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7 März, 2015 - 10:51
 

Das Fläschchen fürs Baby – Gebrauchsanweisung für junge Väter

Babys müssen essen und das tun sie ziemlich oft. Die Mägen fassen nur kleine Portionen, der Energiebedarf ist groß. Spätestens dann, wenn Babys mehr als Muttermilch zu sich nehmen, kommen auch die Väter ins Spiel und stellen oft fest: Babys füttern ist gar nicht so leicht.

© Günter Menzl - Fotolia.com

Viele Frauen stillen ihre Kinder die ersten sechs Monate ausschließlich. Dann haben die Väter mit dem Füttern relativ wenig zu tun. Bekommt ein Baby allerdings Säuglingsnahrung aus der Flasche, können sich Vater und Mutter die Fütterung aufteilen.


Flaschennahrung – richtig zubereitet und richtig gefüttert

Neugeborene, die mit dem Fläschchen gefüttert werden, erhalten spezielle Ersatzmilch, die sogenannte Pre-Nahrung. Später wird diese Anfangsnahrung durch die sogenannte Folgemilch ersetzt. Die Milchpulvernahrung für Säuglinge ist immer an den entwicklungsmäßigen Zustand des kindlichen Verdauungssystems angepasst.

Bei der Zubereitung von Flaschennahrung sollten Sie sich im Klaren sein, dass das verwendete Milchpulver nicht steril ist. Das heißt, bei der Zubereitung und Aufbewahrung müssen auch hygienische Gesichtspunkte beachtet werden:

  • Reinigen Sie die Fläschchen und Sauger nach jedem Gebrauch mit Spülmittel und heißem Wasser. Benutzen Sie extra Schwämme oder reinigen Sie die Flaschen in der Spülmaschine. Auskochen und Sterilisieren ist bei gesunden Babys über sechs Monaten nicht mehr nötig, davor sollten Sie die Fläschchen einmal täglich sterilisieren.
  • Achten Sie bei der Zubereitung der Nahrung auf ein sauberes Umfeld, waschen Sie sich vorher die Hände.
  • Das verwendete Wasser kann entweder Leitungswasser sein (die Wasserleitungen dürfen allerdings nicht bleihaltig sein!) oder stilles Wasser, dass zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist.
  • Kochen Sie das Wasser ab und lassen Sie es anschließend im Fläschchen auf ca. 40°C abkühlen. Die Temperatur ist in der Regel dann erreicht, wenn die Flasche noch heiß ist, sich aber bereits gut anfassen lässt.
  • Halten Sie sich an die Angaben auf der Verpackung und füllen Sie die entsprechende Milchpulvermenge in das heiße Wasser.
  • Nun schütteln Sie die Flasche, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.
  • Prüfen Sie die Temperatur. Sie sollte nun bei ca. 37° liegen. Eine gute Methode ist es, einen Tropfen Milch auf die Innenseite des Handgelenkes zu geben. Wenn sich das angenehm und nicht zu heiß anfühlt, dann hat die Milch die richtige Trinktemperatur.
  • Flaschenmilch darf maximal eine Stunde aufbewahrt werden und nicht mehr als 45 Minuten im Flaschenwärmer stehen.
  • Erwärmen Sie niemals Milch in der Mikrowelle. Durch die Art der Erhitzung können in der Milch heiße Stellen entstehen, die zu Verbrühungen beim Trinken führen können.

 

So füttern Sie Ihr Baby

Nun geht es ans Füttern. Dazu sollten Sie sich einen gemütlichen Platz suchen, an dem Sie bequem und auch über längere Zeit mit dem Baby sitzen können. Halten Sie auch ein Spucktuch bereit, dazu eignet sich am besten eine einfache Mullwindel.

  • Legen Sie sich das Baby so in den Arm, dass Sie Blickkontakt haben, das fördert die Bindung.
  • Der Kopf des Babys sollte in Ihrer Armbeuge liegen und etwas erhöht sein, das erleichtert das Trinken
  • Sorgen Sie für Hautkontakt und geben Sie dem Baby beim Füttern davon möglichst viel. Wenn es die Temperaturen erlauben, tragen Sie ein T-Shirt oder füttern Sie einfach „oben ohne“. Dadurch lernt das Baby auch Ihren Geruch immer besser kennen.
  • Um den Trinkreflex anzuregen, berühren Sie mit dem Sauger die Lippen des Babys und warten Sie ab, bis es den Sauger einsaugt. Schieben Sie ihn nicht gegen den Willen des Säuglings in den Mund.
  • Wählen Sie ein möglichst kleines Saugerloch, Ihr Baby soll beim Trinken arbeiten und die Mahlzeit soll nicht nur satt machen, sondern auch das Saugbedürfnis befriedigen. Mit einem kleinen Loch dauert die Mahlzeit länger und Ihr Baby kann dementsprechend länger saugen.
  • Am Ende der Mahlzeit muss Ihr Baby aufstoßen. Dazu halten Sie es möglichst aufrecht. Günstig ist es, das Baby aufrecht am Körper zu halten, so dass es mit dem Kopf über Ihre Schulter schaut. Vergessen Sie das Spucktuch nicht! Oft kommt beim Aufstoßen wieder etwas Nahrung hoch. Wenn es ein oder zweimal „gerülpst“ hat, dann können Sie das Baby wieder in die horizontale Lage bringen und die Mahlzeit ist beendet.

Nach dem Essen reagiert jedes Baby unterschiedlich: Manche schlafen prompt ein, andere sind fit und wollen Aufmerksamkeit. Reagieren Sie auf das spezielle Bedürfnis Ihres Babys und genießen Sie das Vergnügen, das ein sattes, zufriedenes Baby verschafft.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de