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12 Juni, 2014 - 15:02
 

Wenn Kinder nerven

Eltern sind auch nur Menschen und manchmal nervt uns das heißgeliebte Kind einfach nur noch. Strafen und Verbote helfen oft wenig und schränken das Kind ein. Hilfreicher ist es, nerviges Verhalten daraufhin zu analysieren, was einem selbst daran eigentlich so unglaublich auf den Wecker geht. Hat man überhaupt das „Recht“, genervt zu reagieren?

© ehrenberg-bilder - Fotolia.com

Nerven kann einen alles Mögliche, Kinder bieten hier eine enorme Angriffsfläche: Das Gequengel im Supermarkt an der Kasse, die ewige Warum-Fragerei, freche oder gar keine Antworten, knallende Türen. Die Liste ist endlos lang. Bevor Sie nun Maßnahmen gegen Ihr unmögliches Kind ergreifen, sollten Sie einmal in sich gehen und folgende Fragen für sich selbst klären:

 

 

  • Was genau nervt mich? Definieren Sie Verhalten und Situationen so klar wie möglich.
  • Was lässt sich abstellen? Was muss man akzeptieren? Dies sollten Sie in nervigen Situationen klar auseinanderhalten. Manche „nervenden“ Aktionen des Kindes (zum Beispiel nächtliches Aufwachen oder eine volle Windel) sind dem momentanen Entwicklungsstand des Kindes geschuldet – Sie können diese Situation für den Moment nur akzeptieren.
  • Strategien für die Zukunft. Überlegen Sie schon jetzt, wie Sie zukünftig angemessen auf die nervenden Situationen oder das anstrengende Verhalten Ihres Kindes reagieren können. Dies kann zum Beispiel durch angemessene Formulierungen eigener Bedürfnisse stattfinden.
  • Welche Konsequenzen hat Nerv-Verhalten Ihres Kindes? Auch das sollten Sie sich überlegen, bevor die entsprechende Situation eintritt, um spontane Strafaktionen auszuschließen.
  • Nervt Ihr Kind, weil ihm langweilig ist und Sie sich mit ihm beschäftigen sollen? Arbeiten Sie mit ihm daran, mit dieser Situation umzugehen. Bleiben Sie dabei geduldig und vermeiden Sie ständige Spielvorschläge.
  • An der eigenen Nase fassen. Manchmal spiegelt die Genervtheit ihrem Kind gegenüber etwas ganz anderes: Nämlich eine Eigenschaft, die Sie an sich selbst oder an Ihrer Partnerin stört. In diesem Fall hilft nur die Vorbildfunktion – beseitigen Sie das störende Verhalten und auch Ihr Kind wird dies bald nicht mehr an den Tag legen.

 

Sich selbst zu durchschauen hilft oft, Probleme mit den eigenen Kindern zu beseitigen. Seien Sie ehrlich zu sich und prüfen Sie genau, warum Sie von Ihrem Kind in bestimmten Situationen so genervt sind.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de