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5 September, 2017 - 21:11
 

Schluss mit dem Perfektionismus

Viele Eltern versuchen Perfekt zu sein. Doch wer sich zu viel psychischen Druck macht, macht auch Fehler. Oft wird die Schuld dann in der Gesellschaft gesucht, in der Schule oder im Kindergarten. Nicht selten auch beim eigenen Kind.

© K.- P. Adler - Fotolia.com

Warum wir versuchen perfekt zu sein

„Nobody is perfect.“ Viele Eltern haben einen Perfektionsanspruch, der darauf zielt in Erziehungsfragen immer alles richtig machen zu müssen. Kein Wunder, dass dies oft zwanghaft wirkt. „Ich will doch nur das Beste für mein Kind“, ist ein Satz, der diesen Anspruch verdeutlicht. Eine wichtige Rolle spielt dabei eine oftmals einseitige Wertorientierung in Leistungskategorien.  Man möchte das eigene Kind optimal auf die gesellschaftlichen Herausforderungen des Lebens vorbereiten. Doch der daraus resultierende Dauerdruck führt am Ende fast unweigerlich zu Fehlern, denn Kinder wollen nicht immer so wie ihre Eltern. 

 

Dann folgen Vorwürfe

Kommt es zu Fehlern sind Selbstvorwürfe meist nicht weit. „Warum läuft bei mir alles falsch?“, heißt es dann und das Gefühl, versagt zu haben, schleicht sich ein. Doch die Probleme hören damit nicht auf. Eltern, die das Gefühl haben, versagt zu haben, übertragen ihre Fehler nicht selten auf die Gesellschaft. Schuld sind dann Kindergarten, die Schule oder die Lehrer. Versagen diese Muster, bleibt als Sündenbock immer noch das  Kind - als Spiegelbild der eigenen Unzulänglichkeit.

 

Fehler gehören zur Erziehung 

Fehler gehören zur Erziehung dazu. Wer das für sich erkennt und sich von dem Gedanken  verabschiedet, perfekt sein zu müssen, wird in der Erziehung mehr Freude für sich und seine Kinder entdecken. Erziehung ist, auf der Basis sinnvoller Grundregeln, ein vitaler und spontaner Prozess, der sich an den Bedürfnissen der altersgemäßen Entwicklung und der Individualität des Kindes orientiert. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern sich von dem Gedanken verabschieden, Erziehung sei ein Prozess, der sich strategisch in allen Bereichen durchplanen lässt. Wer sich selbst und anderen Fehler zugesteht, wird entspannter und gelöster mit Problemen umgehen und diese kreativer und konstruktiver lösen können.

 
 

Zum Abschluss noch ein kleines Zitat zum Thema:

"Eltern sind auch Menschen, und sie sind, was die Herstellung und Aufzucht von Nachwuchs betrifft, so was wie ungelernte Arbeiter." (Loriot, eigentlich Viktor von Bülow)
 

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randomness