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26 Dezember, 2016 - 16:15
 

Bewegungsspiele für die kalte Jahreszeit

Kinder haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang, der sich nicht für die Jahreszeiten und das Wetter interessiert. Bei Schmuddelwetter und eisiger Kälte ist es oft nicht leicht, diesen Drang ausreichend zu befriedigen. Unmöglich ist es nicht – für kleine Kinder reicht auch das Wohnzimmer aus. Größere Kinder können bei jedem Wetter nach draußen.

© MAK - Fotolia.com

Für Kinder ist es ein elementares Bedürfnis, sich zu bewegen. Sie bauen damit ihre Muskeln auf, Anspannung und Stress ab. Kinder, die sich nicht genug austoben können, werden quengelig und unzufrieden. Deshalb sollten Eltern Bewegungsangebote schaffen – und zwar bei jedem Wetter. Ist es gar nicht möglich rauszugehen müssen Alternativen her – alles ist erlaubt, außer das Kind vor PC oder Fernseher zu setzen.


Für jedes Wetter die richtige Kleidung

Man sagt ja, es gebe kein schlechtes Wetter, sondern nur die unpassende Kleidung. Wenn es sehr kalt ist oder regnet, kann Ihr Kind also dennoch nach draußen zum Toben – wenn es denn richtig gekleidet ist. Ermöglichen Sie ihm das, wenn es irgendwie möglich ist. Allerdings sollten Sie dann auf Nummer sicher gehen, dass Ihr Kind sich draußen auch wirklich bewegt und nicht nur herumsteht. Gehen Sie am besten mit ihm raus, bei Kindern bis sechs Jahre ist dies in der Regel ohnehin erforderlich. Für draußen gibt es dann jede Menge verschiedener Bewegungsspiele bei schlechtem Wetter:

  • Wenn es die Möglichkeit gibt, dann gehen Sie in den Wald, dort ist es meist weniger kalt und unangenehm. Verstecken und Fangspiele, klettern und rennen sind bei jedem Wetter möglich.
  • Auch bei Schmuddelwetter kann man auf dem Spielplatz toben – achten Sie allerdings darauf, dass ihr Kind nicht nass wird. Rutschen und Schaukeln oder im Sand spielen sind meist nicht so gut geeignet. Umso besser lassen sich dafür die Kletter- und Balanciermöglichkeiten nutzen, die auf nahezu jedem Spielplatz vorhanden sind.
  • Liegt Schnee sind ohne Frage Schlittenfahren und Schneemann bauen die Favoriten. Bei diesem Wetter machen viele Kinder auch gerne Spaziergänge.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht auskühlt. Bei sehr niedrigen Temperaturen sollten Sie den Aufenthalt im Freien nicht zu lang ausdehnen und sich zwischendurch eventuell mit heißem Tee aus der Thermoskanne aufwärmen. Klagt Ihr Kind darüber, dass es friert oder nasse Füße hat, dann heißt es nichts wie wieder rein ins Warme.


Das Wohnzimmer als Abenteuerspielplatz

Auch ganz kleine Kinder wollen und müssen sich bewegen, Motorik und Muskeln trainieren. Für die Kleinsten ist es am schwierigsten, bei Schmuddelwetter draußen zu spielen. Zum Glück können Wohn- oder Kinderzimmer ganz einfach zur Spielwiese umgestaltet werden und das ohne, dass die Mitbewohner im Haus gleich die Krise kriegen:

  • Bauen Sie für Ihr Kind aus einem stabilen Brett oder der Kindermatratze eine schiefe Ebene, die es hinaufkrabbeln oder auch -laufen kann. Anschließend macht es einen Riesenspaß, die schräge Bahn wieder hinunterzurollen.
  • Leere Pappkartons sind ebenfalls schnell zur Abenteuerlandschaft umgebaut. Versehen Sie die Kartons mit Öffnungen zum Durchkrabbeln und verstecken Sie im Papplabyrinth kleine Überraschungen wie den Lieblingsteddy oder einen Turm aus Bauklötzchen zum Umwerfen.
  • Wer genug Platz hat, kann im Zimmer ein Klettergerüst oder eine Innenraumrutsche aufstellen.
  • Für etwas größere Kinder (ab zwei Jahren) können Sie in der Wohnung einen regelrechten Hindernisparcour aufbauen. Stühle müssen überwunden werden (oder dienen als Tunnel zum Durchkrabbeln), es wird auf dünnen Wollfäden balanciert, große Decken sind Höhlen, unter denen hindurchgekrochen werden muss.

Lassen Sie Ihre Fantasie spielen – und machen Sie am besten mit, dann macht es Ihrem Kind doppelt so viel Spaß! Wichtig ist, dass Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt bleibt, damit es nicht zu Unfällen kommt.


Bewegung Indoor

  • Wer in der Großstadt wohnt und relativ geräuschunempfindlich ist, kann einen der Indoor-Spielplätze nutzen. Seien Sie allerdings darauf gefasst, dass dort bei schlechtem Wetter höchstwahrscheinlich die Hölle los ist.
  • Alternativ bietet sich auch ein Besuch im Hallenbad an. Dort kriegt Ihr Kind die volle Packung Spaß und ausreichend Bewegung dazu.
  • Größere Kinder, etwa ab acht Jahren, genießen einen Besuch auf der Bowlingbahn und bekommen dort ihre Portion Bewegung ab.

 

Es gibt also viele Möglichkeiten, Kindern Bewegung zu verschaffen, auch wenn es draußen kalt und ungemütlich ist. Raffen Sie sich auf und gehen Sie mit Ihrem Kind los. Bewegung und Spielen tut auch uns Erwachsenen gut – vor allem dann, wenn das Wetter schlecht ist und man am liebsten bei Tee und mit einem guten Buch auf dem Sofa liegen möchte.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de