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19 Juli, 2016 - 21:39
 

Erste Hilfe bei Verletzungen

Aufgeschürfte Ellenbogen, Kratzer, Schnittwunden und Beulen – Eltern können ein Lied davon singen. Kinder sind ständig aktiv, dementsprechend hoch ist das Verletzungspotential. Den Großteil der Wunden können Eltern selbst verarzten. Bei großflächigen offenen Wunden oder Wunden, die genäht werden müssen, lässt sich der Gang zum Arzt allerdings nicht vermeiden.

© PeJo - Fotolia.com

Wenn Ihr Kind stürzt und laut schreiend am Boden liegen bleibt, ist der Schreck meist größer als die Verletzung. Viele Kinder ängstigen sich sehr, wenn sie bluten. Jetzt ist erst einmal Trost angesagt. Nehmen Sie Ihr Kind in den Arm und beruhigen Sie es erst einmal. Wenn das Geschrei abgeklungen und Ihr Kind wieder ansprechbar ist, können Sie die Wunde versorgen.


Wundversorgung Schritt für Schritt

 

  • Berühren Sie die Wundstelle nicht und waschen Sie sie nur dann aus, wenn die Wunde stark verschmutzt ist (zum Beispiel bei Schürfwunden). Steinchen oder groben Schmutz in der Verletzung sollten Sie vorsichtig mit einer Pinzette entfernen.
  • Bei oberflächlichen Wunden, die keinen Arztbesuch erforderlich machen, können Sie eine Desinfektionslösung auftragen. Geeignet sind zum Beispiel Bepanthen Lösung oder die Octenisept Wunddesinfektion, beide Produkte wurden von der Zeitschrift Ökotest mit „sehr gut“ bewertet. Fetthaltige Wund- und Heilcremes dürfen nicht verwendet werden, da sie die Wunde von der Luft abschließen. Muss die Wunde vom Arzt versorgt werden, sollten Sie auf die Desinfektion verzichten.
  • Kleinere Wunden können mit einem Pflaster abgedeckt werden, bei größeren Wunden kommen sterile Kompressen zum Einsatz. Wenn die Wunde sehr stark blutet, sollte ein Druckverband angelegt werden. Dann heißt es: schnell zum Arzt oder ins Krankenhaus.
  • Fremdkörper in größeren Wunden sollten Sie stecken lassen. Beim Herausziehen kann es zu starken Blutungen kommen. Fahren Sie am besten sofort ins Krankenhaus.
  • Ist Ihr Kind ausreichend gegen Tetanus geschützt? Wenn Sie zum Arzt fahren, sollten Sie den Impfausweis mitnehmen.
  • Gegen den ersten Schmerz hilft Arnica in der Potenz D6 bis D12. Anfangs können Sie jeweils fünf Globuli alle 10 Minuten geben, später erfolgt die Einnahme im Abstand von ein bis zwei Stunden.
  • Steht Ihr Kind unter Schock, dann hilft „Rescue Remedy“. Diese spezielle Mischung aus Bachblüten ist als Tropfen, Lutschpastillen und auch als Creme erhältlich und beruhigt Ihr Kind in der Regel.


Wenn die Wunde stark blutet, sehr verschmutzt und mehr als einen Zentimeter lang ist, sollten Sie vorsichtshalber mit Ihrem Kind zum Arzt.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de