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14 Dezember, 2015 - 01:04
 

Was tun, wenn Kinder peinlich werden?

„Mama, warum hat der Mann so einen dicken Bauch? Kriegt der ein Baby?“ Bei diesem Spruch aus Kindermund treibt es einem schon mal die Schamesröte ins Gesicht, vor allem, wenn er so lautstark vorgebracht wird, dass alle ihn hören können. Was Eltern tun können, wenn es peinlich wird.

© Podfoto - Fotolia.com

„Das sagt man nicht!“ oder andere weise Elternsprüche sind hier nicht besonders hilfreich. Der Lerneffekt für das Kind ist gleich null. Besser ist es, dem Kind auf seine – durchaus ernst gemeinte – Frage, eine ehrliche Antwort zu geben und gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass es für dicke Menschen verletzend ist, wenn man so über sie spricht. 

Die Flucht nach vorn ist immer ein guter Weg

Auch wenn es um Behinderte, alte Menschen oder andere peinliche und persönliche Fragen geht, sollten Sie Ihrem Kind immer so offen und ehrlich wie möglich antworten. Auf die Frage, warum ein Mensch im Rollstuhl sitzt, kann man sachlich antworten, dass er eben nicht laufen kann und wird Oma oder vielleicht sogar ein fremder alter Mensch danach gefragt, wann er denn nun stirbt, ist ebenfalls eine ehrliche Antwort angebracht.

Papa, was ist eigentlich peinlich?

Je jünger ein Kind ist, umso weniger kann es sich in andere Personen einfühlen. Dies ist der Grund, warum unser Nachwuchs manchmal gar so gefühllos und schonungslos ehrlich Handicaps Anderer anspricht. Diese Unfähigkeit bestimmt die komplette Kindheit, wird aber mit steigendem Alter immer schwächer. Einen Zeitplan für die Entwicklung von Empathie und Einfühlungsvermögen beim Kind gibt es allerdings nicht. Wann Kinder in der Lage sind, sich in andere hineinzuversetzen, ist vom Vorbild der Eltern und der individuellen kindlichen Entwicklung abhängig. Mitunter keimt sogar der Verdacht, dass das ein oder andere Kind doch ganz gern mit Absicht provoziert. Beweisen lässt sich dies nicht, also sollten Eltern Ihrem Kind niemals Vorsatz unterstellen, sondern immer gleich reagieren: Nämlich mit sachlicher Gelassenheit. Das bringt die Kleinen gar nicht erst auf die Idee, dass peinlich sein die elterliche Aufmerksamkeit erregen könnte.

 
 
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randomness