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7 Februar, 2015 - 11:14
 

Oma und Opa – die idealen Babysitter?

Auch Eltern wollen mal frei haben! Wenn die Partner zusammen etwas unternehmen wollen, muss ein Babysitter her. Glück hat hier, wer die Großeltern als liebevolle und kostenlose Babysitter in der Nähe hat. Oder?

© Franz Pfluegl - Fotolia.com

Die Großeltern springen meist gern ein, wenn ein Babysitter gebraucht wird. Konfliktpotential ist allerdings vorhanden, wenn sich Oma und Opa nicht aufs Aufpassen beschränken, sondern sich in die Erziehung einmischen. Damit es hier keinen Stress gibt, sind vor dem Babysitting ehrliche Worte und klare Vereinbarungen nötig. Ist das erst einmal geregelt, profitieren alle von den babysittenden Großeltern.


Was vor dem Babysitting geklärt werden muss

Gerade dann, wenn es um die Kindererziehung geht, kann es Streit zwischen Eltern und Großeltern geben. Einige Menschen der älteren Generation kommen nur schwer mit dem liberal-liebevollen Erziehungsstil klar, der sich aktuell immer mehr durchsetzt. Ist das nicht das Problem, dann gibt es eventuell Schwierigkeiten, weil die Großeltern die Regeln und Grenzen, die die Eltern dem Kind gesetzt haben, aushebeln und es zu sehr verwöhnen. Damit Konflikte in Bezug auf die Erziehung des Kindes gemeistert werden können oder gar nicht erst entstehen, sind offene Worte nötig. Sprechen Sie mit den Babysittern in Spe vor allem über die Punkte in der Erziehung, die Ihnen besonders wichtig sind. Seien Sie aber nicht zu streng, denn Großeltern sind auch dazu da, um ihre Enkelkinder zu verwöhnen und ihnen eine Extraportion Zuwendung und Aufmerksamkeit zu geben. Das Babysitting so ganz ohne den prüfenden Blick gestrenger Eltern ist dafür bestens geeignet.


Wenn aus der Gefälligkeit Überforderung wird

Großeltern passen gern mal aufs Baby auf, dennoch sollten Sie ein Auge darauf haben, wann sie überfordert sind. Gerade dann, wenn Ihre eigenen Eltern schon älter sind, gibt es Kapazitätsgrenzen. Besonders wichtig sind auch hier klare Worte: Die Babysitter sollten ihre Grenzen klar mitteilen und auch mal Nein sagen dürfen. Sie selbst sollten diese Grenzen dann respektieren, ohne beleidigt zu sein. Nehmen Sie die Bereitschaft von Oma und Opa auf den Sprössling aufzupassen niemals als selbstverständliche Pflicht Ihrer Eltern hin. Es ist eine Gefälligkeit, die gerne gegeben werden sollte.


Oma und Opa allein zu Haus

Wie das Babysitting durch die Großeltern geregelt ist, ist variabel und hängt von den Umständen ab. Bei sehr kleinen Kindern ist es häufig am günstigsten, wenn Oma oder Opa ins eigene Haus bzw. die eigene Wohnung kommen. Das ist für die Kleinen die geringste Umstellung und damit für alle mit am wenigsten Stress verbunden. Ist das nicht möglich, dann muss der Nachwuchs fürs Babysitting umziehen. Auch das geht, dann sollten Sie als Eltern allerdings dafür sorgen, dass bei Oma und Opa die richtigen Bedingungen herrschen. Ein quirliges Krabbelkind braucht eine geschützte Umgebung, in der es sich ausleben kann – in einem kinderlosen Haushalt ist das nicht unbedingt gegeben. Optimal ist, wenn bei häufigen Besuchen bei den Großeltern dort ein eigenes Zimmer mit Bett vorhanden ist. Fürs Babysitting zwischendurch darf es auch mal die Besucherritze sein – wenn Oma und Opa das mitmachen. Wichtig ist, dass alle Beteiligten an diesem Arrangement gehört werden – auch die Kinder, allen voran aber die Großeltern. Denn für sie bedeutet das Babysitting zwar in der Regel viel Freude, aber auch jede Menge an Einschränkung.


Großeltern sind also oft die perfekten Babysitter. Sie kosten nichts und gehören zur Familie dazu, man kann ihnen vertrauen und sich auf sie verlassen. Wenn alle offen zueinander sind und klare Regeln und Grenzen vereinbart werden, kann sich dadurch ein perfektes Arrangement geben und die Kinder wachsen in einer familiären Atmosphäre auf, in der neben den Eltern auch noch die Großelterngeneration eine wichtige Rolle spielt.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de