Skip to main content

Suche

4 April, 2017 - 21:52
 

Erziehungsmethode Ich-Botschaft

Eltern sehen die Welt anders als ihre Kinder. Dies führt oft zu dem Problem, dass Kinder nicht nachvollziehen können, was die Erwachsenen (insbesondere die Eltern) eigentlich stört. Um trotzdem zum Kind durchzudringen und das erwünschte Verhalten hervorzurufen, kann die Ich-Botschaft eine gute Alternative zum Schimpfen und Strafen sein. Mit der Ich-Botschaft machen Sie klar, warum Sie das Verhalten des Kindes nicht tolerieren können und wollen.

© Elena kouptsova-vasi - Fotolia.com

Grundsätzlich besteht eine Ich-Botschaft immer aus drei Teilen:


Auslösendes Verhalten – eigenes Empfinden – Auswirkung

  • Zuerst wird das störende Verhalten beschrieben. Achten Sie dabei darauf, dass Sie in der Beschreibung Ihr Kind nicht in negatives Licht stellen. Also bitte nicht: Wenn Du immer so stinkfaul hier rumhängst anstatt….
  • Anschließend beschreiben Sie das Gefühl, dass Sie dabei haben. Dies ist der schwierigste Teil, da das Gefühl meist Ärger ist. Ärger ist aber für Kinder ein sehr abstrakter Begriff. Benutzen Sie eher Worte wie traurig, wütend, besorgt, enttäuscht, aufgeregt. Damit kann ein Kind mehr anfangen.
  • Am Schluss steht die Auswirkung, die das Verhalten des Kindes hat, beziehungsweise warum Sie durch sein Verhalten bestimmte Gefühle haben.

Ein Beispiel:

  1. "Du hast deine schmutzigen Schuhe nicht vor der Tür ausgezogen."
  2. "Das macht mich sehr traurig".
  3. "Nun muss ich nämlich den Eingangsbereich wischen, weil der voller Matsch ist".

Ich-Botschaften müssen geübt werden und kommen beim Kind nur dann an, wenn sie auch ehrlich und authentisch sind. Zeigen Sie echte Gefühle, versuchen Sie aber gleichzeitig zu vermitteln, dass Sie nicht auf das Kind selbst böse sind, sondern auf das, was es gerade tut bzw. nicht tut.


Nützlicher Link:
http://www.flow-learning.de/gordon_ich.html

 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness