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5 März, 2017 - 23:32
 

Kinder richtig kritisieren

Fast alle Menschen haben ein Problem mit Kritik, unseren Kindern geht es da nicht anders. Zum einen liegt dies an einem instabilen Selbstwertgefühl, zum anderen aber auch daran, wie Kritik angebracht und formuliert wird. Gerade wenn Sie Ihr Kind kritisieren, sollten Sie verschiedene Regeln beachten.

© Gina Sanders - Fotolia.com

Kinder denken in schwarz-weiß, entweder man liebt sie oder eben nicht. Werden sie nun kritisiert, fühlen sie sich schnell ungeliebt und befürchten, nicht „gut“ zu sein. Diese Gefühle lassen sich vermeiden, wenn Kritik sich immer auf ein Verhalten bezieht und nicht auf die gesamte Person des Kindes.


So kritisieren Sie richtig:

  • Bleiben Sie ruhig und sachlich
  • Vermeiden Sie Sätze wie: „Immer machst du …“, „Nie tust du …“. Generalisierungen drängen das Kind in genau die Ecke, aus der Sie es ja heraushaben möchten.
  • Kritisieren Sie immer nur einen Sachverhalt und kippen Sie nicht all Ihren Unmut über Ihr Kind auf einen Schlag aus.
  • Sagen Sie dem Kind, was Sie fühlen, wenn es sich auf die kritisierte Art und Weise verhält: „Wenn du vergisst, mein Werkzeug wieder wegzulegen, fühle ich mich missachtet.“
  • Erzeugen Sie keine Schuldgefühle durch Sätze wie: „Du hattest doch hoch und heilig versprochen, …“. Geben Sie ihm lieber die Chance, es noch einmal zu versuchen oder seinen Fehler wieder gutzumachen.
  • Wenn Sie etwas kritisieren, sagen Sie dem Kind auch gleich, was Sie sich für ein Verhalten wünschen, um ihm einen Anhaltspunkt für Veränderung zu geben.

Vergessen Sie bei aller Kritik auch nie, dass Ihr Kind viele gute Eigenschaften und Fähigkeiten hat.


Darauf sollten Sie außerdem achten:

Ob eine Kritik ankommt oder nicht, merken Sie oft nicht sofort. Selbst wenn Ihr Kind bockig reagiert, warten Sie erst einmal ab, ob es sich letztendlich nicht doch darauf besinnt, die Kritik anzunehmen und sein Verhalten zu ändern.

Wenn Ihr Kind grinst, während Sie es kritisieren, ist das oft Verlegenheit und nicht Frechheit. Allerdings sollten Sie sich in diesem Fall doch kurz fragen, ob Sie sich gerade unnötig bzw. unangemessen stark aufregen.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de