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23 April, 2015 - 08:46
 

Mit dem Fahrrad unterwegs – So fährt Ihr Kind sicher

Sommerzeit ist Fahrradsaison und es macht einfach Spaß, sich in gemäßigtem Tempo durch die Natur zu bewegen. Kinder sind hierbei kein „Hinderungsgrund“ – moderne Fahrradsitze und Hightech-Anhänger machen eine Radtour auch für das Kind zum Vergnügen. Bei der Auswahl von Sitz und Hänger sollten jedoch einige Punkte beachtet werden.

© yvart - Fotolia.com

Oberstes Gesetz beim Fahrradfahren mit Kindern ist natürlich die Sicherheit. Dazu gehört auf jeden Fall ein gut sitzender Fahrradhelm, nicht nur für die Kinder. Nur dann, wenn auch die Eltern einen Helm tragen, wird diese Sicherheitsmaßnahme auch für Kinder logisch und nachvollziehbar und sie werden selbst gerne einen Helm tragen.


Sichere Fahrradsitze

Kinder können ab dann im Fahrradsitz mitgenommen werden, wenn sie selbstständig stabil sitzen können. Das ist etwa ab neun Monaten der Fall. Kinder die älter als 7 Jahre sind, dürfen laut §21 Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht mehr im Fahrradsitz mitgenommen werden. Für den Transport auf dem Fahrrad gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Vor dem Lenker entgegen der Fahrtrichtung: Diese Transportvariante ist bis zu einem Gewicht von 15 kg erlaubt.
  • Zwischen Lenker und Fahrer in Fahrtrichtung: Auch hier dürfen nur Kinder bis maximal 15 kg transportiert werden.
  • Hinter dem Sattel in Fahrtrichtung: Bis zu einem Gewicht von 22 kg oder einem Alter von 7 Jahren erlaubt.

Aus Sicherheitsaspekten ist die dritte Variante zu bevorzugen, allerdings gibt es hier den Nachteil, dass kein direkter Sichtkontakt möglich ist. Bei der Auswahl des Fahrradsitzes sollte Wert auf ein hochwertiges Modell gelegt werden, das aktuellen Sicherheitsvorschriften entspricht und über eine komfortable Ausstattung verfügt:

  • Verstellbare Fußstützen, Rückhaltevorrichtung und Feststellgurte für die Füße
  • Schalensitz mit hoher Rückenlehne
  • Verstellbare Kopfstütze
  • Hosenträgergurte (Dreipunkt-Gurtsystem)

Das Fahrrad, auf dem der Fahrradsitz montiert wird, muss besonders verkehrssicher sein!

Fahrradsitze eignen sich in erster Linie für Kurzstrecken. Damit Ihr Kind auch dann komfortabel sitzt, wenn es eingeschlafen ist, können Sie ein Nackenhörnchen verwenden, das verhindert, dass der Kopf des schlafenden Kindes zur Seite fällt oder umhergeschleudert wird.

 

Transport im Fahrradanhänger

Für längere Strecken und auch dann, wenn zwei Kinder transportiert werden müssen, ist ein Fahrradanhänger optimal. Moderne Anhänger entsprechen höchsten Sicherheitsvorschriften und lassen sich komfortabel auf- und abbauen. Wer viel mit dem Fahrradanhänger unterwegs ist, sollte ein gefedertes Modell wählen, um die kindliche Wirbelsäule zu schonen. Beim Kauf sollte folgendes beachtet werden:

  • Stabiles Gestell mit abgerundeten Ecken
  • Stabile Bodenwanne
  • Überrollbügel
  • Niedriger Schwerpunkt und große Spurweite (verhindert Kippen)
  • Radabdeckungen
  • 5-Punkt-Gurtsystem
  • Kopffreiheit für den Helm
  • Beleuchtung und gute Erkennbarkeit (Farbgestaltung)

Kinder unter 18 Monaten sollten nicht im Fahrradanhänger transportiert werden. Bis wann ein Kind im Fahrradanhänger mitfahren kann ist abhängig von Größe und Gewicht. Meist finden sich entsprechende Angaben im Fahrradanhänger selbst oder in der zugehörigen Bedienungsanleitung.


Fahrradsitz oder Fahrradanhänger?

Insgesamt haben sowohl Fahrradsitz als auch Anhänger Stärken und Schwächen: Beim Fahrradsitz besteht erhöhte Kippgefahr und das Kind fällt bei einem eventuellen Sturz des Fahrers nahezu ungeschützt mit. Dagegen schneidet der Fahrradsitz besser ab, wenn es um Rangieren und Bremsen geht. Laut ADAC unterscheiden sich Anhänger und Sitz lediglich im Bereich der Standsicherheit: Dort liegt natürlich der Fahrradanhänger klar vorn. Bequemer auf langen Strecken ist auf jeden Fall der Fahrradanhänger, während auf Kurzstrecken der Fahrradsitz einfach praktischer ist, zumindest was das Rangieren im Straßenverkehr angeht.

 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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