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1 Juni, 2011 - 17:47
 

EHEC – Wie bedroht sind unsere Kinder?

Kaum ein Thema ist momentan so akut in den Medien wie die steigende Anzahl der Fälle der EHEC-Infektionen, der sich besonders in Norddeutschland ausbreitet und an dem schon einige Menschen gestorben sind. Eltern fragen sich besorgt, wie gefährdet die eigenen Kinder sind und wie man einer Infektion am Wirkungsvollsten vorbeugt.

© Kamil Ćwiklewski - Fotolia.com

Ein Gespenst geht um in Deutschland – Seit Mai 2011 verbreitet sich das Bakterium Enterohämorrhagische Escherichia coli vor allem in Norddeutschland. Unsauberes Wasser und infizierte Nahrungsmittel sind die Hauptüberträger der Infektion, die sich im Darm ausbreitet und mit Bauchkrämpfen, Durchfällen, Erbrechen und Fieber einhergeht. Eine Steigerung der Erkrankung ist die Dickdarmentzündung. Schwere Verläufe treffen vor allem Kleinkinder.

 

Wie groß ist die Bedrohung durch EHEC?

Beim leichten Verlauf ist die Infektion mit Durchfall und Krämpfen nach etwa einer Woche überstanden, zum Teil verläuft sie sogar symptomfrei. Bei etwa 10% der erkrankten Personen entwickelt sich allerdings ein HUS-Syndrom: Die roten Blutkörperchen werden zerstört, es kommt zu einer Harnvergiftung und Leberschäden.

 

Bei Verdacht auf EHEC sofort zum Arzt!

Blutiger Durchfall ist das Hauptsymptom der Erkrankung. Dann heißt es, sofort zum Arzt, um die Erkrankung möglichst früh in den Griff zu bekommen. Ein neuer Schnelltest, den die Uniklinik Münster entwickelt hat, soll die Infektion nun schon vor den ersten Symptomen diagnostizieren.

 

Wie schütze ich mein Kind vor EHEC?

Das Bakterium kommt im Kot von Rindern und anderen Weidetieren vor. Diese erkranken nicht, sondern sind lediglich Überträger. Demzufolge kommen als Infektionsherde infiziertes Fleisch und infizierte Rohmilch in Frage, aber auch Obst und Gemüse können durch organischen Dünger wie Gülle oder Mist infiziert sein. Wer sich bzw. seine Kinder schützen will, sollte folgende Sicherheitsmaßnahmen beachten:

 

  • Ein Erhitzen von Lebensmitteln für 2 Minuten auf mindestens 70 Grad zerstört den Erreger; das gilt ebenso für Tiefkühlkost.
  • Rohe tierische Lebensmittel sollten ohnehin nicht mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, die roh verzehrt werden. Diese Regel gilt jetzt besonders.
  • Salat und Obst sollten gründlich gewaschen werden. Wer ganz sicher gehen will, verzichtet im Augenblick auf den Verzehr von Rohkost.

 

Im Augenblick (Stand Mai 2011) weiß niemand, woher das Bakterium eigentlich kommt. Der Anfangsverdacht, nämlich dass spanische Gurken das Virus nach Deutschland brachten, ist mittlerweile entkräftet. Die Suche geht also weiter.

 

Zum Weiterlesen:

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/schnelltest-erkennt-ehec-symptome-82209.php

http://www.stern.de/wissen/mensch/ehec-erreger-das-richten-die-bakterien-im-koerper-an-1689324.html

http://www.rki.de/

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de