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8 Oktober, 2017 - 20:50
 

Erziehungstipps – speziell für Jungen

Je älter Kinder werden, umso mehr kristallisieren sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern heraus. Das bringt auch unterschiedliche Anforderung an die Erziehung, denn macht ein Junge gerade einen Testosteronschub durch – wie es zum Beispiel um den zweiten Geburtstag herum der Fall ist – braucht er manchmal besondere Unterstützung.

© kolo5 - Fotolia.com

Die Testosteronproduktion bei Jungen beginnt schon im Mutterleib. Bei der Geburt ist der Spiegel so hoch wie später bei einem Zweijährigen und sinkt erst nach und nach ab. Die nächste Hormonschwemme kommt dann mit etwa drei bis vier Jahren. In diesen Zeiten brauchen Jungs mitunter ganz besondere Erziehungsmaßnahmen und Spiele, die sie bremsen und gleichzeitig in ihrer Entwicklung unterstützen.

  • Einfühlungsvermögen üben – spielen Sie mit Kasperlepuppen, Playmobil- oder Legofiguren zusammen mit Ihrem Kind Situationen nach, in denen ein Part traurig oder verletzt ist. Wie fühlt sich Kasperle wohl, wenn ihm Seppel hinterrücks eins auf die Mütze gibt? Wie könnte Trost für den Verhauenen aussehen?
  • Motorik trainieren – Gerade die Feinmotorik ist bei Jungs oft weniger gut entwickelt. Malen und basteln, aber auch das Zusammenbauen von Legofahrzeugen trainiert diese Fähigkeit.
  • Konfliktlösung – Jungs neigen häufig dazu, Konflikte mit Handgreiflichkeiten zu lösen, selbst wenn ihnen das nicht vorgelebt wird. Üben Sie immer wieder die friedliche Kommunikation, dazu gehört vor allem auch, den anderen ausreden zu lassen und gemeinsam nach einer Lösung des Streits zu suchen.
  • Freunde akzeptieren – nicht immer findet man gut, mit wem sich der Sohnemann so anfreundet. Aber selbst dann, wenn er sich die größten Raufbolde im Kindergarten zum Freundeskreis wählt, versuchen sie diese zu akzeptieren.
  • Leben Sie Männlichkeit vor. Gerade im Kindergartenalter sehnen sich Jungs nach männlichen Vorbildern – hatten sie doch bisher meist mit Frauen zu tun.


In erster Linie ist es für Ihren Sohn wichtig, dass Sie für ihn da sind, Zeit mit ihm verbringen und ihm die Möglichkeit geben, sich an Ihnen zu orientieren. Eine geschlechtsspezifische Erziehung bedeutet nicht, dass Ihr Junge nicht auch „typische“ Mädchenspiele spielen darf, wenn ihm danach ist. Auch mit Puppen spielen muss erlaubt sein, ebenso das Zeigen von Gefühlen. Es geht lediglich darum, zu berücksichtigen, dass Jungs in manchen Bereichen anders ticken als Mädchen und dies in die Erziehung mit einzubeziehen.


Ein sehr hilfreiches Buch zum Thema stammt von Steve Biddulph und ist im Buchhandel oder bei Amazon erhältlich: Jungen!: Wie sie glücklich heranwachsen.

 

Hier geht es übrigens zu unseren Erziehungstipps speziell für Mädchen.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de