Skip to main content

Suche

21 März, 2016 - 09:32
 

Wenn das große Geschäft in der Hose landet

Es ist zum Verzweifeln – längst macht Ihr Kind sein Pippi brav ins Töpfchen, das große Geschäft landet jedoch immer noch in der Hose oder der Windel. Angekündigte Belohnungen helfen oft ebenso wenig wie Wutausbrüche und Strafandrohungen. Schnell ist klar: dazu zwingen kann man ein Kind nicht.

© HumerMedia - Fotolia.com

Warum Kinder zwar das kleine, aber nicht das große Geschäft auf Toilette oder Töpfchen erledigen, kann viele Gründe haben. Oft steckt ein Machtkampf dahinter oder die Angst, etwas von sich herzugeben. Den Eltern wird in dieser Situation Geduld und Verständnis abverlangt, auch organische Ursachen sollten ausgeschlossen werden.

Erst einmal ein paar beruhigende Worte: Auch das ist nur eine Phase, sofern keine organischen Ursachen vorliegen. So anstrengend und nervig es ist, wenn das große Geschäft immer wieder in die Hose geht – es geht vorbei. Stecken Eltern in dieser Situation, ist das nur ein schwacher Trost. Wichtig zu wissen ist, dass jeder Druck das Problem nicht lösen, sondern verstärken wird. Deshalb ist es wichtig, so souverän und gelassen wie möglich mit der Situation umzugehen. Dazu gehört auch, sie nicht allzu sehr in den Mittelpunkt zu rücken – denn gerade dann, wenn ein Kind Aufmerksamkeit mit seinem Verhalten erhalten will, hat es dann sein Ziel erreicht.

 

Im Zweifel besser die Windel anlegen

Manche Kinder verlangen von sich aus eine Windel, wenn das große Geschäft ansteht – dann haben die Eltern Glück gehabt. Häufiger geht das große Geschäft aber einfach in die Hose und bevor die Kinder Bescheid sagen, setzen Sie sich gerne nochmal so richtig schön hin. Egal, wo sie hingehen – Feuchttücher und Wechselsachen sollten immer mit dabei sein. Wenn möglich, sollten Sie Ihr Kind in prekären Situationen wie dem Besuch bei der Oma oder dem Einkauf im Supermarkt zu einer Windel überreden.

Manchmal helfen Belohnungen, sind aber pädagogisch fragwürdig – der Gang zur Toilette sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn Ihr Kind es „geschafft“ hat, dann kann gerne eine Anerkennung erfolgen, das in Aussichtstellen ist dagegen weniger ratsam. 

Unbedingt sollten Sie sich Laute oder Gesten des Ekels verkneifen – häufig ist nämlich genau das der Auslöser dafür, dass die so eklige Kacke so lange wie möglich zurückgehalten wird und nicht in der Toilette, sondern in der Hose landet. 

 
Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness