schule mit lauter unbekannten Kindern ist oft eine große Herausforderung, die mit viel Stress verbunden sein kann. Achten Sie auf Ihr Kind, reden Sie mit ihm und bestärken Sie es darin, dass es sich in der neuen Umgebung bald eingewöhnen und neue Freunde finden wird. Gut ist es auch, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zusammen unterwegs zu sein. Wo ist die nächste Eisdiele, wie weit ist es zum Freibad oder ins Kino? In einer Umgebung, in der man sich auskennt, fühlt man sich schnell vertraut.

Egal wie alt ein Kind ist, gönnen Sie ihm einige Tage der Eingewöhnungszeit, bevor es in den neuen Kindergarten oder in die neue Schule geht. Ist das Zuhause schon ein wenig vertraut, dann kommt es mit den weiteren neuen Eindrücken deutlich besser zurecht.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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