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18 Januar, 2014 - 12:07
 

Kinder auf dem Wickeltisch – Zwei Hände sind oft nicht genug

Das Wickeln ist eine Kunst für sich, meinen zumindest viele Väter. Hat man den Trick raus, wie man das Kind bei Laune hält und ihm dabei die neue Windel umlegt, dann ist es eigentlich gar nicht so schwer.

© RomainQuéré - Fotolia.com

Der Wickeltisch steht meist schon, wenn das Baby noch gemütlich in Mamas Bauch umherpaddelt. Schon im Vorfeld kann man dafür sorgen, dass das Wechseln der Windeln später möglichst unkompliziert für Vater und Kind abläuft. An allererster Stelle steht immer die Sicherheit.

 

Der sichere Wickeltisch

Als Wickeltisch eignet sich im Prinzip alles, was stabil genug ist, um ein Kind bis zu einem Gewicht von etwa 15 kg zu tragen, die richtige Höhe hat, damit Erwachsene davor stehen können und eine Fläche von etwa 0,70 mal 0,90 m aufweist. Ein Tisch eignet sich genauso wie eine passend große Kommode, spezielle Wickeltische oder –kommoden gibt es im Handel zu kaufen.

Damit der Wickelplatz wirklich sicher ist, sollten folgende Vorkehrungen getroffen werden.

 

  • Ein Seitenschutz kann vor Stürzen bewahren, macht allerdings nur dann Sinn, wenn er mindestens 20 cm hoch ist. Niedrigere Seitenwände verleihen nur trügerische Sicherheit und sind deshalb nicht sinnvoll.
  • Ein Wickeltisch, der in einer Ecke steht, ist bereits von zwei Seiten gesichert. Dies kann allerdings zu Lasten der Zugänglichkeit gehen.
  • Der Wickelplatz sollte so organisiert sein, dass alle Utensilien in greifbarer Nähe sind. Geeignet ist ein Regal neben dem Wickeltisch oder ein Wandbrett; Windeln können in einer Schublade unterhalb der Wickelfläche untergebracht werden.
  • Für Winterbabys ist eine Wärmelampe hilfreich, die über dem Wickelplatz an der Wand angebracht wird. Dann können die Säuglinge auch in kühleren Räumen bedenkenlos nackt strampeln.

 

Grundsätzlich gelten folgende Sicherheitsregeln:

 

  • Beim Wickeln sollte das Kind immer mit einer Hand festgehalten werden, auch dann, wenn es nackt strampeln darf. Oft kann man bei plötzlichen Bewegungen nicht schnell genug reagieren und das Kind hüpft förmlich vom Wickeltisch.
  • Lassen Sie Ihr Baby niemals allein auf dem Wickeltisch liegen, auch nicht, um sich kurz umzudrehen oder einen Schritt zur Seite zu treten, um ein Spielzeug oder ähnliches zu holen.
  • Wer ganz und gar auf Nummer sicher gehen will, wickelt sein Kind auf dem Fußboden. Dort ist die Verletzungsgefahr minimiert.

 

Wenn Kinder sich nicht wickeln lassen

Wenn die Babys größer und mobiler werden, kommt es phasenweise vor, dass sie sich gegen das Windel wechseln wehren. Nicht selten liegt dies an den Eltern. Sind sie in Eile, zu grob oder haben sie kalte Hände, wird es sich das nicht gefallen lassen und sich wehren. Dann sollten Sie einfach einen Gang zurückschalten und sich und Ihrem Baby die Minuten des Wickelrituals als kleine Auszeit gönnen.

Ist Ihr Kind sehr unruhig und zappelig, dann sorgen Sie für Ablenkung. Das kann durch ein Mobile an der Decke oder durch ein Spielzeug geschehen, das Sie dem Kind beim Wickeln in die Hand geben. Dieses Spielzeug sollte allerdings außergewöhnlich sein und dem Kind nur auf dem Wickeltisch zur Verfügung stehen. Ebenso beruhigend und ablenkend wirken Fingerspiele, Lieder oder Faxen, die Sie mit dem Kind beim Wickeln machen.

Ältere Babys, die sich im Liegen stark gegen das Wickeln wehren, sind oft ganz zufrieden, wenn die neue Windel im Stehen umgelegt wird. Halten Sie Ihr Baby allerdings gerade dann gut fest.

 

Was tun, wenn das Kind doch vom Wickeltisch fällt?

Kommt es doch zu einem Sturz des Kindes vom Wickeltisch, dann sollten Sie trotz des Schrecks ruhig bleiben, Ihr Kind trösten und ihr Kind auf eventuelle Verletzungssymptome untersuchen. Prüfen Sie folgende Punkte und achten Sie darauf, ob Ihr Kind sich wie gewohnt verhält:

 

  • Wirkt Ihr Kind benommen? Ist es ansprechbar und reagiert auf Ihre Worte?
  • Kann es Arme und Beine gleichmäßig und schmerzfrei bewegen?
  • Greift es in der gewohnten Art und Weise nach angebotenen Gegenständen oder ist es desinteressiert oder unfähig, den Arm zu heben oder die Finger zu beugen?
  • Ertasten Sie weiche Beulen am Kopf?
  • Muss Ihr Kind brechen?

 

Gehirnerschütterung oder Schädelbruch sind die häufigsten Verletzungen nach einem Sturz vom Wickeltisch. Liegt eines der genannten Symptome vor, besteht die Gefahr, dass Ihr Kind sich am Kopf verletzt hat und sie sollten sofort ins Krankenhaus oder zum Kinderarzt. Auch wenn Sie Prellungen oder andere Verletzungshinweise am Körper finden, sollten Sie den Arzt aufsuchen.

 

Zum Weiterlesen:

http://www.wickeltisch24.de/

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de