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19 November, 2012 - 10:31
 

Wohnungssuche für Familien – woran Eltern denken sollten

Wir müssen umziehen! So manch einem Vater wird bei diesem Gedanken unwohl und das verständlicherweise. Denn Familien mit Kind tun sich oft schwer, eine Wohnung zu finden. Dies liegt teils an den Anforderungen an die neue Wohnung, aber auch daran, dass viele Vermieter Kinder ebenso wenig mögen wie Haustiere.

© Ilike - Fotolia.com

Bevor man sich Gedanken darüber macht, ob man eine bestimmte Wohnung auch bekommt, sollten die grundsätzlichen Anforderungen geklärt werden, die das neue Heim erfüllen soll. Dazu gehört nicht nur die Wohnung mit ihrer Ausstattung an sich, auch das Umfeld sollte passen und vor allem möglichst kinderfreundlich sein. Schließlich ist auch die erforderliche Infrastruktur zu bedenken und natürlich muss auch geklärt werden, wie viel Wohnung man sich als Familie leisten kann.

 

Was braucht unsere Familienwohnung?

Wie groß die neue Wohnung sein soll und welche Ausstattung sie haben muss, sollte man als Familie ganz am Anfang der Wohnungssuche klären. Abstriche wird es zwar mit Sicherheit geben (manchmal vielleicht auch unerwartete Dreingaben), dennoch schränken genaue Überlegungen die Auswahl ein und ersparen einem so manch unnötige und zeitaufwendige Wohnungsbesichtigung. Klären Sie also folgende Punkte:

  • Wie viele Zimmer brauchen wir mindestens? Bei kleineren Kindern sollte man jetzt schon an die Zahl der Kinderzimmer denken, außer Sie wollen in zwei oder drei Jahren schon wieder umziehen.
  • Soll die Wohnung einen Garten haben oder reicht auch ein Balkon? Beachten Sie dabei, dass Gärten von Mehrfamilienhäusern oft unter den Mietern geteilt werden und Ihre Kinder einige Regeln werden befolgen müssen.
  • In welchem Stockwerk soll die Wohnung liegen? Dies ist zwar nicht das wichtigste Kriterium, dennoch sind für Familien mit Kind Wohnungen im Erdgeschoß optimal. Das Gerenne und Getrampel stört keinen Untermieter und das lästige Treppensteigen entfällt.
  • Wie sieht es mit der Mieterstruktur im Haus aus? Haben auch andere Mieter Kinder? Wie sind diese Familien in die Hausgemeinschaft eingebunden? Gibt es hier Probleme?
  • Gibt es Parkplätze vor dem Haus – und sind die hin und wieder frei? Das ist praktisch, wenn man Einkäufe und eventuell noch den Kinderwagen ausladen muss.
  • Gerade wenn man mit mehreren Kindern wohnt, ist ein zweites Bad oder eine Gäste-Toilette von Vorteil, praktischerweise sollten die Fußböden in der Wohnung abwischbar sein – das gilt besonders, wenn die Kinder noch klein sind.
  • Wie soll das Umfeld um die Wohnung beschaffen sein? Schön ist es, wenn es noch andere Kinder in der Nähe gibt, Spielplätze, Wiesen und nicht gerade die Schnellstraße vor der Tür machen sich für Familienwohnungen ebenfalls sehr gut.  
  • Wie sieht es mit dem öffentlichen Nahverkehr aus? Wenn noch nicht jetzt – irgendwann wird Ihr Kind Schulkind und so sollte es die Möglichkeit haben, mit Bus oder Bahn in die Schule zu fahren.
  • Wie weit darf der Kindergarten entfernt sein? Wenn Sie Ihr Kind jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit in die Kita bringen, sollte die Wohnung nicht in der genau entgegengesetzten Richtung liegen, so dass sie zweimal täglich in der Rushhour die halbe Stadt durchqueren müssen. 
  • Wie teuer darf die Wohnung sein? Sie sollten Ihr maximales Budget für Miete und Nebenkosten genau kennen, denn die schönste Wohnung macht auf Dauer keinen Spaß, wenn ein Großteil Ihres Geldes in die Kosten fürs schöne Wohnen fließt.

Neben diesen wichtigsten Punkten gibt es in jeder Familie noch individuelle Bedürfnisse und Wünsche. Halten Sie diese fest, bevor Sie auf Wohnungssuche gehen.

 

Familienfreundliche Vermieter – eine seltene Spezies

Deutschland gehört nicht gerade zu den kinderfreundlichsten Ländern, da sind die Vermieter keine Ausnahme. Sie haben Angst vor dem Lärm, davor, dass die Kinder etwas kaputtmachen könnten und vor dem Ärger und den Beschwerden der Nachbarn. Und letztendlich haben sie ja auch Recht. Kinder sind laut, machen Dinge kaputt, betreten den Rasen vorm Haus, weil sie das Verbotsschild nicht lesen können und ärgern die Nachbarn mit Klingelstreichen. Um sich vor Dauerärger zu bewahren, sollten Sie hier von Anfang an realistisch sein. Erzählen Sie einem Vermieter nicht, Ihre Kinder wären so brav und unkompliziert, nur damit sei eine Wohnung kriegen. Suchen Sie lieber noch ein bisschen länger weiter. Vor allem sollten Sie nicht in ein Haus einziehen, in dem auch Ihr Vermieter wohnt. 

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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