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13 August, 2016 - 07:09
 

Flugreisen mit Kind – an was Eltern denken sollten

Kinder und Reisen – da bekommt der Horror für viele Eltern ein Gesicht. Flugreisen lassen Eltern dann noch zusätzlich erbleichen, dabei kann das Reisen mit Kind durch die Luft durchaus entspannend sein. Wer vorher gründlich plant, für den kann der Urlaub in den Süden auch mit Kind bereits im Flugzeug beginnen.

© PHB.cz - Fotolia.com

Je größer das Kind, umso unkomplizierter ist eine Flugreise, allerdings auch umso teurer. Während Kinder unter zwei zwar viele Extras brauchen, um im Flugzeug gut versorgt zu sein, kosten sie jedoch nur wenig, da kein eigener Sitzplatz eingerechnet wird. Spätestens im Kleinkindalter wird das Flugticket fürs Kind zum echten Kostenfaktor. Generell gilt aber für die Flugreise mit Kind: Wer gelassen bleibt, hat ein gelassenes Kind und mit dem ist eine Reise alles in allem unkompliziert.

 

Kinder im Flugzeug – Grundsätzliches

Bevor die Tickets für die Flugreise gebucht werden, sollten Eltern sich über ein paar Dinge im Klaren sein. Vor allem dann, wenn die Kinder klein sind, gibt es bestimmte Punkte zu beachten, bzw. sollte man auf so einiges vorbereitet sein, sowohl was die Buchung angeht als auch in Hinblick auf das Verhalten der Kinder im Flugzeug:

  • Kleinkinder können nicht besonders lang stillsitzen und im Flugzeug ist es eng. Herumlaufende oder krabbelnde Kleinkinder sind nicht gern gesehen und manchmal ist das schlichtweg nicht möglich.
  • Um Kleinkinder ohne eigenen Sitzplatz im Flugzeug zu schützen, sind Schlaufengurte vorgeschrieben, mit denen die Kinder auf dem Schoß der Eltern gesichert werden sollen. Diese Gurte sind jedoch eher gefährlich als sicher, da es schon bei geringen Turbulenzen zu Schäden an der Wirbelsäule kommen kann.
  • Besonders Langstreckenflüge belasten Kreislauf und Immunsystem, auf empfindliche Kinder kann sich das negativ auswirken.
  • Bei Start und Landung kommt es zu starken Druckveränderungen, das bringt viele Kinder zum Weinen, auch eine frische Plombe kann bei Druckveränderungen Schmerzen verursachen, wenn Luft in der Füllung mit eingeschlossen ist.

 

Eigener Sitzplatz für Kinder – ja oder nein?

Kleinkinder dürfen auf dem Schoß der Eltern mitfliegen, das spart Kosten, ist aber nicht gerade entspannend für Eltern und Kinder. Noch dazu ist eine risikofreie Sicherung der Kinder nicht möglich. Deshalb sollte auch bei kleinen Kindern schon ein Sitzplatz mitgebucht werden. Auf diesem kann ein mitgeführter Autokindersitz befestigt werden, der für die Verwendung in Flugzeugen zugelassen ist. Derartige Sitze tragen das TÜV-Siegel „for use in aircraft“. Weiterhin lohnt es sich, bei der Fluggesellschaft nachzufragen, ob so ein Sitz überhaupt zugelassen ist. Bei der Buchung sollte man darauf achten, dass in der Eltern-Kind-Reihe reserviert wird. Dort herrscht etwas mehr Bewegungsfreiheit. Vor allem bei etwas längeren Flügen sollten Eltern hier keine Kompromisse eingehen.

 

Die besten Tipps für eine entspannte Flugreise mit Kind

  • Mit Kindern, die jünger als drei Monate alt sind, sollte man möglichst gar nicht fliegen. Zwar sind die Babys in diesem Alter noch nicht sehr mobil, können aber doch empfindlich auf die Druckveränderungen und auch die veränderten Bedingungen im Urlaubsland reagieren.
  • Vor dem Flug sollte das Kind gründlich durchgecheckt werden, für Reisen in bestimmte Länder kann eine zusätzliche Schutzimpfung sinnvoll sein, die man Kindern allerdings möglichst lange ersparen sollte.
  • Wenn die Reise ins Ausland geht, ist ein Kinderausweis, bzw. Kinderreisepass erforderlich. Der und eventuell erforderliche weitere Dokumente müssen rechtzeitig beantragt werden.
  • Nur ein Kleinstkind unter zwei Jahren ist pro Erwachsenem im Flieger erlaubt - und das macht auch Sinn. Mit Drillingen in den Urlaub zu fliegen wird also schwer machbar sein.
  • Kleinkinder haben bestimmte Tagesabläufe. Wenn möglich, sollten diese vom Flugplan möglichst wenig beeinflusst werden. Also sollte man die Abflugs- und Ankunftszeiten wenn möglich entsprechend wählen.
  • Easy Check-In – so, oder so ähnlich wird die Möglichkeit bezeichnet, schon am Vorabend der Abreise per Internet oder Handy einzuchecken. Das erspart Wartezeiten mit Kind und Gepäck am Flugschalter. 
  • Servicepakete für Eltern mit Kind. Viele Airlines behandeln Eltern mit Kind bevorzugt, häufig ist auch ein Pre-Boarding, also das Einsteigen vor den anderen Fluggästen, möglich. Am besten informiert man sich über diesen Service bereits bei der Buchung.
  • Für Kinder immer einen Sitzplatz mitbuchen, das erhöht Komfort und Sicherheit für Eltern und Kind. Eine frühzeitige Reservierung ist hier besonders wichtig. Das gilt auch, wenn ein Babybett mit in den Flieger soll. Meist gibt es nur wenige Plätze, an dem ein Reisebett sicher aufgestellt und befestigt werden kann.
  • Gegen den Druck bei Start und Landung sollte man je nach Kind und dessen Alter Schnuller, Trinkflasche oder Kaugummis parat haben.
  • Auch wenn es erfahrungsgemäß nur bedingt viel hilft: Das Kind sollte vor dem Flug möglichst die Gelegenheit haben, sich richtig auszutoben und zu bewegen. Besichtigen Sie mit ihm den Flughafen oder suchen Sie einen Spielplatz auf.
  • Kinder langweilen sich schnell. Versuchen Sie nicht, Ihr Kind im Flieger durch Ermahnungen still zu halten, sondern sorgen Sie dafür, dass ihm nicht langweilig wird. Für etwas größere Kinder ist ein MP3-Player mit Hörspiel oder ein tragbarer DVD-Player der heiße Tipp, für kleinere ist ein neues Malbuch, ein Buch oder ein Comic zu empfehlen, das extra für die Reise gekauft wurde.
  • Vergessen Sie nicht eine komplett ausgestattete Bordtasche zu packen. Dorthinein gehört Essen, dass Ihr Kind mag, ebenso genug zum Trinken, Windeln und Wechselkleidung, Feuchttücher und Vorlesebücher.

 

Flugreisen mit Kind können anstrengend sein, müssen es aber nicht. Optimal ist, wenn Sie selbst in guter Stimmung und voller Vorfreude auf den Urlaub sind, denn dann werden Sie mit einem gutgelaunten und kooperativen Kind in den Urlaub reisen. 

 
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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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