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28 Februar, 2015 - 10:39
 

Windeln – Babys wichtigstes Utensil in den ersten Lebensjahren

Zur Grundausstattung von Babys gehört die Windel. Zwie bis drei Jahre begleiten sie Eltern und Kind. Unterschiedliche Größen, Qualitäts-Levels und Ausführungen machen die Auswahl manchmal schwer. Am besten ist, einfach auszuprobieren, mit welcher Windelsorte alle gut zurechtkommen.

© Sonar - Fotolia.com

Grundsätzlich können sich Eltern für Wegwerfwindeln oder für Stoffwindeln entscheiden. Stoffwindeln haben durchaus ihre Vorteile, allerdings ist der Aufwand bei der Handhabe um einiges höher, so dass sich rund 90% aller Eltern sich für den Gebrauch der praktischeren Einmalwindeln entscheiden. Diese Windeln werden von unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Größen angeboten. Dabei werden Alter und Gewicht berücksichtigt.


In den ersten zwei Lebensjahren spielt das Thema Windeln eine zentrale Rolle. Durchschnittlich brauchen Kinder vier bis fünf Windeln pro Tag. Zwischen 500 und 1.000 Euro geben Eltern in dieser Zeit dafür aus, je nachdem ob sie billige oder teure Windelmarken bevorzugen.


Die Einmalwindel – Aufbau und Größen

Die Einmal- oder auch Wegwerfwindel besteht aus einem Saugkern, heute meist aus Polyacrylat oder aus Superabsorbern, die bis zum 30- bis 40-fachen ihres Gewichtes an Flüssigkeit aufnehmen können. Entscheidend ist, dass der Urin auch unter Druck gespeichert wird. Der Saugkern ist von einem Vlies umhüllt, das in der Regel aus Polyesterfasern besteht. Eine wasserundurchlässige Hülle schließt die Windel nach außen hin ab. Moderne Windeln bieten durch elastische Beinabschlüsse und Klettverschlüsse, die variabel einstellbar sind, einen hohen Komfort.


In der Regel werden die Windeln in sechs verschiedenen Größen angeboten, nämlich von Mini für Neugeborene bis hin zu Junior für Kinder mit ca. 3 Jahren. Die größeren Windelformate sind so konstruiert, dass sie auch dann dichtzuhalten, wenn die Kinder sich viel bewegen. Mehr noch als das Alter spielt allerdings das Gewicht bei der Wahl der Windelgröße eine Rolle. Die Gewichtsspanne, für die eine Windelgröße geeignet ist, ist ebenfalls auf der Packung nachzulesen.


Besonders für größere Kinder in der Phase des Sauberwerdens werden sogenannte Windelpants angeboten. Diese Windelhöschen können die Kinder leicht selbst herunterziehen, wenn sie auf Topf oder Toilette möchten. Geht doch etwas in die Hose, dann tun die Pants ihren Dienst ganz so wie normale Windeln.


Welche Windelmarke für welches Kind

Jedes Kind ist unterschiedlich in seinen Proportionen und seinem Körperbau. Dementsprechend passt auch nicht jede Windel für jedes Kind. Hier hilft nur ausprobieren, bis man die perfekte Windelmarke gefunden hat. Neben der Passform spielt auch die Verträglichkeit eine große Rolle. Auch wenn die Einmalwindeln auf ihre Unbedenklichkeit getestet wurden und die meisten Windeln ohne kritische Inhaltsstoffe auskommen, reagieren Kinder auf manche Windelsorten mit Ausschlag, Juckreiz oder Hautrötungen. Auch dann sollte man zu einer anderen Marke wechseln.


Ob man Billig- oder Markenwindeln benutzt, wirkt sich in erster Linie auf das Budget aus. Wichtige Kriterien für die perfekte Windel sind

  • gute Passform ohne Druckstellen
  • hohe Aufsauggeschwindigkeit und gute Speicherfähigkeit
  • keine problematischen Inhaltsstoffe
  • komfortables An- und Abnehmen

Die Zeitschrift Ökotest hat im Jahrbuch Kleinkinder im Januar 2009 verschiedene Windelmarken getestet. Von den 17 gekauften Modellen erhielten 15 die Noten „sehr gut“ oder „gut“. Getestet wurden die Windeln auf gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe, im Praxistest wurden zudem Handhabung  und Sicherheit geprüft.


Mehrwegwindeln

Einige Eltern entschließen sich, ihr Kind mit Stoffwindeln zu wickeln. Der Vorteil hierbei ist zum einen, dass das Kind nicht mit künstlichen Materialien in Kontakt kommt. Dies kann zum Beispiel für Kinder mit Allergien oder Neurodermitis vorteilhaft sein. Auch für Kinder mit leichten Hüft-Fehlstellungen kann das breitere Windelpaket die Entwicklung günstig beeinflussen. Zum anderen ist auch der Müllberg, der in der Zeit des Wickelns entsteht, um ein vielfaches geringer, da nur die Vlieseinlagen entsorgt werden müssen. Mittlerweile gibt es moderne Mehrwegsysteme, die in der Benutzung ähnlich komfortabel wie Einwegwindeln sind.


Über die Kostenersparnis und die Ökobilanz von Stoffwindeln im Gegensatz zu Wegwerfwindeln wird nach wie vor debattiert. Denn während die Stoffwindeln zwar weniger Energie für Herstellung und Entsorgung benötigen, wird wiederum Wasser und Energie für das Waschen benötigt.


Windelfrei

Ein neuer Trend für mutige Eltern ist die Windelfrei- oder Topffit-Methode. Dabei kommt das Kind ganz oder größtenteils ohne Windeln aus – und das von Geburt an. Grundlage der Methode ist die genaue Beobachtung des Kindes. Wer sich intensiv mit dem Verhalten und den Reaktionen seines Kindes befasst, kann schon im Säuglingsalter rechtzeitig reagieren, wenn sich kleines oder großes Geschäft ankündigen.


Bei der Wahl der richtigen Windel für Ihr Kind hilft nur testen. Manche Kinder sind ganz unkompliziert, vertragen und mögen jede Windel, andere fühlen sich nur mit einer bestimmten Marke richtig wohl. Die Marke kann sich allerdings im Laufe der Zeit auch ändern. Was gerade noch dicht hielt, läuft bei zwei oder drei Kilo Körpergewicht mehr aus.

 


Zum Weiterlesen:


http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=92129;bernr=07;co=


http://www.welt.de/wirtschaft/article4278493/Was-Windeln-mit-Flugzeugen-gemeinsam-haben.html


http://www.naturwindeln.de/index.php


http://www.topffit.de/
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness