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10 Januar, 2011 - 15:45
 

Diktate üben

Einigen Kindern scheint die hohe Kunst der Rechtschreibung in die Wiege gelegt zu sein, andere mühen sich damit wirklich ab. Schuldiktate bringen ans Tageslicht, wenn ein Kind Schwächen in der Orthografie hat. Anstatt nun krampfhaft zuhause Diktate zu üben, sollten Sie genau das Gegenteil tun: Bleiben Sie locker.

© Destonian - Fotolia.com

Wenn ein Kind beim Diktat schreiben in der Schule viele Fehler hat, hat das oft mit einer Schwäche in der Rechtschreibung zu tun. Der Zeit- und Leistungsdruck, der dabei ansetzt, tut sein Übriges und erhöht die Fehlerquote zusätzlich. Diesen Kreislauf sollten und müssen Sie zuhause keinesfalls fortsetzen, denn der Energieaufwand, den ein extremes Üben von Diktaten für Ihr Kind bedeutet, steht häufig in keinem Verhältnis zum Nutzen.

 

Die häufigsten Elternfehler

Eltern, die Ihrem Kind helfen wollen, sich in der Rechtschreibung zu verbessern, machen häufig folgende Fehler:

 

  • Willkürliche Aufgaben aus dem Deutschbuch, immer wieder neue Lernhefte - in der Hoffnung, das würde den Durchbruch bringen - stören mehr als dass sie nützen. Das Kind muss sich jedes Mal neu einstellen und hat nicht die Gelegenheit etwas so lange zu üben, bis die nötige Automatisierung eintritt.
  • Wenn Sie ähnliche Buchstaben wie „q“ und „p“ bzw. „d“ und „b“ zeitlich zu eng üben, kommt es zu Überlagerungsfehlern. Anstatt den Unterschied zu begreifen, verwechselt Ihr Kind gerade diese Buchstaben noch häufiger.
  • Nachhilfe kann helfen, aber häufig versuchen Nachhilfelehrer (vor allem Laien) in eine Unterrichtsstunde zu viele Lerninhalte zu pressen. Dies kann zum einen ebenfalls zu Überlagerungen führen, zu wenig Zeit zum Üben und Begreifen verhindert außerdem den Automatisierungsprozeß. Das Erlernte landet im Kurzzeitgedächtnis, wird aber nicht dauerhaft verinnerlicht.

 

Als oberste Regel beim Erlernen der deutschen Rechtschreibung gilt: Lassen Sie Ihrem Kind Zeit und setzen Sie es nicht zu sehr unter Druck. Regelmäßiges Üben ist wichtig, vor allem dann, wenn Ihr Kind auf Dauer Probleme hat. Sollte mit der Zeit keine Verbesserung eintreten, dann kann es ratsam sein zu testen, ob Ihr Kind unter einer Rechtschreibschwäche leidet, denn dann braucht es spezielle Förderung in diesem Bereich.

Was Ihrem Kind und seiner Sprachbegabung mit Sicherheit hilft, sind Bücher, die das Kind auch interessieren. Diese kann es entweder selbst lesen oder Sie können durch Vorlesen sein Verständnis für Sprache fördern.

 

Zum Weiterlesen:

http://www.rechtschreibung-kinderschreibung.de/index.htm
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de