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30 August, 2015 - 00:28
 

Kleiderkauf für Babys und Kleinkinder - was ist zu beachten?

Der Kleiderkauf begleitet Eltern über lange Zeit, denn Kinder wachsen schnell und ständig. Gerade die Kleidung für Babys und Kleinkinder sollte nicht nur praktisch und pflegeleicht, sondern auch möglichst schadstofffrei sein. Damit das Budget nicht unnötig überlastet wird, bietet es sich an, Kinderkleidung Secondhand zu kaufen.

© Nomad_Soul - Fotolia.com

Gerade für Mütter ist das riesige Angebot an modischer Bekleidung schon für die Kleinsten verführerisch. Was toll aussieht, muss noch lange nicht praktisch und bequem sein - und darauf kommt es bei der Kleidung für Babys und Kleinkinder vor allem an. Vielleicht ist es gar keine schlechte Idee, wenn Männer mit ihrem Sinn fürs Praktische den Klamottenkauf öfter mal in die Hand nehmen.


Modisch oder praktisch?

Generell gilt: Der Modeaspekt spielt bei der Kinderkleidung ausschließlich für die Eltern eine Rolle. Dem Kleinkind ist es egal, welche Kleidung es trägt, solange sie nicht kneift oder bei der Bewegung stört. Mit diesem Schwerpunkt sollte die Kleidung deshalb auch ausgewählt werden. Folgende Kriterien sollten bei Baby- und Kleinkindkleidung vor dem Kauf geprüft werden:

  • Lässt sich das Kleidungsstück leicht an- und ausziehen?
  • Ist der Stoff robust (wichtig vor allem im Krabbelalter und bei Kleinkindern)?
  • Wie anspruchsvoll ist die Reinigung des Materials. Kleidungsstücke, die per Hand gewaschen werden müssen, sind sofort disqualifiziert. Am einfachsten ist es, wenn die Kleidung auch für einen Wäschetrockner geeignet ist.
  • Passt das Kleidungsstück in die Jahreszeit? Ist es z.B. nicht zu warm für den Sommer?
  • Sind Farben und Material schadstoffgeprüft, bzw. schadstofffrei?

Man muss sein Kind nicht in Sack und Asche kleiden, um diese Kriterien zu erfüllen. Hersteller von Kinderkleidung kennen die Ansprüche, die Eltern und Kind an die Bekleidung stellen. Dementsprechend gibt es mittlerweile viele Kollektionen, die darauf abgestimmt sind. Die modischen Aspekte kommen dennoch nicht zu kurz, bleiben aber immer kindgerecht.


Kinderkleidung vom Discounter

Kleidung für Kinder wie für Erwachsene wird teilweise zu unverständlich billigen Preisen angeboten. Das schont zwar das Budget der Eltern, einen Gefallen tun Sie sich und Ihrem Kind damit jedoch nur selten. Meist ist die Kleidung schnell verschlissen und hält oft nicht einmal die kurze Zeit aus, die das Kind sie trägt. Zum andern sind billig produzierte Kleidungsstücke häufig stark schadstoffbelastet, denn: Was billig verkauft wird, wurde auch billig hergestellt. Selbst nach einigen Wäschen geben die Materialien noch Schadstoffe an die Haut ab. Und die ist gerade beim Baby sehr dünn und durchlässig. Wer auf die Kleidung aus dem Billigdiscount nicht verzichten will oder kann, sollte zumindest beim Untendrunter nicht sparen: Bodys aus Naturmaterial oder besser noch Biobaumwolle belasten den Organismus nicht und können so ohne Probleme direkt auf Babys Haut anliegen.


Kinderklamotten aus zweiter Hand

Kaum eine andere Form der Bekleidung eignet sich so gut für den Kauf im Secondhandshop, bei ebay oder auf dem Babyflohmarkt. Dort erhalten Sie häufig robuste und schöne Kleidung fast wie neu zu günstigsten Preisen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Viele Kleidungsstücke tragen Kinder kaum oder gar nicht, bevor sie aus ihnen herausgewachsen sind. Nutznießer sind andere Eltern, denn Secondhandbekleidung hat entscheidende Vorteile:

  • Hochwertige und gut erhaltene Kleidung zu günstigen Preisen
  • Eventuelle Schadstoffe sind häufig bereits ausgewaschen


Für den Kauf aus Zweiter Hand sind im Grunde genommen alle Kleidungsstücke geeignet. Nur bei Schuhen sollten Sie vorsichtig sein. Schräg abgelaufene Sohlen können den noch weichen Fuß Ihres Kindes verformen.

Tipp: gebraucht gekaufte Kleidung einmal waschen und anschließend heiß bügeln. Das tötet alle Keime ab, die in der Kleidung sein könnten.


Schadstoffgeprüft - Diesen Labels können Sie vertrauen

Optische Aufheller, chemische Weichmacher oder gesundheitsgefährdende Farbstoffe finden sich in vielen Kleidungsstücken, das gilt auch für Kinderkleidung. Selbst ein Babystrampler, der zu 100% aus Baumwolle hergestellt ist, kann Rückstände von Pestiziden enthalten, Stoffe mit Schurwollanteil sind häufig mit Insektiziden verunreinigt. Eine Deklarationspflicht gibt es für diese Belastungen nicht. Auf Nummer Sicher gehen Sie daher, wenn Sie Kinderkleidung mit Prüfsiegel kaufen:

  • Ideal ist Kinderkleidung, die aus Naturtextilien aus ökologischer Produktion stammt. Die Schadstofffreiheit garantiert das IVN-Prüfsiegel der Naturtextilhersteller.
  • Sehr bekannt ist das Ökotex ® Standard 100 Siegel, Kritiker monieren allerdings die hohen Grenzwerte, mit denen gerabeitet wird und die Tatsache, dass nur das fertige Produkt geprüft wird.
  • Das Toxproof-Label des TÜV Rheinlands wird ebenfalls nur an geprüfte Textilien vergeben. Für bestimmte Chemikalien sind Grenzwerte festgelegt, Azo-Farbstoffe sind nicht zulässig.


Kleiderkauf mit allen Sinnen - So prüfen Sie Kinderkleidung

Unabhängig von der Qualität der Kleidung und evtl. vorhandener Prüfsiegel sollten Sie Kinderkleidung mit allen Sinnen prüfen:

  • Riecht die Kleidung stark chemisch, dann ist sie zu fast sicher auch mit Chemikalien belastet.
  • Antibakteriell behandelte Kleidung ist für Kinder tabu. Sie enthält oft Rückstände von Triclosan, das verdächtigt wird, Organschäden auszulösen.
  • Veredelte Stoffe sind ebenfalls nichts für Ihr Kind. Die Materialien sind mit Sicherheit chemisch behandelt.


Was für Kinderkleidung gilt, gilt übrigens auch für Ihre eigene Bekleidung! Schadstofffrei und bequem sollte Kleidung generell sein. Die Bewegungsfreiheit und das Wohlbefinden werden damit positiv beeinflusst.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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