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23 Mai, 2017 - 21:32
 

Angestoßen, Hingefallen - so reagieren Sie richtig

Kinder fallen in den ersten Lebensjahren oft. Zu schweren Verletzungen kommt es dabei glücklicherweise selten. Bei kleineren schmerzhaften Missgeschicken sind Eltern zum Trösten da, allerdings kann übertriebene Besorgnis auch nach hinten los gehen.

© pictonaut - Fotolia.com

Wenn es weh tut, verleihen Kinder dem in der Regel lautstark Ausdruck, suchen Trost und Hilfe bei den Eltern. Und den sollen sie auch unbedingt kriegen, aber richtig und in Maßen, denn sonst lernt das Kind: Wenn ich schreie, erhalte ich Aufmerksamkeit und Zuwendung. Nicht selten nutzen Kinder diese Erkenntnis dann bei jeder erdenklichen Gelegenheit.


Bei Unfällen des Kindes angemessen reagieren:

  • Wenn Ihr Kind schreit, weil es gefallen ist oder sich gestoßen hat, sollten Sie dies erst einmal ernst nehmen und prüfen, ob eine schwerere Verletzung vorliegt.
  • Bleiben Sie dabei mitfühlend, aber sachlich und fragen Sie Ihr Kind, wo es ihm wehtut.
  • Nehmen Sie Ihr Kind auf den Schoß und lassen Sie es dort seinen Schmerz heraus weinen. Trösten Sie es, bestätigen Sie es aber nicht weiter durch übermäßig mitleidiges Verhalten oder entsprechende Bemerkungen. Dies ist zugegebenermaßen eine kleine Gratwanderung.
  • Wenn das Weinen nachlässt, ermutigen sie es, wieder loszugehen: „Nun tut es nicht mehr so sehr weh.“ oder „Komm, wir sehen mal, ob du schon wieder gehen kannst.“


Wenn Ihr Kind ganz offensichtlich Theater spielt und das häufiger, dann sollten Sie es keinesfalls ignorieren, denn es äußert ein Bedürfnis nach Zuwendung. Allerdings sollten Sie auch ganz klar zeigen, dass Sie erkennen, dass es sich hier nicht um echte Schmerzen handelt. Das Verhalten sollte nicht sofort mit Aufmerksamkeit belohnt werden. Wenn Ihr Kind sich wieder beruhigt hat und merkt, dass es mit der Simulation keinen Erfolg hat, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen und ein Spiel spielen oder eine Geschichte vorlesen.


Ein Tipp:
Sehr kleine Kinder fallen häufig hin, ohne sich wirklich weh zu tun. Sie sind in erster Linie überrascht, was denn passiert ist. Wenn Sie Ihr Kind dann anlächeln, anstatt ein großes Tamtam zu machen, dann lächelt es häufig zurück und macht einfach weiter, anstatt zu weinen.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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