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25 März, 2015 - 22:44
 

Umgang mit der vollen Windel bei Kleinkindern

Irgendwann wollen alle Eltern die Windel ausmustern. Je früher umso besser – denkt sich mancher Elternteil - und kommentiert den Windelinhalt des Kleinkindes mit entsprechend negativen Gesten und Worten. Das hilft Ihrem Kind allerdings reichlich wenig dabei, Kontrolle über seine Körperfunktionen zu erhalten. Es verunsichert es nur.

© vlorzor - Fotolia.com

Gerade wenn es um die Darmkontrolle geht, erhalten Kinder oft ganz unterschiedliche Informationen von den Eltern: „Toll, dass Du Dein Häufchen in den Topf gemacht hast!“ ist die eine Botschaft – „Igitt, du stinkst!“ die andere, wenn das Geschäft doch wieder mal in der Windel gelandet ist. Für kleine Kinder ist diese Unterscheidung nicht nachvollziehbar, empfinden sie doch auch ihre Ausscheidungen als Teil von sich selbst.


Deshalb fällt es ihnen auch gar nicht so leicht, dieses Stückchen ihrer selbst herzugeben. Viele Kinder brauchen lange, bis sie sich ohne Abschied davon trennen, oft brauchen sie das Gefühl, ihren Darminhalt noch ein wenig bei sich behalten zu dürfen – der Grund dafür, warum nicht wenige Kinder lieber in die Windel machen als aufs Klo und für das große Geschäft dann danach verlangen, wenn sie ansonsten schon längst keine Windel mehr brauchen. Wenn Ihr Kind freiwillig aufs Töpfchen geht, ist das optimal. Und selbst dann kann es sein, dass es noch eine Weile braucht, bis es sich trennt. Überlassen Sie es ruhig Ihrem Kind, den Topfinhalt ins Klo zu kippen und wegzuspülen. Damit geben Sie ihm das Gefühl, selbstbestimmt über sich entscheiden zu dürfen – auch wenn es doch „nur“ um den Windelinhalt geht.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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