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21 Oktober, 2012 - 10:05
 

Vorsicht vor dem Hund – was Eltern beachten sollten

Hunde können für Kinder tolle Spielkameraden sein, aber auch schnell zu einer mitunter tödlichen Gefahr werden. Ob es nun um fremde oder eigene Hunde geht. Beim Kontakt zwischen Kindern und Hunden sind einige Vorsichtsmaßnahmen unbedingt einzuhalten.

© otisthewolf - Fotolia.com

Der Wolf im Hund

Sieht man sich das Verhalten von Wölfen an, ist vor allem zweierlei charakteristisch: Zum einen ein ausgeprägter Jagdinstinkt, der den Tieren das Überleben sichert, zum anderen ein überaus intelligentes und hochentwickeltes Sozialverhalten im Rudel. Beide Eigenschaften hat der Haushund behalten, je nach Hund und Rasse mal mehr, mal weniger. Darüber hinaus typisch ist für Hunde (wie für alle anderen Rudeltiere auch), dass sie Konflikten innerhalb des eigenen „Rudels“ stets ausweichen – wenn es irgendwie möglich ist.

Da Hunde rein instinktgesteuert sind, liegt es am Menschen, die Situationen zu beurteilen und zu steuern, in denen die ursprünglichen Verhaltensweisen des Hundes gefährlich für Kinder werden können.


Die richtige Erziehung

Ein wichtiger Eckpfeiler dafür, dass Hunde für Kinder nicht zur Gefahr werden ist eine konsequente Erziehung mit klaren Regeln und das gilt sowohl für das Kind als auch für den Hund. Beide brauchen einen geschützten Bereich, in den sie sich zurückziehen können. Situationen, die ein Gefahrenpotential darstellen, wie zum Beispiel mit Essen in der Hand herumlaufen oder das Tier an Schwanz oder Ohren ziehen, sind für das Kind tabu. Dem Hund darf nicht erlaubt werden, am Kind hochzuspringen oder es gar zu zwicken oder anderweitig zu dominieren. Nur dann, wenn für einen Hund die Rudelhierarchie 100%ig klar ist, gelingt eine risikoarme Integration von Hund und Kind in das Rudel Familie. Ganz gleich wie gut die Erziehung des Hundes ist und wie klar die Regeln gesetzt sind, dürfen Hunde und Kleinkinder niemals allein gelassen werden. Schon wenige Sekunden können eine Situation zum Kippen bringen, die seelischen Verletzungen für das Kind können selbst dann noch dramatisch wirken, wenn die Wunden eines Hundebisses längst verheilt sind.

Ein sehr großes Gefahrenpotenzial liegt darin, dass dem Hund verboten wird, seine instinktiven Warnsignale wie Knurren, Fell sträuben, Zähne fletschen, zu zeigen. Das kann zur Folge haben, dass ein Hund irgendwann ohne Vorwarnung auf ein Kind losgeht.


Das richtige Verhalten

Der Hund wird von seinem Jagdinstinkt und von Körpersprache bestimmt. Dementsprechend wird sein Verhalten oft durch menschliche Reaktionen ausgelöst. Vor allem beim Kontakt mit fremden Hunden sollten vier Grundregeln unbedingt beherzigt werden:

  • Niemals Weglaufen. Dieses Verhalten kann bei einem Hund den Jagdinstinkt auslösen. Entfernen Sie sich besser in einem gemütlichen Schlendergang vom Hund, ohne ihn anzusehen.
  • Nicht immer wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, ist er freundlich gesinnt. Auch die Aufregung vor dem Angriff kann durch Wedeln ausgedrückt werden.
  • Beugen Sie sich nicht von oben über einen Hund, das könnte er als Bedrohung auffassen.
  • Dies gilt vor allem für Kinder: Sie dürfen dem Hund nichts wegnehmen, dies könnte Aggression und Angriff auslösen.

Kinder sollten fremde Hunde nur dann streicheln, wenn Sie vorher mit dem Besitzer gesprochen haben. Nicht jeder Hund kennt Kinder und viele empfinden die unbekannte Körpersprache und die hellen Stimmen als Bedrohung.


Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenleben von Hund und Kind

Ganz gleich wie gut und harmonisch das Verhältnis zwischen Ihrem Kind und Ihrem Hund ist, sollten Sie die Regel Nummer eins immer beherzigen: Lassen Sie Ihr Kind und Ihren Hund niemals miteinander alleine. Dies gilt nicht nur dann, wenn die beiden in einem Zimmer sind. Auch wenn der Hund in der Küche schläft und das Kind im Kinderzimmer spielt – wenige Minuten genügen und die Situation kann eskalieren. Bringen Sie Ihrem Kind unbedingt auch von Anfang an bei, dass ein Hund kein Spielzeug ist, sondern seine eigenen Bedürfnisse hat und vor allem: Ein Kind darf einen Hund niemals festhalten, wenn der Hund sich zurückziehen möchte – dies ist einer der häufigsten Auslöser für Hundebisse bei Kindern.


Wie gefahrlos Hund und Kind sich begegnen, liegt ausschließlich in der Verantwortung des Menschen. Der Hund reagiert auf seine Umgebung, das Kind ist impulsgesteuert und weiß nur, was ihm vermittelt wurde. Nur dann, wenn es klare Regeln und feste Grenzen gibt, ist das Zusammenleben von Hund und Kind zu verantworten.

 


Interessante Links:


http://www.hundezeitung.de/ratgeber/kind.html
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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